mini|hochkant|St. Laurentius mini|Herrengasse 1: Wohnstallhaus mini|Herrengasse 2: Gasthaus zum Hirschen

Mörlbach (fränkisch: MäalbachE. Fuchshuber: Uffenheim, S. 144. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „męɘłbax“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Gallmersgarten, Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Mörlbach hat eine Fläche von 5,461 km². Sie ist in 548 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9966,21 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Habermühle.

Geografie Das Pfarrdorf liegt am Mörlbach, einem linken Zufluss des Erlbachs, der wiederum ein linker Zufluss der Ens ist. 0,5 km südlich erhebt sich der Gänsbuck (), 0,75 km östlich liegt die Gigertsleite. Im Nordosten liegen die Waldgebiete Hölle, Seeholz und Lochholz, 0,5 km im Westen die Kautau.

Die Kreisstraße AN 30/NEA 31 führt an der Seemühle vorbei nach Habelsee (1,9 km südlich) bzw. nach Ermetzhofen (2,4 km nördlich). Die Kreisstraße NEA 43 führt nach Custenlohr (3,7 km nördlich) bzw. am Hilpertshof und der Hagenmühle vorbei die B 470 kreuzend nach Burgbernheim (5,5 km südöstlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Gallmersgarten (2,6 km südöstlich) und nach Bergtshofen (2 km östlich).

Geschichte Der Ort wurde 1160 als „Mürselbach“ erstmals urkundlich erwähnt, 1231 als „Morelbach“. Es gab auch ein gleichnamiges Adelsgeschlecht, das im Ort residierte. Überreste der Wallanlage sind im Garten des Anwesens Nr. 11 (alte Zählung) zu sehen.R. Hoeppner (Hrsg.): Landkreis Uffenheim, S. 80. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist Mōrilo.E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 144 ff. Hiernach Ersterwähnung 1216 als „Mirlbach“.

Das Kloster Heilsbronn erhielt Ende des 13. Jahrhunderts von Ritter und Küchenmeister Hübschmann Güter und Gefälle u. a. Mörlbach.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 381. In der Folgezeit erwarb das Kloster noch weitere Güter und Gefälle.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 384.

Die St.-Laurentius-Kirche wurde als Filiale von St. Maria (Steinach an der Ens) gegründet. 1464/65 wurde sie zur eigenständigen Pfarrei erhoben.H. K. Ramisch: Landkreis Uffenheim, S. 147. Spätestens seit 1621 gab es im Ort eine Schule, die bis in den 1960er Jahren bestanden hat.

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Uffenheim. 1806 kam Mörlbach an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 der Steuerdistrikt Mörlbach gebildet, zu dem Habermühle, Hinterpfeinach und Vorderpfeinach gehörten. 1813 entstand die Ruralgemeinde Mörlbach, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde die Ruralgemeinde aufgelöst in: Ruralgemeinde Mörlbach mit Habermühle; Hinter- und Vorderpfeinach zur neu gebildeten Ruralgemeinde Custenlohr. Die Ruralgemeinde Mörlbach war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Uffenheim zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Uffenheim (1919 in Finanzamt Uffenheim umbenannt). Ab 1862 gehörte Mörlbach zum Bezirksamt Uffenheim (1939 in Landkreis Uffenheim umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Uffenheim (1879 in Amtsgericht Uffenheim umbenannt), seit 1973 ist das Amtsgericht Neustadt an der Aisch zuständig. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 5,460 km².

Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Gallmersgarten eingegliedert.

Baudenkmäler In Mörlbach gibt es drei Baudenkmäler: Herrengasse 1: Fachwerkwohnstallhaus Herrengasse 2: Gasthaus zum Hirschen Kirchplatz 3: St. Laurentius, ev.-luth. Pfarrkirche

Einwohnerentwicklung Gemeinde Mörlbach Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 Einwohner 225 226 240 239 231 230 251 247 251 255 261 258 256 248 251 238 243 214 214 306 340 282 226 187HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 43 42 48 50 53 54 51 51 52 Quelle Für die Gemeinde Mörlbach zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Habermühle (S. 34). Laut Historischem Gemeindeverzeichnis hatte die Gemeinde 225 Einwohner.

Ort Mörlbach Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 219 221 225 244 250 247 239 338 224 186 148Häuser 42 41 49 53 50 50 51 41Quelle

Religion Der Ort ist Sitz der Pfarrei St. Laurentius und ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt. Die Katholiken waren ursprünglich nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt, heute ist die Pfarrei St. Bonifaz (Bad Windsheim) zuständig.

Persönlichkeiten Christel Felizitas Schmid (1892–1970), Gründerin der Communität Casteller Ring, geboren in Mörlbach

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim) Kategorie:Ersterwähnung 1160 Kategorie:Gemeindegründung 1813 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Gallmersgarten Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim