Das Bezirksamt Kandern (offiziell Bezirksamt Candern) war ein kurzlebiger staatlicher Verwaltungsbezirk im Land Baden, der vom 23. April 1810Beilage Lit. A: zum Organisations-Rescript vom 26. November 1809. In: Großherzoglich Regierungsblatt Nr. L vom 9. Dezember 1809, S. 403–414; hier S. 406–407; die neue Organisation sollte gemäß Organisations-Rescript spätestens per 23. April 1810 umgesetzt sein bis 11. Dezember 1819 existierte.

Geschichte Kandern war bereits zu Zeiten der Markgrafschaft Hachberg-Sausenberg Zentralort einer Verwaltungseinheit, Sausenharder Viertel der Landgrafschaft Sausenberg.

Als 1809 beschlossen wurde das Oberamt Rötteln aufzulösen, wurden dessen Gemeinden den neu gebildeten Bezirksämtern Lörrach, Kandern und Schopfheim zugeteilt.siehe , S. 80 Das neue Bezirksamt wurde dem Wiesenkreis zugeordnet und kam nach dessen Auflösung 1815 zum Dreisamkreis.

Erster und einziger Bezirksamtmann war Wilhelm Deurer, der nach Auflösung des Kanderner Bezirksamtes zunächst als Amtmann im Bezirk Neckarbischofsheim eingesetzt wurde und 1822 bis 1831 als Oberamtmann im Bezirksamt Lörrach wirkte.siehe S. 215

Das Bezirksamt Kandern wurde 1819 aufgelöst und die Gemeinden Endenburg, KirchhausenEintrag Kirchhausen auf Landeskunde entdecken online - leobw und SchlächtenhausEintrag Schlächtenhaus auf Landeskunde entdecken online - leobw dem Bezirksamt Schopfheim zugeordnet.Entschließung vom 11. November 1819. In: Großherzoglich Badischen Staats- und Regierungsblatt Nr. XXX. vom 1. Dezember 1819, S. 196–198; hier insbesondere S. 196 Die Mehrzahl der Gemeinden wurde auf die Amtsbezirke Müllheim und Lörrach aufgeteilt.

