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Dieser Artikel gibt die Einwohnerentwicklung von Meiningen wieder. Die Bevölkerungszahl betrug am mit Hauptwohnsitz laut Thüringer Landesamt für Statistik (TLS) EinwohnerThüringer Landesamt für Statistik Gebietsstand 1. Januar 2024. und laut Einwohnermeldeamt Meiningen 26.115 Einwohner (Gebietsstand 1. Januar 2024).Meininger Tageblatt/InSüdthüringen.de Einwohnermeldeamt Meiningen, Gebietsstand 1. Januar 2024, erschienen am 31. Januar 2024. 2022 lebten mit Nebenwohnsitz 27.324 Bürger in der Stadt.Stadt Meiningen, Bürgerservice Jahresrückblick 2022, erschienen am 31. Mai 2023 (PDF 12 MB).
Historische Entwicklung
Meiningen hatte im Mittelalter durchschnittlich 2.000 Einwohner und zählte mit der aus heutiger Sicht geringen Einwohnerzahl zu den größeren Städten im Hochstift Würzburg. 1153 bekam Meiningen die Gerichtsbarkeit verliehen, wurde 1230 erstmals urkundlich als Stadt genannt und erhielt 1344 erweiterte Stadtrechte wie die Freie Reichsstadt Schweinfurt. 1545 lebten 2.200 Menschen in der Stadt. Die Zahl stieg bis 1634 durch eine wirtschaftliche Blüte auf 4.800 an. Im Dreißigjährigen Krieg dezimierten sich die Einwohner innerhalb weniger Jahre durch Tod und Vertreibung auf 1.300. Von diesen Auswirkungen konnte sich die Stadt bis in das 19. Jahrhundert nicht mehr erholen. 1680 lebten bei der Erhebung Meiningens zur Haupt- und Residenzstadt nur rund 2.000 Menschen in der Stadt. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts überstieg die Einwohnerzahl die Zahl 5.000 und wuchs durch die Entwicklung einer bescheidenen Wirtschaft und die Funktion als Hauptstadt stetig weiter bis auf 22.305 im Jahr 1939 an. Im Zweiten Weltkrieg stieg bis 1945 die Einwohnerzahl dann durch Bürger aus Großstädten, die in Meiningen Schutz vor Bombardements suchten, auf geschätzte 30.000 an.
1947 lebten in Meiningen 25.345 Menschen, darunter viele Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten. Die Einwohnerzahl fiel wieder rapide ab, als nach der Etablierung der Sowjetarmee und der Machtergreifung durch die SED viele Geschäftsleute und alteingesessene Meininger Familien die Stadt Richtung Westdeutschland verließen. Nach der Gründung der DDR stieg die Zahl der Einwohner durch erhöhte Geburtenraten und Industrieansiedlungen wieder leicht an. Ihren Höchststand erreichte die Einwohnerzahl 1983 mit 25.905 (Hauptwohnsitz).
Nach der Deutschen Wiedervereinigung verlor Meiningen in den 1990er Jahren mit dem plötzlichen Wegfall tausender Arbeitsplätze und der daraus resultierenden Abwanderung, durch Geburtenrückgang und Suburbanisierung rund 4.000 Einwohner.
Ab 2000 Um das Jahr 2000 stabilisierte sich die Einwohnerzahl etwas, um ab Anfang der 2000er Jahre erneut um rund 1.700 zu sinken. Gründe waren Wegzüge wegen nach wie vor fehlender Arbeitsplätze und ein hoher Überschuss der Sterbefälle gegenüber von Geburten. Durch die in jüngster Zeit steigende Zahl von Arbeitsplätzen und den damit verbundenen stärkeren Zuzug, leicht steigenden Geburtenzahlen sowie den Zuzug von Ruheständlern, die die ehemalige Residenz zu ihrem Altersruhesitz wählen, konnte ab 2009 eine Stabilisierung und ab 2011 wieder ein Wachstum der Einwohnerzahl erreicht werden (ohne Eingemeindungen). Da es ab 2010 weitaus mehr Zuzüge als Wegzüge gibt, konnte der Sterbeüberschuss gegenüber Geburten mehr als ausgeglichen werden. Seit 2016 bleibt die Einwohnerzahl bei leichten Schwankungen stabil. Mit Hauptwohnsitz lebten am 31. Dezember 2011 in Meiningen 21.131 Bürger, am 31. Dezember 2018 waren es 21.575 Bürger.Einwohnermeldeamt der Stadt Meiningen. Mit Nebenwohnsitz hatte die Stadt 2011 22.395 und 2017 22.404 Einwohner.
