Die Liste der Straßenbrunnen im Berliner Bezirk Lichtenberg ist eine Übersicht der aktuell (Stand 2018) existierenden Brunnen in den Ortsteilen des Bezirks. Der Bezirk besteht aus den Alt-Bezirken Lichtenberg und Hohenschönhausen, wodurch der Zusatz „H“ und „L“ sowie „N“ (für den Ortsteil Neu-Hohenschönhausen) zu den durchlaufenden Brunnenzahlen nötig wurde.
Zu den Grundsätzen und Bauformen der Berliner Notwasserbrunnen siehe Liste der Straßenbrunnen in Berlin.
Überblick
Im Bezirk gibt es 91 Handschwengelpumpen zur Notwasserversorgung mit oberflächennahem Grundwasser (Stand: 7. Februar 2018). Von diesen stehen 36Die Anzahl könnte sich bei weiteren Neubauvierteln erhöhen. Unter Beachtung, dass H25 im Jahre 2016 aufgestellt wurde, sind die Brunnen-Nummern H26 bis H30 als Reserve zu sehen. auf dem Gebiet des vormaligen Bezirks Hohenschönhausen und 55 auf ursprünglich Lichtenberger Bezirksterritorium. Die Zuordnung zum Zivil- und Katastrophenschutz sowie die finanzielle Verantwortung bei der Instandhaltung und Wartung ergibt die Gliederung in Bundes- und Landesbrunnen. Die 58 Bundesbrunnen sind in der Tabelle direkt benannt. Beim Fehlen einer solchen Anmerkung handelt es sich um die Landesbrunnen, die in der Verantwortung der Senatsverwaltung stehen und jeweils von der Bezirksverwaltung (Straßen- und Grünflächenamt) betreut werden. Brunnenstandorte befinden sich auf bezirkseigenem Gelände vorzugsweise auf Straßenland. Jedoch wurden 24 Quellen auf Privatland erbohrt, weshalb deren offener Zugang teilweise beschränkt wurde, eine entsprechende Anmerkung ist in der Liste enthalten. Die Auswahl der Standorte erfolgte bis 1990 auf allgemein-öffentlichem Grund, nach der Wende entstanden um die Wohnbauten private Grundstücke der weiter bestehenden aber teilweise umfirmierten Wohnbaugesellschaften, die die Gesamtverantwortung haben.
Mit der geografischen Ausdehnung des Bezirks zwischen Wartenberg, Hohenschönhausen Nord und Karlshorst Süd ergibt sich zwangsläufig, dass die Brunnen auf unterschiedlichen Grundwasserbereichen stehen. In der Liste ist deren Bohrtiefe (10–60 Meter) bis zur genutzten Grundwasserschicht und der am Standort vorhandene Flurabstand von oberflächennahem Grundwasser aufgenommen. Anzumerken ist, dass die Großsiedlung Neu-Hohenschönhausen ab 1980 auf früheren Rieselfeldern des Gutes Falkenberg errichtet wurde, eine langfristige Wirkung auf die Grundwasserqualität konnte nicht nachgewiesen werden.
Die Liste ist nach Ortsteilen, Adressen, Baujahr, Bohrtiefe und Pumpenform sortierbar. Ergänzend ist der Flurabstand des Grundwassers vor Ort hinzugefügt.Flurabstand des Grundwassers 2009 (Lichtenberg/Hohenschönhausen im mittleren Bilddrittel) Erzeugt am 1. Dezember 2009, Tiefe des Grundwassers unter der Geländeoberfläche - Flurabstand, (in maßstabsabhängiger Genauigkeit). Dazu auch: Inhaltliche Erklärung, sowie Datenformatbeschreibung Die tatsächliche Brunnentiefe liegt, um geeignetes Wasser zu fördern, meist um 50 Meter. Die Wasserqualität wird regelmäßig vom Gesundheitsamt beprobt. Auf dem Schaft von 72 der 91 einheitlich grün gestrichenen Plumpen wird mit einem farblich umrandeten weißen Schild „Kein Trinkwasser“ auf die eingeschränkte Nutzung verwiesen. Bei der Benutzung für Trinkzwecke sind deshalb entsprechende Maßnahmen erforderlich. In der Spalte Anzahl der Einwohner ist die im Umkreis des Straßenbrunnens im Notfall zu versorgende Anwohnerzahl gemeint. Für Berlin galt vormals ein wünschenswerter Abstand von 300 Metern, die seit Mitte 1960 festgesetzte Planungszahl besagt, dass je Handpumpe (möglichst) 1500–2500 Anwohner zu versorgen sind. Mehrere Brunnen in Neu-Hohenschönhausen und Fennpfuhl, die auf privatem Grundstück der Wohnungsbaugenossenschaften liegen, sind nicht offen zugänglich, da aus Gründen der Ordnung und Sicherheit hüft- bis übermannshohe Zäune die betroffenen Rasenflächen absperren.
