Beim Mordfall Keira G. handelt es sich um die Tötung einer 14-Jährigen mit 23 Messerstichen am 7. März 2018 im Berliner Stadtteil Alt-Hohenschönhausen.

Die Tat Am 7. März 2018 wurde das 14-jährige Mädchen Keira G. in ihrem Kinderzimmer mit 23 Messerstichen getötet. Die Polizei ermittelte drei Tage später einen Tatverdächtigen, welcher sich mit seinem Opfer verabredet hatte.Haftbefehl wegen Totschlags im Fall Keira G. erlassen, tagesspiegel.de, 12. März 2018, abgerufen am 12. März 2018. Der Verdächtige, ein 15-jähriger Deutscher, gestand die Tat und wurde in Untersuchungshaft genommen.

Reaktionen Im Umfeld Bekannte und Freunde der Getöteten trafen sich einige Tage nach dem Verbrechen vor der Eislaufhalle im Sportforum Hohenschönhausen, in der die Getötete ihre Freizeit verbrachte.Nach Tod von Keira: Eine Schule steht unter Schock, morgenpost.de, 13. März 2018, abgerufen am 13. März 2018. Am 7. April 2018 fand auf dem Friedhof der St.-Andreas- und St.-Markus-Gemeinde in Alt-Hohenschönhausen eine Trauerfeier für Keira G. statt., t-online.de, 7. April 2018, abgerufen am 21. Juli 2020.

Von Rechtsextremen Vor und nach Bekanntwerden eines Tatverdächtigen wurden auf rechtspopulistischen und rechtsextremen Internetseiten wie Halle Leaks und PI-News und der Internetseite des rechtsextremen Magazins Compact falsche Informationen über das Verbrechen verbreitet.Wie der Tod einer 14-Jährigen - mal wieder - für rechte Hetze missbraucht wird, stern.de, 12. März 2018, abgerufen am 13. März 2018. Das Landeskriminalamt Berlin wurde auf einen Tweet des Pegida-Gründers Lutz Bachmann aufmerksam, in dem ein unbeteiligter Mann mit den Attributen „tschetschenischer Moslem und Ex-Flüchtling“ fälschlich als Täter beschuldigt wurde.LKA übernimmt nach Tweet: Getötete Keira: Bachmann stellt Unschuldigen an den Pranger, t-online.de, 13. März 2018, abgerufen am 13. März 2018. Das LKA ermittelte gegen Bachmann wegen übler Nachrede, falscher Verdächtigung und Volksverhetzung.Polizei ermittelt gegen Lutz Bachmann, tagesspiegel.de, 13. März 2018, abgerufen am 13. März 2018.

Nachdem die Polizei bekannt gegeben hatte, dass es sich bei dem festgenommenen Tatverdächtigen um einen Deutschen handelt, forderte der AfD-Politiker und Mandatsträger im Berliner Abgeordnetenhaus Gunnar Lindemann die Polizei auf, den Namen des Täters zu nennen,Tod von 14-jähriger Keira wühlt Berlin auf, n-tv.de, 12. März 2018, abgerufen am 12. März 2018. was wegen des Pressekodex’ zunächst unterblieb. Später wurde der Name Edgar H. mitgeteilt.Keira G. (14) wurde von Mitschüler (15) erstochen!, berliner-woche.de, 11. März 2018, abgerufen am 12. März 2018.

Das Urteil Im November 2018 wurde der Täter vom Landgericht Berlin zu einer Jugendstrafe von neun Jahren wegen Mordes verurteilt. Er, der dieselbe Schule wie sein Opfer besucht hatte, habe sich unter dem Vorwand, ihr bei den Hausaufgaben helfen zu wollen, Zutritt zur Wohnung verschafft, sie geknebeltMitschülerin erstochen: Jugendstrafe rechtskräftig, t-online.de, 5. September 2019, abgerufen am 21. Juli 2020. und mit einem mitgebrachten Küchenmesser vorsätzlich umgebracht. Für eine geplante Tat sprach außerdem das Mitbringen von Handschuhen und einer Plastik-Kopfhaube, um keine Spuren am Tatort zu hinterlassen.Mordfall Keira: Neun Jahre Haft für Mitschüler, tagesspiegel.de, 22. November 2018, abgerufen am 21. Juli 2020. Er habe „aus reiner Mordlust“ gehandelt. Im September 2019 verwarf der Bundesgerichtshof die Revision des Angeklagten, womit das Urteil Rechtskraft erlangte. Im Februar 2020 wurde eine zur Tatzeit 14-jährige Freundin des Täters wegen Beihilfe zum Totschlag angeklagt, weil sie ihm bewusst ein falsches Alibi verschafft haben soll.Nach Mord an Schülerin Keira - Freundin des Täters angeklagt, wz.de, 18. Februar 2020, abgerufen am 21. Juli 2020.

Einzelnachweise

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