mini|Derop Benzin Werbeschild Die Deutsche Vertriebsgesellschaft für Russische Oel-Produkte A.-G. (DEROP) war ein deutsches Mineralölunternehmen mit eigener Tankstellenkette in den frühen 1930er-Jahren. Geschichte Das Unternehmen wurde im Dezember 1927Deutsche Allgemeine Zeitung, Ausgabe Groß-Berlin, Donnerstag Morgen 14. Juni 1928, S. 3 von der Deutsch-Russischen Naphtha-GmbH (Derunapht) und der österreichischen „Gallia“ Mineralöl-Produkte-Vertriebs-Gesellschaft AG mit einem Startkapital von sieben Millionen Reichsmark gegründet.Handelsblatt der Kölnischen Zeitung v. 10. Februar 1928, Morgen-Ausgabe, S. 7 Zweck war der Kleinhandelsvertrieb von Mineralölprodukten aus der Sowjetunion, vor allem Benzin, in Deutschland. 1928 erfolgte die Fusion mit der Erdöl-Industrie AG (Eriag) in Berlin, die über das benötigte Zapfstellennetz verfügte.Vorwärts v. 20. März 1928, Morgenausgabe, S. 8 Die Derop verfügte damit Anfang 1928 über 50 Tankstellen. Das Aktienkapital in Höhe von 10 Millionen Reichsmark war vollständig in sowjetischer Hand. Die Unternehmensleitung bestand mehrheitlich aus Bürgern der UdSSR. Bis Ende 1930 wurde das Tankstellen-Netz in einem beachtlichen Tempo ausgebaut. Der Geschäftsbericht von 1930 wies 18 Derop-Zweigstellen in größeren Städten, 108 Lager und 2.250 Tankstellen aus. Damit rangierte die Derop auf Platz 6 oder 7 der großen Anbieter auf dem deutschen Markt. Die Derop genoss gegenüber anderen Anbietern den Vorzug, dass der Handel mit der Sowjetunion auf Kompensationsbasis (Gegenseitigkeitsgeschäfte z. B. durch Kauf von Maschinen), also keine Devisen aufgebracht werden mussten.René Senenko (Hrsg.): Rotsport und Russenbenzin - Hamburg und die letzten Jahre der Weimarer Republik, Kulturverein Olmo e.V., Alsterdruck, Hamburg 2026, S. 193–239 Die Derop verkaufte später an ca. 2.000 Tankstellen in ganz Deutschland Mineralölprodukte aus der Sowjetunion. 1935 übernahm der Benzol-Verband (später „Aral“) die Zapfstellen der Derop AG, die ihn vorher schon mit russischem Benzin beliefert hatte.Straßenkarten von DEROP auf www.petrolmaps.co.uk (englisch)

Von der KPD organisierte Motorradstaffeln bekamen, mit speziellen Ausweisen ausgestattet, bei der Derop Öl und Benzin mit 40 % Rabatt.Dorothee Hochstetter: Motorisierung und „Volksgemeinschaft“. Das Nationalsozialistische Kraftfahrkorps (NSKK) 1931-1945. München 2005, S. 54.

Weblinks Werbeschilder von DEROP auf www.tankstellenmuseum.de

Einzelnachweise

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