Die Liste der Straßenbrunnen im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist eine Übersicht der (bestehenden) Brunnen der Notwasserversorgung„Für die Unterhaltung der Brunnen ist in den Berliner Bezirken jeweils das Straßen- und Grünflächenamt zuständig, die regelmäßige Beprobung der Wasserqualität wird durch die Gesundheitsämter veranlasst. Dies gilt sowohl für die Bundes- wie auch für die Landesbrunnen.“ in den Ortsteilen des Bezirks. Auf Grund der Quellenlage sind einige aufgegebene Brunnenstandorte aufgenommen.

Überblick Nach Angaben aus dem Bezirksamt auf eine schriftliche AnfrageDrucksache 18/10 377 (18. Wahlperiode): Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Daniel Buchholz (SPD) vom 2. Februar 2017 existieren 204 Notwasserpumpen im Bezirk. An allen 204 Brunnen ist die Kennzeichnung als „Kein Trinkwasser“ (teils vorbeugend) angebracht. Nach der Drucksache 17/15418Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Christopher Lauer (PIRATEN) vom 27. Januar 2015 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 29. Januar 2015): Trinkwasserversorgung bei Stromausfall mit einer Antwort zu Frage 2: Dem Senat liegt eine aktuelle Auflistung vor. Die Auflistung der Landesbrunnen ist beigefügt. gibt es im Bezirk 169 Landesbrunnen, weitere Brunnen gehören dem Bund und sind für den Katastrophenschutz vorgesehen. Der Antwort zu dieser Anfrage ist zu entnehmen, dass zwischen 2010 und 2015 elf Straßen­brunnen endgültig stillgelegt wurde, sieben Brunnen wurden neu errichtet. Der Drucksache ist eine Liste von Landesbrunnen aus 2015 beigelegt. Die bei der Aufnahme für Wikipedia und OpenStreetMap (bis 2018) vor Ort gefundenen Brunnen wurde mit jener Liste abgeglichen. In dieser Drucksache aufgeführte Brunnen oder Standorte (auch jene) sind in der folgenden Liste eingefügt. In einem Antrag an die BVV wurde im Oktober 2019 ausgesagt: Daraus folgt, dass Ventile und Frosthähne und gegebenenfalls neue Bohrungen nötig sein.Philipp Hartmann: Zu viele Brunnen sind defekt. In: Berliner Woche, 29. Oktober 2019

Die in der Liste beschriebenen Brunnen (die Standorte) wurden bei Begehungen im Bezirk vorgefunden und mit den Angaben aus dem Projekt OpenStreetMap ergänzt. In OpenStreetMap wurde 2007 mit der Aufnahme begonnen. Soweit die Darstellung erkennbar und nicht verstellt war, wurden die 3D-Bilder von 2008/2009 aus Street ViewAuf Google Earth ist der Zugang zu einer 3D-Fahrt der Wagen möglich. Die Fahrten fanden im Bereich des Bezirks im Juni 2008 und November 2008 statt. Der jeweilige Ort der Brunnenstandorte lässt sich mit den beigelegten Adressen finden. Jedoch sind nicht alle Straßen in Google Earth erreichbar (blaue Linie) zur Beschreibung genutzt, so wenn Änderungen zwischen 2008 und 2018 geschahen.

Im Bezirk stehen (vorrangig im ehemaligen Bezirk Schöneberg) noch ältere Typen von Lauchhammer- und Krausemodellen, der größte Anteil sind neuere mit dem Pumptyp Wolf und noch einige der 1969 designten Schliephacke- oder Rümmlerbrunnen. Neben den einteiligen Brunnensäulen sind aus einem dickeren Unterrohr mit Wasseraustritt und dem im Umfang geringeren Oberrohr mit Schwengel zusammengefügte (zweiteilige) Exemplare vorhanden. Die Unterscheidung zur Neuen-Krause-Form in anderen Bezirken liegt im geringeren Umfang des Unterrohrs und dem Schwengelansatz, der zwei geschwungene Seitenflächen hat. Neben den durchgehenden Säulenkörpern stehen einzelne aus vier verpressten Teilen mit einem gesondert eingesetzten Stück des Wasseraustritts. Letzterer ist an den einteiligen Säulen direkt aufgeschraubt oder an Säulenansätzen am befestigt oder verschraubt. Die im Bezirk stehenden Brunnen mit Lauchhammergehäuse sind allesamt Rekonstruktionen von Schoening und Winkelhoff aus dem Jahr 1978, wobei die beiden in Lichtenrade und Mariendorf von der Tempelhofer Verwaltung in den 1980er Jahren folgten.

