Hämmerleinsmühle (fränkisch: HämmalasmilE. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 27. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „hęmɒlɒsmìl“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Georgensgmünd im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Hämmerleinsmühle liegt in der Gemarkung Georgensgmünd.
Geografische Lage Die Einöde liegt am Steinbach, einem linken Zufluss der Fränkischen Rezat. Im Westen grenzt das Waldgebiet „Brödling“ an, 0,5 km südwestlich das Waldgebiet „Lustenau“. 0,5 km südlich erhebt sich der „Steinbühl“ (). Die Kreisstraße RH 9 führt nach Untersteinbach ob Gmünd (1,3 km nordwestlich) bzw. nach Georgensgmünd zur Staatsstraße 2224 (2,5 km südöstlich).
Geschichte Der Ort wurde 1511 als „des segers güthlein“ erstmals urkundlich erwähnt. Die Mühle betrieb also ursprünglich ein Sägewerk. Im 18. Jahrhundert wurde sie zu einem Hammerwerk umgebaut, das zur Eisendrahtherstellung genutzt wurde.Hämmerleinsmühle auf der Website georgensgmuend.de In den Vetter’schen Oberamtsbeschreibungen von 1732 wurde sie „Weyer- oder Hämmerleinsmühle“ genannt. Bezeichnet wurde sie nach ihrer Lage bei Weihern und ihrer Funktion.E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 21. Hiernach Erstnennung 1531 als „Seger gütlein“.F. Eigler: Schwabach, S. 187.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Hämmerleinsmühle ein Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Roth aus. Die Mühle hatte die Altschell’sche Rentenverwaltung Mäbenberg als Grundherrn.F. Eigler: Schwabach, S. 394.
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Roth. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hämmerleinsmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Rittersbach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Mäbenberg zugewiesen. Am 31. März 1910 wurde die Mühle nach Georgensgmünd umgemeindet.F. Eigler: Schwabach, S. 477.W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach, S. 282, gibt als Umgemeindungsdatum fälschlicherweise 1894 an.
Um 1900 legten die Besitzer dann die aufgestauten Mühlweiher trocken und bauten dort Hopfen an. Die Mühle wurde wieder zur Betreibung eines Mahl- und Sägewerks genutzt. Seit 1959 ist sie stillgelegt. Das ursprüngliche Mühlgebäude wurde abgerissen.
2018 haben die neuen Eigentümer die Mühle in einen Veranstaltungsort mit Biergarten und Gastronomie umgewandelt und betreiben es seitdem als „Hämmerla“.
Baudenkmäler Inschriftstein der Mühle
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 15 16 12 13 8 8 7 10 7 7 4HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 4 1 2 1 2 2 2 1Quelle
Religion Hämmerleinsmühle ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Georg (Georgensgmünd) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Wunibald (Georgensgmünd) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Georgensgmünd) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Roth Kategorie:Ersterwähnung 1511