Nicht näher erkennbare Grundstücksnummern sind (im Gegensatz zu Hausnummern) in Klammern und teilweise mit „#“ markiert. Die Zahlen an den Pumpensäulen wurden innerhalb der Alt-Bezirke vergeben. Damit sich keine Ziffern wiederholen sind im Bezirk Lichtenberg „L“ und „H“ zur Unterscheidung beider Zählreihen vorgesetzt. Die Beschreibung wird mit Bildern ergänzt, die (teilweise nach Ortsteil) gegliedert auf Wikimedia-Commons zu finden sind.
Nach der Bauart gibt es im Bezirk 9 Krausebrunnen der 1920er Jahre, die restlichen Brunnenständer entsprechen der Säulenform, wovon elf einteilig sind, 34 Ständer sind aus drei Teilen verschraubt, es gibt 36 der aus zwei Teilen zusammengesetzten dicken Säulen.
Eine aktuelle Standortbestimmung ergibt sich aus der Darstellung der Ergebnisse der Straßenbefahrung, die 2014/2015 vom Senat beauftragt wurde. Digital wurden danach die Straßenmöbel und Ausstattungszustücke ausgewertet und auf Kartenmaterial unter Geoportal des Landesvermessungsamtes dargestellt. Erreichbar ist das Kartenmaterial über den Link des Geoportals.Geoportal (FIS-Broker). „Das Online-Angebot der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen ist Teil des Stadtinformationssystems Berlin: www.berlin.de.“ Die für diesen Artikel wichtigen Kartendetails sind mit dem Suchwort „Straßenbefahrung 2014“ erreichbar und mit der entsprechenden Adresse zu suchen. Standorte der Straßenbrunnen sind mit einem blauen Quadrat markiert. Als Untergrund für die Darstellung kann verschiedenes Kartenmaterial ausgewählt werden. Der Überblick über die Standorte von Berliner Straßenbrunnen ist über eine OSM-gestützte Karte im Vergleich der WP-erfassten und der 2014 erfassten Plumpen zu erreichen.Straßenbrunnen: OSM - Straßenbefahrung 2014
Für die OrtsteileIn den wenig städtisch geprägten Ortsteilen Wartenberg, Malchow und Falkenberg stehen keine Notwasserbrunnen. Diese Kieze (LOR) sind Dorf Malchow mit 603, Dorf Wartenberg mit 2560 und Dorf Falkenberg mit 1557 Einwohnern. (Stand 31. Dezember 2017). Dagegen gehören die Kieze Falkenberg Ost (8975) und West (6679), Wartenberg Süd (6064) und Nord (7474) zum Ortsteil Neu-Hohenschönhausen, ebenso Zingster Straße Ost (11789) und West (9740) und Mühlengrund (5338). des Bezirks werden Abkürzungen des Statistik-Amtes nach den LOR-Listen benutzt.Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Regionales Bezugssystem: nach [VZ_AdrVerzeichnisLOR11_2018_BE.pdf Verzeichnis der Lichtenberger LOR als PDF] Falkb = Falkenberg Fenpf = Fennpfuhl Frife = Friedrichsfelde AHohs = Alt-Hohenschönhausen NHohs = Neu-Hohenschönhausen Karlh = Karlshorst Liber = Lichtenberg Malch = Malchow Rumbg = Rummelsburg Wartb = Wartenberg
Die in der Brunnen-Liste notierten Fakten stammen vom Anfang des Jahres 2018. Nach regelmäßigen Beprobungen auf Wasserqualität oder den Komplexkontrollen durch Brunnenfirmen können Änderungen entstehen. Im Bedarfsfall ist individuell der zeitgerechte Zustand am jeweiligen Standort festzustellen.