Die Aufnahme durch Ortsbegehung erfolgte im zweiten Halbjahr 2018, dabei wurden 202 Brunnenkörper festgestellt. Da keine amtliche Liste zugänglich war, kann die folgende Liste unvollständig sein. Von diesen gehören nach den Alt-Bezirken aufgeteilt die 16 Friedenauer und die 93 im Ortsteil Schöneberg zum Alt-Bezirk Schöneberg (damit 109). Vom (Alt-)Bezirk Tempelhof stehen 23 im Ortsteil Tempelhof, 30 in Mariendorf und 15 in Marienfelde, im südlichen Ortsteil Lichtenrade kommen noch 24 hinzu. Für diesen Altbezirk ergibt sich so eine Anzahl von 92 Brunnenstandorten. Für 147 Brunnen aus der 2015er-Liste der Abgeordnetenhausanfrage wurden 147 Brunnen in Verantwortung des Landes Berlin für den Zivilschutz und entsprechend 55 Bundesbrunnen für den Katastrophenschutz vorgefunden. Die Zuständigkeit für die Prüfung auf Funktionsfähigkeit und gegebenenfalls die Reparatur oder das Stilllegen liegt in beiden Fällen beim Bezirksamt.

Nach der äußeren Form gibt es 24 Brunnen vom Typ I (mit Fischkopf als Austritt) im Lauchhammerdesign nach Spahn aus den 1890er Jahren. Diese dürften meist in der 1978 ergänzten oder restaurierten Gestalt aufgestellt sein. Hinzu kommen 19 Krausebrunnen, die am unteren Teil teilweise ebenfalls mit der Kennung 1978 markiert sind. Diese Form wurde in den 1920er Jahren nach der Bildung von Groß-Berlin vom Magistrat in Auftrag gegeben und bei der Firma Krause in Neusalz an der Oder gegossen. Schliephackebrunnen, auch Rümmlerpumpe genannt, wurden nach 40 bis 50 Jahren Nutzung (wohl) unbrauchbar und ersetzt oder entfernt. 2018 standen noch sechs solche Anfang der 1970er Jahre aufgestellten Brunnen. Es existieren noch an 22 Standorten solche zweiteiligen Brunnenkörper mit einem stärkeren Unterteil, einige solche Brunnensäulen wurden in letzter Zeit ebenfalls durch Wolf-Säulen ersetzt. Im Bezirk unterscheiden sie sich zudem von den Neuen-Krause in anderen Bezirken. Die aus vier Teilen mit deutlich eingesetztem Wasseraustritt bestehenden Brunnensäulen sind an zwei Standorten vertreten, in anderen Bezirken sind diese Säulen verbreiteter. Der überwiegende Anteil sind jene durchgehend einteiligen Brunnenzylinder. Bislang stehen im Bezirk keine an der Sechskantform erkennbare Borsigsäulen. Die Befestigung und Ausführung deren Wasseraustritt unterscheidet letztlich diese 129 Exemplare des Wolf- und Wolf-2-Typs. Daraus ergibt sich auch der Hinweis, dass die Brunnen nach dem Brunnenkörper sortiert wurden, die innere Pumpenfunktion war dabei nicht zugänglich und ist unbeachtet geblieben.Philipp Hartmann: Zu viele Brunnen sind defekt. In: Berliner Woche, 29. Oktober 2019:

Notwasserbrunnen Die Liste ist nach Ortsteilen, Flurabstand des Grundwassers (im Jahr 2009) und Pumpenform sortierbar. Nicht näher erkennbare Grundstücksnummern sind in Klammern und teilweise mit vorgesetzten „#“ in der Adresse markiert. Die Zahlen an den Säulen wurden innerhalb der Alt-Bezirke vor der Bezirksfusion vergeben, so wiederholen sie sich teilweise. In der Beschreibung sind markante Umstände zusammengetragen und mit Fotografien ergänzt und zudem nach Ortsteil gegliedert auf Wikimedia-Commons anzusehen.Wasserpumpen in Berlin Einige Eigenschaften der Plumpen wurden im Projekt OpenStreetMap bestimmt, dazu sind diese mit der OSM-ID zur jeweiligen Objektseite verlinkt.OSM-Karte mit den Brunnenkoordinaten aus der Straßenbefahrung (ATKIS) im Vergleich zu OSM/wikipedia Stand: Juli/August 2020.

