mini|Kiki Dee (2013) Kiki Dee (* 6. März 1947 in Keighley bei Bradford, Yorkshire; eigentlich Pauline Matthews) ist eine britische Sängerin und Songwriterin.
Leben Die erste Single von Kiki Dee erschien 1963 (Early Night von Mitch Murray). Die zweite Single, Don’t Put Your Heart in His Hands, war eine Komposition von Jackie DeShannon und Sharon Sheeley. Im Februar 1964 trat sie erstmals in der britischen Musikshow Ready Steady Go auf. In der Folgezeit coverte sie vor allem aktuelle amerikanische Soul-Hits. Sie unterstützte zusammen mit Madeline Bell und Lesley Duncan Dusty Springfield bei Live-Auftritten und Plattenaufnahmen. Springfield, die ein Fan von Dee war, war im Gegenzug auf einigen von Dees Aufnahmen im Background zu hören.
Im Januar 1965 nahm sie mit dem Titel Aspetta domani (Text: Fred Bongusto) am italienischen Sanremo-Festival teil und erreichte das Finale. Diesen Titel nahm sie daraufhin auch auf Deutsch (Warte bis Morgen) und Spanisch (Espera a mañana) auf. Es folgten weitere Aufnahmen auf Italienisch, Deutsch und Französisch. 1966 hatte Dee ihre erste Filmrolle in dem britischen Musikfilm Dateline Diamonds. Im selben Jahr sang sie den gleichnamigen Titelsong zur britischen Komödie Doctor in Clover. Viele von Dees Aufnahmen aus der zweiten Hälfte der 1960er Jahre wurden zu Klassikern des Northern-Soul-Genres, vor allem Excuse Me (1967), On a Magic Carpet Ride (1968) und Why Don’t I Run Away from You (1966), von dem sie ebenfalls eine deutsche Version aufnahm (Nein, ich weiß nicht mehr, was ich tu).
1968 erschien bei Fontana Records ihr Debütalbum I’m Kiki Dee. Sie war 1969 die erste europäische und nach Debbie Dean und Chris Clark erst die dritte weiße Künstlerin, die bei Motown Records unter Vertrag genommen wurde. Dort veröffentlichte sie im Mai 1970 ihr zweites Album Great Expectations. mini|hochkant|Dee bei einem Konzert mit Elton John (1975) Kommerzieller Erfolg stellte sich jedoch erst ein, als sie zu Elton Johns Label Rocket Records wechselte. 1973 erreichte sie mit der Ballade Amoureuse Platz 13 in den britischen Charts. Im Folgejahr erreichte sie erneut die Top-20 mit der rhythmischeren Scheibe I’ve Got the Music in Me, die auch in den USA erfolgreich war. Die gleichnamige LP war die einzige von Dee, die unter The Kiki Dee Band erschien.
Ihren größten Erfolg hatte die Sängerin schließlich 1976 mit dem Lied Don’t Go Breaking My Heart, das sie mit Elton John im Duett sang und das auf beiden Seiten des Atlantiks zum Nummer-eins-Hit wurde. Im selben Jahr konnte sie einen weiteren Solohit mit der von ihr selbst geschriebenen Ballade Loving and Free erzielen, die bereits drei Jahre zuvor auf ihrem ersten Album für Rocket erschienen war.
Ein weiteres Duett mit Elton John entstand 1981 für Dees Album Perfect Timing. Dabei handelt es sich um ein Cover des Motown-Klassikers Loving You Is Sweeter Than Ever von den Four Tops. Der Titel wurde in Großbritannien auch als Single veröffentlicht, floppte jedoch. Das Album Perfect Timing war neben der 1977 veröffentlichten LP Kiki Dee das einzige in Dees Karriere, das die britischen Album-Charts erreichte.
Ab 1984 versuchte Dee auch als Schauspielerin Fuß zu fassen und war in mehreren Musicals zu sehen.
Im Jahre 1993 sang sie erneut im Duett mit Elton John. Ihre Version von True Love, dem Titel, den einst Bing Crosby und Grace Kelly zum Evergreen machten, wurde in Großbritannien nochmals zum Hit (Platz 2).
Seit 1995 arbeitet sie musikalisch mit dem Gitarristen, Komponisten und Produzenten Carmelo Luggeri zusammen; die beiden haben inzwischen drei CDs veröffentlicht.
Diskografie
Alben
Weitere Alben 1968: I’m Kiki Dee (UK) / Patterns (US) 1970: Great Expectations 1973: Loving & Free 1979: Stay with Me 1987: Angel Eyes 1993: Blood Brothers 1995: Almost Naked 1998: Where Rivers Meet (mit Carmelo Luggeri) 2005: The Walk of Faith (mit Carmelo Luggeri) 2008: Almost Naked: Kiki Dee Live 2008: Cage the Songbird
Kompilationen
Weitere Kompilationen 1974: Patterns 1980: Kiki Dee’s Greatest Hits 1980: The Very Best of Kiki Dee 1991: Spotlight on Kiki Dee – Greatest Hits 1996: Amoureuse 2005: Love Makes the World Go Round: The Motown Years 2009: The Best of Kiki Dee 2011: I’m Kiki Dee – The Fontana Years 1963–1968 2015: Loving & Free + I’ve Got the Music in Me (2 CDs)
Singles Solo
Weitere Singles 1963: Early Night 1963: Don’t Put Your Heart in His Hand 1964: Miracles 1964: (You Don’t Know) How Glad I Am 1965: Runnin’ Out of Fools 1966: I Dig You Baby 1966: Why Don’t I Run Away from You? 1966: Johnny’s Kuss (With a Kiss) 1967: I’m Going Out (The Same Way I Came In) 1967: ’I’ 1967: Excuse Me 1968: Can’t Take My Eyes off You 1968: Patterns 1968: Now the Flowers Cry 1970: The Day Will Come Between Sunday and Monday 1973: Lonnie and Josie 1974: Excuse Me 1974: Super Cool 1974: Hard Luck Story (The Kiki Dee Band) 1975: Step by Step 1977: Night Hours 1977: Bite Your Lip (Get Up and Dance) 1978: Stay with Me Baby 1978: One Step 1979: One Jump Ahead of the Storm 1981: Midnight Flyer (The Kiki Dee Band) 1983: The Loser Gets to Win 1983: Cold as Christmas 1986: Another Day Comes (Another Day Goes) 1987: Stay Close to You 1987: I Fall in Love Too Easily 1987: Angel Eyes 2014: On a Magic Carpet Ride
Duette
Weitere Duette 1981: Loving You Is Sweeter Than Ever (mit Elton John) 1987: Feel so Good (Tom Robinson mit Kiki Dee)
Einzelnachweise
Weblinks
Kiki & Carmelo, offizielle Site Fansite Kiki Dee auf Ready Steady Girls!
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