Testorf-Steinfort ist eine Gemeinde im Landkreis Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Grevesmühlen-Land mit Sitz in der Stadt Grevesmühlen, die eine Verwaltungsgemeinschaft mit dem Amt bildet, verwaltet.
Die Gemeinde Testorf-Steinfort wurde am 1. Januar 1999 aus den vormals selbständigen Gemeinden Testorf und Testorf-Steinfort gebildet.StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
Geografie Testorf-Steinfort liegt etwa 10 km südöstlich von Grevesmühlen und ist ca. 20 km von Schwerin entfernt. Das Grundmoränengebiet am Fluss ist leicht hügelig und erreicht nahe dem Ortsteil Schönhof .
Umgeben wird Testorf-Steinfort von den Nachbargemeinden Upahl im Norden, Bobitz im Osten, Alt Meteln im Südosten, Dalberg-Wendelstorf im Süden, Mühlen Eichsen im Südwesten sowie Rüting im Westen.
Neben Testorf-Steinfort gehören die Ortsteile Testorf, Fräulein Steinfort, Harmshagen, Schönhof, Seefeld und Wüstenmark zur Gemeinde.
Geschichte Harmshagen: Gutsbesitzer waren die Domkirche zu Schwerin (bis 1791) sowie mehrere Familien unter anderem Russow (bis 1817), Thomsen (bis 1841), Pauly (bis 1885) und Flügger (bis 1939). Das klassizistische Gutshaus nach Plänen von Theodor Krüger stammt von 1860. Am 1. Juli 1950 wurde Harmshagen nach Testorf eingegliedert.
Schönhof: Das Gut war Besitz (ab um 1500 (?)) durch Heinrich von Bassewitz und Stammsitz im 17./18. Jahrhundert der Familie von Bassewitz (siehe auch: Heinrich von Bassewitz (1469–1517), Achim von Bassewitz (vor 1509–1560), Joachim von Bassewitz (1534–1610), Karl Ulrich von Bassewitz (1601–1666), Joachim Lütke von Bassewitz (1656–1745) und Detlof Hans von Bassewitz (1688–1764), Ulrich Carl von Bassewitz (1729–1798), Ulrich Carl Adolph von Bassewitz (1781–1866)). Das unsanierte Herrenhaus (von ?) ist noch erhalten. Am 1. Juli 1950 wurde das Dorf Fräulein Steinfort nach Schönhof eingemeindet, Schönhof wiederum gehörte ab dem 1. Juli 1961 zur Gemeinde Testorf-Steinfort.
Testorf war ein typisches Gutsdorf mit einem verpachteten Gutsbesitz von ca. 522 ha im 19. Jahrhundert. Das Gutshaus ist erhalten.
Wüstenmark war ein altes Bauerndorf, das seine Struktur weitgehend erhalten konnte. Der Ort wurde am 1. Januar 1956 eingemeindet.
Politik Gemeindevertretung und Bürgermeister Der Gemeinderat besteht (inkl. Bürgermeister) aus 8 Mitgliedern. Die Wahl zum Gemeinderat am 26. Mai 2019 hatte folgende ErgebnisseZweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg(ZKO):
Partei/Bewerber Prozent Sitze Freie Wählergemeinschaft Gemeinde Testorf-Steinfort87,867 CDU12,141
Bürgermeister der Gemeinde ist Hans-Jürgen Vitense, er wurde mit 72,11 % der Stimmen gewählt.Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg(ZKO) Herr Bürgermeister Vitense verstarb Anfang des Jahres 2023. Am 20. April 2023 wurde daraufhin Frau Uta Rogge aus der Mitte der Gemeindevertretung zur neuen Bürgermeisterin gewählt, nachdem sich kein Kandidat oder Kandidatin zur Dirtektwahl aufgestellt hatte.
Wappen
Dienstsiegel Das Dienstsiegel zeigt das Gemeindewappen mit der Umschrift „GEMEINDE TESTORF-STEINFORT • LANDKREIS NORDWESTMECKLENBURG“.Hauptsatzung § 2 (PDF).
Sehenswürdigkeiten mini|Ortseingang von Fräulein Steinfort Gutsanlage mit Gutshaus in Testorf Gutsanlage Harmshagen mit klassizistischem zweigeschossigem Gutshaus nach Plänen von Theodor Krüger von 1860 Herrenhaus Schönhof im Ortsteil Schönhof, 1860 nach Plänen von Heinrich Thormann umgebaut; es wird seit 2023 saniert.Herrenhaus Schönhof im Portal Schlösser, Guts- und Herrenhäuser Mecklenburg-Vorpommern, abgerufen am 26. Oktober 2024. Alljährlich wird dort ein Schlossparkfest veranstaltet. Fachwerkhaus als Gemeindehaus in Testorf am Ortsausgang zur B 208
Wirtschaft und Infrastruktur Die Gemeinde ist landwirtschaftlich ausgerichtet, hier wird unter anderem eine Milchviehanlage betrieben. Sehenswert sind die Landschlösser in den Ortsteilen Schönhof und Harmshagen sowie die gesamte Dorfanlage von Wüstenmark.
Verkehrsanbindung Die Bundesstraße 208 von Wismar über Gadebusch nach Ratzeburg streift den Süden des Gemeindegebietes (Ortsteil Fräulein Steinfort). Sechs Kilometer vom Ortsteil Testorf entfernt befindet sich die Autobahn-Anschlussstelle Grevesmühlen (A 20). Die Bahnhöfe der Nachbargemeinden Plüschow und Bobitz liegen an der Strecke Wismar – Lübeck.
Sport Im FSV Testorf-Upahl, der zusammen mit der Gemeinde Upahl betrieben wird, spielen derzeit neben zwei Herrenmannschaften auch Jugend-Mannschaften. Jedes Jahr findet Ende Juni/Anfang Juli ein dreitägiges Sportfest mit einem Turnier statt, bei dem viele Vereine der Umgebung teilnehmen.
Persönlichkeiten Friedrich Magnus von Bassewitz (1773–1858), Regierungspräsident, geboren auf Schönhof Adolf von Bassewitz (1774–1838), Landrat, geboren auf Schönhof Hermann Karl Dietrich von Rantzau (1815–1891), preußischer Offizier, zuletzt Generalleutnant, geboren in Testorf Gottfried Averdunk (1934–2011), Diplomlandwirt und Tierzuchtwissenschaftler
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Nordwestmecklenburg