Die Aufnahme in die Science Fiction and Fantasy Hall of Fame ist eine Auszeichnung, die an Autoren und Künstler für ihr Lebenswerk im Bereich der Science-Fiction und Fantasy verliehen wird. Seit 2016 werden auch Werke aus diesem Bereich ausgezeichnet.

Geschichte Die Auszeichnung wurde 1996 von der Kansas City SF and Fantasy Society und dem J. Wayne and Elsie M. Gunn Center for the Study of Science Fiction an der University of Kansas ins Leben gerufen, wobei anfangs ausschließlich an Autoren von Science-Fiction-Literatur verliehen wurde. Ursprünglich wurden jährlich zwei lebende Personen ausgezeichnet und an zwei verstorbene wurde postum verliehen.

2004 kam die Hall of Fame an das Experience-Music-Project-Museum in Seattle und der Name wurde in Science Fiction Hall of Fame geändert. Ab 2005 wurden außer Schriftstellern auch Autoren und Künstler aus anderen Medien gewürdigt mit vier Kategorien (Film, Literature, Media und Open). 2013 wurde dann auch die Kategorie Fantasy hinzugenommen und der Name entsprechend wieder auf den ursprünglichen Science Fiction and Fantasy Hall of Fame geändert.

2016 wurde zum 20-jährigen Jubiläum die Struktur erneut geändert, zugleich benannte sich das EMP-Museum in Museum of Pop Culture um. Es werden nun neben Autoren auch Werke in die Hall of Fame aufgenommen. Außerdem wurden außer der Reihe 13 Personen sowie 7 Werke ausgezeichnet. Zu den ausgezeichneten Personen in diesem Jahr zählten nicht nur Science-Fiction-Autoren, sondern auch Schauspieler wie Leonard Nimoy und Keith David, Regisseure wie Guillermo del Toro und Terry Gilliam, der Puppenspiel-Filmer Jim Henson, die Comiczeichner Jack Kirby und Rumiko Takahashi und den Komponisten John Williams. Bei den aufgenommenen Werken war die Fantasy-Literatur nur durch Die Brautprinzessin vertreten, daneben wurden die Filme Stanley Kubricks 2001: Odyssee im Weltraum, Ridley Scotts Blade Runner und Matrix, die Fernsehserien Star Trek und Akte X, die Spiele Dungeons & Dragons und Myst sowie die Superheldin Wonder Woman aufgenommen.

Verleihungen 1996: Jack Williamson, A. E. van Vogt, John W. Campbell, Hugo Gernsback 1997: Andre Norton, Arthur C. Clarke, H. G. Wells, Isaac Asimov 1998: Hal Clement, Frederik Pohl, C. L. Moore, Robert A. Heinlein 1999: Ray Bradbury, Robert Silverberg, Jules Verne, Abraham Merritt 2000: Poul Anderson, Gordon R. Dickson, Theodore Sturgeon, Eric Frank Russell 2001: Jack Vance, Ursula K. Le Guin, Alfred Bester, Fritz Leiber 2002: Samuel R. Delany, Michael Moorcock, James Blish, Donald A. Wollheim 2003: Wilson Tucker, Kate Wilhelm, Damon Knight, Edgar Rice Burroughs 2004: Brian Aldiss, Harry Harrison, Mary Wollstonecraft Shelley, E. E. Smith 2005: Steven Spielberg, Philip K. Dick, Chesley Bonestell, Ray Harryhausen 2006: George Lucas, Frank Herbert, Frank Kelly Freas, Anne McCaffrey 2007: Ed Emshwiller, Gene Roddenberry, Ridley Scott, Gene Wolfe 2008: Ian Ballantine und Betty Ballantine, William Gibson, Richard M. Powers, Rod Serling 2009: Edward L. Ferman, Michael Whelan, Frank R. Paul, Connie Willis 2010: Octavia E. Butler, Richard Matheson, Douglas Trumbull, Roger Zelazny 2011: Vincent Di Fate, Gardner Dozois, Harlan Ellison, Jean Giraud 2012: Joe Haldeman, James Tiptree, Jr., James Cameron, Virgil Finlay 2013: HR Giger, Judith Merril, Joanna Russ, David Bowie, J. R. R. Tolkien 2014: Frank Frazetta, Hayao Miyazaki, Leigh Brackett, Olaf Stapledon, Stanley Kubrick 2015: James Gunn, Georges Méliès, John Schoenherr, Kurt Vonnegut, Jack Gaughan 2016/2017: Personen: Douglas Adams, Terry Pratchett. Außer der Reihe: Margaret Atwood, Keith David, Guillermo del Toro, Terry Gilliam, Jim Henson, Jack Kirby, Madeleine L’Engle, C. S. Lewis, H. P. Lovecraft, Leonard Nimoy, George Orwell, Rumiko Takahashi, John Williams Werke: Blade Runner, Star Trek. Außer der Reihe: 2001: Odyssee im Weltraum, Dungeons & Dragons, Matrix, Myst, Die Brautprinzessin, Wonder Woman, Akte X 2018: Personen: Stan Lee, J. K. Rowling Werke: Buffy – Im Bann der Dämonen, The Legend of Zelda 2019: Personen: Vonda N. McIntyre, Neil Gaiman Werke: Doctor Who, Magic: The Gathering 2020: Personen: D. C. Fontana, Ted Chiang Werke: Star Wars, Watchmen 2021: Personen: Nichelle Nichols, Sigourney Weaver Werke: Godzilla, Die Reise zum Mond 2022: Nicht vergeben.Eintrag in der science fiction awards+ database 2023: Personen: N. K. Jemisin, John Carpenter Werke: Dune, The Rocky Horror Picture Show 2024: Personen: Nicola Griffith, Nnedi Okorafor Werke: Dragon Ball, Black Panther 2025: Personen: Tomi Adeyemi, Kim Mohan Werke: Pokémon, Der Zauberer von Oz 2026: Personen: Tim Burton, Lois McMaster Bujold Werke: Metropolis, X-Men

Einzelnachweise

Literatur David Langford: Science Fiction Hall of Fame. In: John Clute, Peter Nicholls: The Encyclopedia of Science Fiction. 3. Auflage (Online-Ausgabe), Version vom 12. Mai 2017.

Weblinks Science Fiction and Fantasy Hall of Fame (Museum of Pop Culture, englisch) Science Fiction and Fantasy Hall of Fame (University of Kansas, Verleihungen bis 2004 mit Photos, englisch) Science Fiction Hall of Fame, Eintrag in der Science Fiction Awards+ Database (englisch)

Kategorie:Science-Fiction-Literaturpreis Kategorie:Kulturpreis (Vereinigte Staaten) Kategorie:Erstverleihung 1996