Gemeinden des Bezirksamtes Gemeinde 1819 zum Bezirksamt Anmerkungen Wappen KandernLörrach1810 Stadt und Sitz des Bezirksamtes45pxWollbachLörrach mit Egerten, Egisholz, Hammerstein und Nebenau.45pxMalsburg-MarzellMüllheim VogelbachEintrag Vogelbach (Wohnplatz) bei Landeskunde entdecken online - leobw mit KäsackerEintrag Käsacker (Wohnplatz) bei Landeskunde entdecken online - leobw, HöfeEintrag Höfe (Wohnplatz) bei Landeskunde entdecken online - leobw mit TantenmühleEintrag Tantenmühle (Aufgegangen) bei Landeskunde entdecken online - leobw, LausbühlEintrag Lausbühl (Aufgegangen) bei Landeskunde entdecken online - leobw und Edenbach (Oedenbach); LütschenbachEintrag Lütschenbach (Wohnplatz) bei Landeskunde entdecken online - leobw, WambachEintrag Wambach (Wohnplatz) bei Landeskunde entdecken online - leobw, KaltenbachEintrag Kaltenbach (Wohnplatz) bei Landeskunde entdecken online - leobw45pxSitzenkirchMüllheim 45pxObereggenenMüllheim mit SchallsingenEintrag Schallsingen (Wohnplatz) bei Landeskunde entdecken online - leobw und Schloss Bürgeln45pxNiedereggenenMüllheim mit GennenbachEintrag Gennenbach (Wohnplatz) bei Landeskunde entdecken online - leobw und Kutzmühlesiehe Eintrag Kutzmühle (Wüstung) auf Landeskunde entdecken online - leobw45pxWintersweilerLörrachNachtrag In: Großherzoglich Badisches Regierungsblatt Nr. XXXI. vom 9. Dezember 1813, S. 20645pxWelmlingenLörrach 45pxBlansingenLörrach 45pxKleinkemsLörrach 45pxHolzenLörrach 45pxTannenkirchLörrach mit EttingenEintrag Ettingen (Wohnplatz) bei Landeskunde entdecken online - leobw, GupfEintrag Gupf (Wohnplatz) bei Landeskunde entdecken online - leobw, UttnachEintrag Uttnach (Wohnplatz) bei Landeskunde entdecken online - leobw, KaltenherbergeEintrag Kaltenherberg (Wohnplatz) bei Landeskunde entdecken online - leobw45pxRiedlingenLörrach 45pxFeuerbachMüllheim 45pxHertingenLörrach45pxSchlächtenhausSchopfheimmit HofenEintrag Hofen (Wohnplatz) auf Landeskunde entdecken online - leobw 45pxEndenburgSchopfheim mit KirchhausenEintrag Kirchhausen auf Landeskunde entdecken online - leobw und LehnackerEintrag Lehnacker auf Landeskunde entdecken online - leobw 45pxSchliengenEintrag Schliengen auf Landeskunde entdecken online - leobwMüllheimbereits per 1. Oktober 1813; siehe Verordnung vom 24. Juli 1813. Beylage A. Aemter-Eintheilung. In: Großherzoglich Badisches Regierungsblatt Nr. XXII. vom 30. Juli 1813, S. 134Amt Schliengen (früher fürstbischöflich baselische Landvogtei Schliengen 1809 aufgelöst)45pxMauchenEintrag Mauchen auf Landeskunde entdecken online - leobwMüllheimbereits per 1. Oktober 1813; siehe Verordnung vom 24. Juli 1813. Beylage A. Aemter-Eintheilung. In: Großherzoglich Badisches Regierungsblatt Nr. XXII. vom 30. Juli 1813, S. 134Amt Schliengen (früher fürstbischöflich baselische Landvogtei Schliengen 1809 aufgelöst)45pxSteinenstadtEintrag Steinenstadt auf Landeskunde entdecken online - leobwMüllheimbereits per 1. Oktober 1813; siehe Verordnung vom 24. Juli 1813. Beylage A. Aemter-Eintheilung. In: Großherzoglich Badisches Regierungsblatt Nr. XXII. vom 30. Juli 1813, S. 134Amt Schliengen (früher fürstbischöflich baselische Landvogtei Schliengen 1809 aufgelöst)45pxBad BellingenMüllheim grundherrliche Orte zugeordnet per sofort, spätestens per 23. April 1811 wirksamVerordnung vom 15. November 1810. In: Großherzoglich Badisches Regierungsblatt Nr. XLIX. vom 4. Dezember 1810, S. 357;früher Grundherrschaft der Freiherren von Andlau45pxRheinweilerMüllheim grundherrliche Orte zugeordnet per Ende 1810, spätestens per 23. April 1811 wirksamVerordnung vom 15. November 1810. In: Großherzoglich Badisches Regierungsblatt Nr. XLIX. vom 4. Dezember 1810, S. 357; früher Herrschaft Bamlach und Rheinweiler45pxBamlachMüllheim grundherrliche Orte zugeordnet per Ende 1810, spätestens per 23. April 1811 wirksamVerordnung vom 15. November 1810. In: Großherzoglich Badisches Regierungsblatt Nr. XLIX. vom 4. Dezember 1810, S. 357; früher Herrschaft Bamlach und Rheinweiler45pxLielMüllheim grundherrliche Orte zugeordnet per Ende 1810, spätestens per 23. April 1811 wirksamVerordnung vom 15. November 1810. In: Großherzoglich Badisches Regierungsblatt Nr. XLIX. vom 4. Dezember 1810, S. 357; früher Grundherrschaft der Freiherren von Baden45px

Die Gemeinde Feldberg war 1809 ursprünglich dem Amt Kandern zugeteilt. Diese Zuordnung wurde jedoch schon am 29. Januar 1810 wieder geändert; Feldberg kam zum Amt Müllheim.Nachtrag zur neusten Organisation. Verordnungen vom 29. Januar 1810. In: Großherzoglich Badisches Regierungsblatt Nr. V. vom 3. Februar 1810, S. 39 Von 1813 bis 1819 gehörten auch die Gemeinden Egringen, Huttingen, Istein und Wittlingen zum Bezirksamt Kandern.

Siehe auch Verwaltungsgliederung Badens

Literatur , S. 81 Johann Baptist Kolb: Historisch-statistisch-topographisches Lexicon von dem Großherzogthum Baden. 1. Band (A–G), Karlsruhe 1813, S. 185–186 Digitalisat

Einzelnachweise

Kandern Kategorie:Kandern Kandern Bezirksamt Kandern