Ab 2020 Am 31. Dezember 2020 betrug die Einwohnerzahl 25.097. Davon lebten 76,5 % in der Kernstadt und 23,5 % in den Ortsteilen. Mit einem Anteil von 7,6 % an der Gesamtbevölkerung waren 1.997 Ausländer, darunter 617 EU-Bürger, aus 83 Nationen in der Stadt ansässig. Mit Nebenwohnsitz hatte Meiningen insgesamt 26.372 Einwohner. Die Einwohnerzahl hatte sich nach einem Absacker im Jahr 2021 bis zum 31. Dezember 2022 auf 25.177 und zum 1. Januar 2024 auf 26.115 durch vermehrte Zuwanderung leicht erhöht. Die Anzahl von Ausländern stieg 2022 auf 2581 und 10,2 %.
Einwohnerentwicklung Von 1545 bis 1998 (jeweiliger Gebietsstand) Jahr Einwohner 1545 2200 1600 4780 1634 4800 1648 1300 1680 2000 1700 2500 1771 3531 1803 4125 1828 5426 1833 5659 1840 6205 Jahr/Datum Einwohner 1849 6451 1861 6921 1871 8870 1875 9521 1880 11.227 1890 12.029 1900 14.518 1905 15.945 1910 17.183 1920 17.871 1925 18.221 Jahr Einwohner 1930 20.202 1939 22.272 1947 25.345 1950 23.484 1960 23.748 1972 25.795 1983 25.905 1988 25.708 1994 24.001 1996 22.777 1998 22.349 Datenquellen: ab 1545 Stadtarchiv Meiningen / ab 1771 Volkszählergebnisse / 1950: 31. August / ab 1960: 31. Dezember /1994 bis 1998 Thüringer Landesamt für Statistik
Ab 2000 (jeweiliger Gebietsstand)
Amtliche Einwohnerzahlen, veröffentlicht vom Thüringer Landesamt für Statistik (TLS, Fortschreibung)TLS Gemeinde: Meiningen, Stadt. sowie vom Einwohnermeldeamt Meiningen (Melderegister). Datum Fortschreibung Melderegister 31. Dezember 2000 22.240 – 31. Dezember 2002 21.965 21.531 31. Dezember 2004 21.686 21.412 31. Dezember 2006 21.267 21.010 31. Dezember 2008 20.844 20.564 31. Dezember 2010 21.590 21.321 9. Mai 2011 ¹ 20.770 21.147 31. Dezember 2012 20.826 21.210 31. Dezember 2013 20.966 21.346 31. Dezember 2014 21.072 21.429 31. Dezember 2015 21.231 21.621 Datum Fortschreibung Melderegister 31. Dezember 2016 21.223 21.609 31. Dezember 2017 21.126 21.513 31. Dezember 2018 21.180 21.575 31. Dezember 2019 24.796 25.189 31. Dezember 2020 24.722 25.119 31. Dezember 2021 24.538 24.904 15. Mai 2022 ² 24.133 – 31. Dezember 2022 24.337 25.172 31. Dezember 2023 24.446 25.297 31. Dezember 2024 25.002 k. A. ¹ Zensusergebnis vom 9. Mai 2011. ² Zensusergebnis vom 15. Mai 2022.zensus2022.de Zensus 2022 – Bevölkerung. 31. Dezember 2023: Melderegister Einwohnermeldeamt der Stadt MeiningenMeininger Tageblatt/InSüdthüringen.de Meiningen wächst allein durch Zuzug, erschienen am 31. Januar 2024.
Ortsteile Einwohnerzahlen der Kernstadt und Ortsteile mit Haupt- und Nebenwohnsitz am 31. Dezember 2023 (Gebietsstand 1. Januar 2024 inklusive Sülzfeld).
StadtteilHauptwohnsitzNebenwohnsitzEinwohner gesamt Kernstadt Meiningen 19.392 1.072 20.464 Dreißigacker 1.388 75 1.463 Einödhausen 63 0 63 Henneberg 509 25 534 Herpf 858 35 893 Stepfershausen 556 27 583 Sülzfeld 818 0 818 Träbes 50 0 50 Unterharles 22 0 22 Wallbach 343 7 350 Walldorf 2.116 66 2.182 Meiningen (gesamt) 26.115 1.307 27.422 Quelle: Einwohnermeldeamt der Stadt Meiningen, Stand 31. Dezember 2023.Anje Kanzler, Meininger Tageblatt/inSüdthüringen.de Der größte Ortsteil hat sich weiter vergrößert, erschienen am 28. Februar 2024.
