Ziegelhütte ist eine Wüstung auf dem Gemeindegebiet von Georgensgmünd im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).

Geografische Lage Die ehemalige Einöde lag am Westufer der Fränkischen Rezat. Im Westen grenzte das Flurgebiet „Weinberg“ an, im Nordwesten „Am Lemgraben“, im Norden „Am Weinberg“, im Südwesten „In der Lache“. Heute befindet sich an ihrer Stelle die Ortsstraße „An der Ziegelhütte“.

Geschichte Die Ziegelhütte wurde in den Oberamtsbeschreibungen des Jahres 1732 von Johann Georg Vetter erstmals schriftlich erwähnt. Sie unterstand zu dieser Zeit noch dem Verwalterämtlein Friedrichsgmünd.F. Eigler: Schwabach, S. 177.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Ziegelhütte zur Realgemeinde Georgensgmünd. Es gab ein Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Roth aus. Das Anwesen hatte das Richteramt Georgensgmünd als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Ziegelhütte die Hausnummer 67 des Ortes Georgensgmünd.F. Eigler: Schwabach, S. 391.

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Roth. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Ziegelhütte dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Georgensgmünd und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Georgensgmünd zugeordnet.F. Eigler: Schwabach, S. 472. Nach 1964 wurde der Ort in den amtlichen Verzeichnissen nicht mehr aufgelistet.

Einwohnerentwicklung Jahr 1836 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961Einwohner 6 7 10 5 11 5 5 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1840 werden diese als Häuser bezeichnet und 1836 sowie von 1885 bis 1925 als Wohngebäude. 1 1 1 1 1 Quelle Dort als Ziegelstadel aufgelistet.

Religion Ziegelhütte war evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Georg (Georgensgmünd) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren nach St. Wunibald (Georgensgmünd) gepfarrt.

Literatur

Weblink

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Georgensgmünd) Kategorie:Ersterwähnung 1732 Kategorie:Wüstung im Landkreis Roth Kategorie:Wüstwerdung im 20. Jahrhundert