Val-au-Perche ist eine nordfranzösische Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im Département Orne, im äußersten Süden der Region Normandie. Sie entstand mit Wirkung vom 1. Januar 2016 als Commune nouvelle durch die Fusion von sechs ehemals selbstständigen Gemeinden, die seither über den Status einer Commune déléguée verfügen. Das Verwaltungszentrum der Großgemeinde ist der Ort Le TheilErlass der Präfektur NOR: 1303-15-0030 über die Bildung der Commune nouvelle Val-au-Perche vom 25.9.2015. Die Gemeinde besteht überdies aus etlichen Weilern (hameaux) und Einzelgehöften (fermes).

Lage Die meisten der sechs Ortsteile der Gemeinde Val-au-Perche liegen im Einzugsbereich des Flüsschens Huisne und im Regionalen Naturpark Perche ungefähr 35 km (Fahrtstrecke) südlich von Mortagne-au-Perche bzw. ca. 10 bis 20 km südwestlich von Nogent-le-Rotrou in Höhen um die 100 bis .Val-au-Perche – Karte mit Höhenangaben. Das Klima ist in hohem Maße vom Meer beeinflusst und deshalb nahezu frostfrei; Regen (ca. 660 mm/Jahr) fällt verteilt übers ganze Jahr.Val-au-Perche – Klimatabellen

Bevölkerungsverteilung und -fortschreibung Ortsteil ehemaligerINSEE-Code Fläche(km²) Höhenlage (m)(im Durchschnitt) Einwohnerzahlen (Census) 1851 1901 1954 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2016 Gémages 611856,47103–211 (125)484334180182151110899690111119 L’Hermitière 612048,34105–209 (145)588432243241216178209268276274242 Mâle 6124621,9090–206 (115)1285920657553484458611661661762748 La Rouge 6135611,7491–187 (105)650600522510470648759751663640738 Saint-Agnan-sur-Erre 613595,28107–208 (115)526330202204177153156166167167144 Le Theil 614849,5390–190 (100)763101292510661207146515971919191319131725 Val-au-Perche 6148463,2642963628272927562705301234213861377038673716

Der Hauptgrund für die Entstehung von neuen Großgemeinden in den verschiedenen Regionen Frankreichs ist der kontinuierliche und in vielen Fällen immer noch anhaltende Bevölkerungsrückgang in den Landgemeinden seit der Mitte des 19. oder seit Beginn des 20. Jahrhunderts; dieser ist im Wesentlichen auf die Schließung von bäuerlichen Kleinbetrieben sowie auf die Mechanisierung der Landwirtschaft und den damit einhergehenden Verlust von Arbeitsplätzen zurückzuführen.

Wirtschaft Die Dörfer der Gemeinde waren seit jeher landwirtschaftlich orientiert, wobei die Weidewirtschaft eine wichtige Rolle spielte. In früheren Zeiten waren der Viehhandel sowie die Herstellung und der Verkauf von Käse und Holzkohle oft die einzigen Einnahmequellen der Menschen. Seit den 1960er Jahren spielt der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienhäusern (gîtes) eine immer wichtiger werdende Rolle.

Geschichte Das Gebiet lag seit Jahrhunderten weitgehend abseits aller historischen Konflikte und Ereignisse; lediglich aus der Zeit des Hundertjährigen Krieges (1337–1453) sind Übergriffe bekannt.

Sehenswürdigkeiten siehe Ortsartikel

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Gemeindegründung 2016 Kategorie:Commune nouvelle im Département Orne