Statistische Bezirke Die Stadt Meiningen mit seinen Stadt- und Ortsteilen war bis 2018 in 13 statistische Bezirke unterteilt.
BezirkStadtteil / OrtsteilEinwohner 2012Einwohner 2015Veränderung in % 01 Historische Altstadt 3.120 3.412 + 9,36 02.1 / 02.2 Nordstadt 2.241 2.376 + 6,02 03 Nordost 4.406 4.390 - 0,36 04 Nordwest 1.206 1.271 + 5,39 05 Südost 2.434 2.385 - 2,01 06.1 / 06.2 Südwest 1.955 1.883 - 3,68 08 Jerusalem 3.100 3.239 + 4,48 09 Helba 283 290 + 2,47 10 Welkershausen 205 198 - 3,41 Meiningen (Kernstadt) 18.950 19.444 + 2,61 07 Dreißigacker 1.321 1.337 + 1,21 11 Herpf 913 913 ±0 Ortsteile 2.234 2.250 + 0,72 Meiningen (gesamt) 21.184 21.694 + 2,41 Quelle: Stadtverwaltung Meiningen, Daten von 2012 und 2015 (31. Dezember), Hauptwohnsitze
Bevölkerungsstruktur In der Stadt Meiningen lebten im Jahr 2017 rund 20.000 Deutsche und mehr als 1.600 Ausländer aus 83 Nationen. Am 10. Oktober waren 456 EU-Ausländer und 381 Ausländer aus anderen Staaten gemeldet.Landratsamt Schmalkalden-Meiningen, Ausländer- und Personenstandswesen. Davon stammten unter anderem 210 Menschen aus Rumänien, jeweils 45 aus Vietnam und dem Kosovo, 44 aus Serbien, 42 aus Polen, 34 aus der Türkei, 28 aus Russland, 26 aus Italien, 23 aus Griechenland, 19 aus Bulgarien und 15 aus Albanien.
Des Weiteren waren infolge der Flüchtlingswelle am 10. Oktober 2017 in Meiningen 446 anerkannte Flüchtlinge, 227 im Asylverfahren befindliche Asylbewerber und 99 nachgezogene Familienangehörige ansässig.
Bevölkerung Stand 31. Dezember 2017 Einwohner mit Hauptwohnsitz 21.527 davon männlich 10.559 weiblich 10.968 Deutsche 19.926 Ausländer 1.601 Ausländeranteil in Prozent 7,44 Quelle: Stadtverwaltung Meiningen
Einwohner mit ausländischen Staatsbürgerschaften: Tabelle mit den zehn am meisten vertretenen Nationen.Meiningen Media Jahresrückblick 2020.
Herkunftsland Stand 31. Dezember 2017 Syrien 407 Rumänien 203 Afghanistan 150 Irak 89 Vietnam 49 Serbien 42 Polen 40 Kosovo 37 Indien 33 Slowakei 33
Bevölkerungsprognose Bei einer 2015 vom Thüringer Landesamt für Statistik (TLS) veröffentlichten Prognose für die Bevölkerungsentwicklung von 2015–2035 wird ein Wachstum der Meininger Einwohnerzahl um +1,4 % erwartet.www.statistik.thueringen.de Thüringer Landesamt für Statistik, Bevölkerungsvorausberechnungen 2015–2035. Ausgenommen sind die Eingemeindungen von 2019: Walldorf (Meiningen), Wallbach (Meiningen), Henneberg (Meiningen) und Stepfershausen.
mini|400px|Nebenstehende Prognose im Vergleich zur realen Entwicklung ab 1990 Datum Einwohner Prognose 31. Dezember 2015 21.121 31. Dezember 2020 21.396 31. Dezember 2025 21.486 31. Dezember 2030 21.462 31. Dezember 2035 21.416 Quelle: Thüringer Landesamt für Statistik
Siehe auch Demografie Thüringens
Einzelnachweise
Weblinks Thüringer Landesamt für Statistik Bevölkerungsvorausberechnungen 2014–2035.
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