Kefikon 60px|zentriert|Wappen von Kefikon TG60px|zentriert|Wappen von Kefikon ZH Staat: Kantone: (TG) (ZH) Bezirke: TG: Frauenfeld ZH: Winterthur Politische Gemeinden: TG: Gachnang ZH: Wiesendangen Postleitzahlen: TG: 8546 ZH: 8543 frühere BFS-Nr.: TG: 4574 Koordinaten: Höhe: 415 m ü. M. Höhenbereich: 404–435 m ü. M. Fläche: TG: 0,80 km² Einwohner: (31. Dez. 2018, TG und ZH) Einwohnerdichte: TG: Einw. pro km² Website: www.kefikon.ch 280px|zentriert|rahmenlos|Kefikon Kefikon (Thurgauer Teil) Lage der Gemeinde Kefikon ist eine Ortschaft und ein Schloss auf der Grenze zwischen den Kantonen Thurgau und Zürich in der Schweiz.

Kefikon TG gehörte bis Ende 1997 als Ortsgemeinde zur thurgauischen Munizipalgemeinde Gachnang und ist seit 1998 Teil der politischen Gemeinde Gachnang.

Kefikon ZH war bis 1926 eine eigene Zivilgemeinde, gehörte dann bis Ende 2013 zur politischen Gemeinde Bertschikon und seither zu Wiesendangen.

Geschichte mini|Schloss Kefikon auf einer Radierung von 1741 mini|Kefikon im Jahr 1966 mini|Gemeindestand vor der Fusion im Jahr 1998 Kefikon stand im Eigentum des Klosters Reichenau und bildete eine eigene, ab Ende des 15. Jahrhunderts mit Islikon gemeinsame Gerichtsherrschaft, die durch die im Schloss Kefikon residierenden Herren ausgeübt wurde. Inhaber der Herrschaft waren anfänglich die Herren von Kefikon mit dem 1241 erstmals bezeugten Burchardus de Kevincon. Auf sie folgten die ab 1346 bezeugten Herren von Gachnang, 1391 bis 1453 jene von Boswil und von 1453 bis 1529 die auch Welter von Blidegg genannten Ryff. 1529 bis 1566 übten der Junker Hans von Grüt und 1566 bis 1650 die Rüpplin genannte Frauenfelder Familie Joner, 1650 bis 1740 der spätere Zürcher Bürgermeister Hans Caspar Hirzel und seine Nachfahren sowie ab 1740 die Escher vom Glas die Gerichtsherrschaft aus.

Ab 1427 verlief die Grenze zwischen den Grafschaften Kyburg und Thurgau mitten durch die Herrschaft und das Schloss, das seit 1970 thurgauisch ist. Eine erste Offnung datiert von 1493.

Das stets nach Gachnang kirchgenössige Kefikon war bis Ende des 18. Jahrhunderts rein reformiert.

Bernhard Greuter errichtete 1766 eine Textilfärberei in Kefikon, die nach seinem Wegzug nach Islikon ausgebaut wurde und bis Mitte des 19. Jahrhunderts bestand. Einige Häuser im Dorf und der heute als Schwimmbad genutzte Fabrikweiher erinnern daran. Im landwirtschaftlich geprägten Dorf entstanden ab Mitte des 20. Jahrhunderts neue Wohnquartiere.

Bevölkerung +Bevölkerungsentwicklung von Kefikon Jahr 1640 1850 1900 1950 2000 2010 20182023 Ortsgemeinde Kefikon TG 40 164 138 248 449 Ortschaft Kefikon (Thurgauer Teil) 453 471499 Kefikon ZH 19 93 240 Quelle Von den insgesamt 499 Einwohnern des Thurgauer Teils der Ortschaft Kefikon am 31. Dezember 2023 waren 83 bzw. 16,6 % ausländische Staatsbürger. 169 (33,9 %) waren evangelisch-reformiert und 78 (15,6 %) römisch-katholisch.

Sehenswürdigkeiten Zu den markantesten Bauten im Ort zählt das Schloss Kefikon. Von der ursprünglich als Wasserburg konzipierten Anlage ist nur der Wohnturm erhalten, der Wassergraben wurde im 15. Jahrhundert zugeschüttet. 1906 richtete August Bach im Schloss ein Landerziehungsheim ein, das heute als Privatschule weitergeführt wird. Nach dem Brand von 1929 erhielt das Schloss sein heutiges Aussehen.

Die unten abgebildeten Bauten sind in der Liste der Kulturgüter in Gachnang aufgeführt:

Bilder

Weblinks

Dorfverein Kefikon

Einzelnachweise Herausgegeben vom Eidg. Statistischen Bureau. Kefikon - unser Dorf. Auf der Webseite des Dorvvereins Kefikon, abgerufen am 6. Mai 2020

Kategorie:Ort im Kanton Thurgau Kategorie:Ort im Kanton Zürich Kategorie:Gachnang Kategorie:Wiesendangen Kategorie:Wikipedia:Ort in der Schweiz mit Tabelle statt Infobox Kategorie:Ersterwähnung 1241 Kategorie:Gemeindeauflösung 1997