Die in der Brunnen-Liste notierten Fakten wurden vorrangig im Laufe des Jahres 2018 festgestellt und unter dem Aspekt von Notwasserbrunnen als Stadtmöbel betrachtet. Bei den regelmäßigen Begehungen durch Mitarbeiter des Bezirksamtes oder den Komplexkontrollen durch Brunnenfirmen können Änderungen gegenüber den Beschreibungen entstehen. Im Bedarfsfall ist individuell der zeitgenaue Zustand am jeweiligen Standort festzustellen. An allen Brunnen im Bezirk ist aus Gründen der generellen Vorsicht in unterschiedlicher Form der Hinweis angebracht, dass das gepumpte Grundwasser nicht die Anforderungen eines Trinkwassers nach Verordnung erfüllen könnte. Dieser Hinweis könnte durch Vandalismus zerstört sein oder wurde unberechtigt entfernt. Für den Notfall ist die Verwendung mit entsprechender Behandlung möglich. An vielen Brunnen, vorrangig im Alt-Bezirk Schöneberg, findet sich auf einem etwa A4-großen Blechschild mit runden Ecken in schwarzem Rahmen der allgemeine Text: „Verunreinigungen der Straße und Störungen durch vermeidbaren Lärm sind verboten. Zuwiderhandlungen werden als Ordnungswidrigkeiten geahndet.“

Aus der Auflistung von Landesbrunnen aus 2015 zur schriftliche Anfrage an das Abgeordnetenhaus blieben einige Brunnen und StandorteEine Zuordnung eines Straßen­brunnens mit Hilfe von Street View mit Stand 2008 war erfolglos. Bei der Besichtigung vor Ort (September 2018) konnte ebenfalls kein Brunnen aufgefunden werden. Wobei unklar bleiben muss, ob dieser der Auflistung von 2015 entnommene Standort nur als solcher verzeichnet war. ungeklärt. In den Straßen konnten auf deren Länge oder vermuteten Flächen weder aus der 3D-Aufnahme von 2008, (noch) nicht aktive Plumpen zugeordnet werden. Brunnen Loewenhardtdamm (PLZ 12101)Temph: Neu-Tempelhof, Flurabstand: 10–15 m. Der Standort ist in der Liste ohne genauere Grundstücks- oder Hausnummern für die 820 Meter lange Straße. Lediglich der Brunnen (Nummer 95) an der Ecke Wolffring besteht an dieser Straße. Brunnen Paul-Schmidt-Straße (PLZ 12105)Temph: Marienhöhe, der Standort ist ohne weitere Lageangabe bei einer Länge der Straße von 500 Metern vermerkt. Sie liegt vom Norden ab der Arnulfstraße (zu Schöneberg gehörend) im S-Bogen beginnend nach Süden zur Attilastraße. Brunnen Bayernring (PLZ 12101)Temph: Neu-Tempelhof. Der Standort ist ohne eine Angabe zu Hausnummer oder Kreuzung für die 910 Meter lange Straße vermerkt. Der Bayernring verläuft vom Tempelhofer Damm zum Loewen­hardt­damm..

In der Liste sind außer diesen drei auch 19 Standorte von im Sommer 2018 aufgefundenen Brunnenkörpern aufgenommen, die in der Landesliste von 2015 noch aufgeführt waren, wobei an den ermittelten Standorten die Brunnen abgebautoder anderweitig stillgelegt waren.Aus anderen Angaben dieser Liste und der Darstellung durch die Befahrungen von Google ist die Schlussfolgerung zu ziehen: Änderungen wurden zwischen 1990 und 2007 ausgeführt. Solche vormaligen Standorte blieben für die Kiezliste unbeachtet.

Entsprechend der AuskunftDrucksache 18 /21 334/Schriftliche Anfrage 18. Wahlperiode -*- Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Daniel Buchholz (SPD)vom 22. Oktober 2019 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 22. Oktober 2019) zum Thema: Kritische Infrastruktur Trinkwasser (II): Was tun die Verwaltungen gegen zu wenig Straßenbrunnen für den Notfall, nicht funktionsfähige Pumpen und schlechte Wasserqualität? und Antwort vom 7. November 2019 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 13. November 2019) des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg vom November 2019 stehen im Bezirk insgesamt 262 Brunnen, 2009 waren es 247. Für Trinkwasserzwecke nicht unmittelbar geeignet sind demnach 161 Standorte wegen chemischen und 62 wegen bakteriologischen Verunreinigungen. Für 2016 wurden aus dem Bezirksamt auf eine schriftliche Anfrage von 2017Drucksache 18 / 10 377 18. Wahlperiode, Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Daniel Buchholz (SPD) vom 2. Februar 2017 204 funktionsfähige Brunnen genannt. Die Liste (Stand 11/2019) enthält 230 Einträge, wobei sich 18 auf abgebaute oder eingelagerte Straßenbrunnen beziehen. Bei einer angestrebten Anzahl von 1500 Einwohnern je Brunnen folgt aus der Einwohnerzahl (334.351) ein Bedarf von 230 Straßenbrunnen.