Notfall-Wasserbrunnen im Bezirk Lichtenberg
Entsprechend der AuskunftDrucksache 18 /21 334/Schriftliche Anfrage 18. Wahlperiode -*- Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Daniel Buchholz (SPD)vom 22. Oktober 2019 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 22. Oktober 2019) zum Thema: Kritische Infrastruktur Trinkwasser (II): Was tun die Verwaltungen gegen zu wenig Straßenbrunnen für den Notfall, nicht funktionsfähige Pumpen und schlechte Wasserqualität? und Antwort vom 7. November 2019 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 13. Nov. 2019) des Bezirksamtes Lichtenberg vom November 2019 stehen im Bezirk insgesamt 91 Brunnen, 2009 waren es 88. Für Trinkwasserzwecke nicht unmittelbar geeignet sind demnach 35 Standorte wegen chemischen und 78 wegen bakteriologischen Verunreinigungen. Für 2016 wurden aus dem Bezirksamt auf eine schriftliche Anfrage von 2017Drucksache 18 / 10 377 18. Wahlperiode, Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Daniel Buchholz (SPD) vom 2. Februar 2017 75 funktionsfähige Brunnen genannt. Die Liste (Stand 11/2019) enthält 91 Einträge (wobei eine als abgebaute oder eingelagerte Straßenbrunnen). Bei einer angestrebten Anzahl von 1500 Einwohnern je Brunnen folgt aus der Einwohnerzahl (280.721) ein Bedarf von 187 Straßenbrunnen.
Ortsteil Brunnen-Nr. Adresse, Standort Baujahr Brunnentiefe (m)Flurabstand Anzahl Einwohner TypDie Förderleistung der Straßenbrunnen ist durchgehend mit 1,5 m³ je Stunde angegeben oder ausgelegt. Foto und Anmerkungen Liber L001 Möllendorffstraße 116 1900 2815–20 mAn der Straßenecke ist eine Grundwasserlinse im gespannten Hauptgrundwasserleiter (20–30 Meter angegeben, 80 Meter in Ost-West- und 10 Meter in Nord-Süd-Richtung) eingezeichnet. Diese Ostwestrichtung ist mit einer Kante im Flurabstand des obersten Grundwasserleiters fixiert, der Abstand zur 150 Meter entfernten Kreuzung Möllendorffstraße/Frankfurter Allee beträgt beispielsweise nur noch 2,5 Meter. 4.000 dicke Säule (zweiteilig) 140x140px|rechts Der Straßenbrunnen steht unmittelbar an der Nordwestecke der einmündenden Deutschmeisterstraße, zur Hausnummer 2, auf dem Gehweg neben dem Radweg an der Straße. Die Säule ist auf einer quadratischen Grundplatte am unteren Zylinderrohr mit vier Schrauben auf dem Standrohr montiert. Der Abfluss erfolgt über einen runden halboffenen Rost in die Straßenentwässerung.Im Eigentum des Bundes Rumbg L002 Sophienstraße (#29)Karte von Berlin 1:5000 (K5 - Farbausgabe): Sophien-/ Eitelstraße 1900 13,61,5–2 m 3.560 Krausebrunnen 140x140px|rechts Der Brunnen im Weitlingkiez steht 15 Meter in der Sophienstraße von deren Nordwestecke mit der Eitelstraße. Der Standort befindet sich auf öffentlichem Straßenland auf dem Randstreifen des Gehwegs vor dem Eckgrundstück mit der Kita der Neuapostolischen Kirche (Eitelstraße 20). Der Wasseraustritt zeigt zur Fahrbahn, im rechten Winkel dazu der Schwengel. Das abfließende Pumpenwasser fällt in einen Tränkstein mit ovaler Mulde und dann über den Bordstein zum Straßeneinlauf. Die Pumpe ist mit zwei Baumschutzbügeln gegen Anfahren geschützt. Rumbg L003 Marie-Curie-Allee 120 2001 401,5–2 m 4.000 dicke Säule (zweiteilig) 140x140px|rechts Der Brunnen steht in der Marie-Curie-Allee am Vorplatz zur Ecke Rummelsburger Straße. Das Straßenland und der Gehweg mit dem Standort des Brunnens gehören zu Rummelsburg, die Wohnhäuser und die weitere Gegend zur Rummelsburger Straße gehören zu Friedrichsfelde. Der Brunnen befindet sich auf der erweiterten Gehwegfläche vor dem Garten eines Restaurants im gefasten Eckhaus Rummelsburger Straße 84. Schwengel und Austrittsjahr liegen sich gegenüber, das überschüssige Wasser fällt in den runden Straßeneinlauf davor.Im Eigentum des Bundes Rumbg L004 Tuchollaplatz (ggü.2) 2010 10,32–2,5 m 3.400 Krausebrunnen 140x140px|rechts Der Brunnen steht an der nördlichen Sackgasse von der Geusenstraße zur Türrschmidtstraße, 15 Meter vor der Ostecke des dreieckigen Platzes. Er trägt auf einer Seite des Pumpenkörpers die weiße Ziffer 4, auf der entgegengesetzten Seite steht in weißer Schrift L 4, das L geringfügig übermalt. Überschüssiges Wasser läuft in einen granitenen Tränkstein und von dort in die Regenwasserkanalisation.