FIDIS (Future of Identity in the Information Society [FoIitIS]) (deutsch: Zukunft der Identität in der Informationsgesellschaft) war ein fünfjähriges Projekt im Rahmen des 6. Forschungsrahmenprogramms. Es dauerte von 2004 bis 2009.

Ziel Das Ziel war, Veränderungen zu untersuchen, denen der Begriff Identität in der sich dynamisch entwickelnden europäischen Informationsgesellschaft unterliegt und dabei Ansätze und Wege zu identifizieren, die eine möglichst reibungsfreie Europäische Integration erreichen. Das multinationale und multidisziplinäre Netzwerk sollte ein besseres Verständnis dafür entwickeln, welchen Beitrag Systeme für ein Identitätsmanagement für die faire Gestaltung der europäischen Informationsgesellschaft leisten können. Hierbei galt es, nationale Unterschiede zu berücksichtigen. So ist etwa der Personalausweis für Erwachsene in Deutschland Pflicht, in dem Vereinigten Königreich bislang jedoch nicht üblich. Ziel des FIDIS war es, die europäische Forschung hinsichtlich von Identitäts- und Identifizierungstechnologien zu integrieren. Das Projekt beschäftigte sich mit den damit verbundenen Sicherheits- und Datenschutzaspekten. Außerdem erarbeiten die Experten in diesem Netzwerk rechtliche, sozioökonomische sowie anwendungsbezogene Anforderungen in Zusammenhang mit Identität und Identifizierung.

Finanzierung, Projektlaufzeit Die Europäische Union förderte FIDIS im Rahmen des sechsten Europäischen Forschungsprogramms Technologien für die Informationsgesellschaft. Das Projekt lief seit April 2004 für eine Dauer von fünf Jahren und hatte eine Gesamtförderung von 6,1 Millionen Euro. Die Leitung dieses NoE hatte in Deutschland die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Partner im FIDIS Konsortium Es waren 24 Partner aus Europa an diesem multidisziplinären und multinationalen Projekt beteiligt. Johann Wolfgang Goethe-Universität (Frankfurt am Main) – Konsortialführung Gemeinsame Forschungsstelle (JRC), Sevilla Vrije Universiteit Brussel Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein Institut Europeen D'Administration Des Affaires (INSEAD) Universität Reading Universität Tilburg Katholieke Universiteit Leuven Universität Karlstad Technische Universität Berlin Technische Universität Dresden Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Masaryk-Universität (Brünn) VaF Bratislava London School of Economics and Political Science (LSE) Technische und Wirtschaftswissenschaftliche Universität Budapest International Business Machines Corporation Institut de recherche criminelle de la Gendarmerie Nationale Netherlands Forensic Institute Virtual Identity and Privacy Research Center Europäisches Microsoft Innovations Center Institute of Communication and Computer Systems Sirrix Nomen Nominandum

Forschungsbereiche Zu den Kerngebieten, die innerhalb des FIDIS Netzwerks erforscht wurden, gehörten: Identity of Identity: Definition einer Terminologie zum Thema ID-Management Profiling: Implikationen aus der Sammlung von Daten Interoperability of IDs and ID management systems Forensic Implications: Forensische Implikationen De-Identification: Identitätsdiebstahl und Pseudonymität HighTech ID Mobility and Identity: ID-Management im Bereich Mobilkommunikation

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Kategorie:Forschungsprojekt in FP6 Kategorie:Sicherheitspolitik der Europäischen Union Kategorie:Identifikationstechnik Kategorie:Abkürzung