zentriert|350x260pxEmir Kusturica wird für seinen Film Underground mit der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet. Er erhält die Goldene Palme nach 1985 bereits zum zweiten Mal. Dieser Artikel behandelt das Filmjahr 1995.

Ereignisse

25. Februar: In Los Angeles werden erstmals die Screen Actors Guild Awards vergeben. 9. März: Der US-amerikanische Science-Fiction-Film Stargate startet in den deutschen Kinos. 13. März: In Kopenhagen unterzeichnen die dänischen Regisseure Lars von Trier, Thomas Vinterberg, Kristian Levring und Søren Kragh-Jacobsen ein Dogma 95 genanntes Manifest zur Produktion von Filmen. Es richtet sich insbesondere gegen die zunehmende Wirklichkeitsentfremdung des Kinos und verbannt Effekte und technische Raffinessen, Illusion und dramaturgische Vorhersehbarkeit. 20. März: Die dänischen Filmregisseure Lars von Trier, Thomas Vinterberg, Kristian Levring und Søren Kragh-Jacobsen stellen in Paris das Manifest Dogma 95 vor. 27. März: Der US-amerikanische Spielfilm Forrest Gump von Robert Zemeckis mit Tom Hanks in der Titelrolle wird bei der Oscarverleihung in Los Angeles mit insgesamt sechs Academy Awards ausgezeichnet. 5. Mai: Der Londoner Filmproduzent Ray Santilli veröffentlicht den so genannten Santilli-Film, der die angebliche Autopsie eines Außerirdischen des Roswell-Zwischenfalls zeigt, und löst damit eine breite Debatte um Außerirdische aus. Jahre später entpuppt sich der Film als Phantasieprodukt. 20. Oktober: Ein Kino in Mumbai führt zum ersten Mal den Hindi-Film Wer zuerst kommt, kriegt die Braut vor. Er wird dort seither ununterbrochen gezeigt. 15. Dezember: Der US-amerikanische Spielfilm Heat des Regisseurs Michael Mann kommt in den USA in die Kinos. Noch während der Belagerung von Sarajewo wird das Sarajevo Film Festival gegründet. Nach einer 6-jährigen Pause wird die James Bond Serie mit GoldenEye fortgesetzt Mit Toy Story läuft der erste abendfüllende Spielfilm an, der ausschließlich am Computer entstand. Der Film begründet daher das Genre des computeranimierten Trickfilms. Die Sieger der Bravo Otto Leserwahl 1995: Kategorie – männliche Filmstars: Gold Brad Pitt, Silber Tom Hanks, Bronze Johnny Depp Kategorie – weibliche Filmstars: Gold Sandra Bullock, Silber Alicia Silverstone, Bronze Whoopi Goldberg

Top 10 der erfolgreichsten Filme In Deutschland Die zehn erfolgreichsten Filme an den deutschen Kinokassen nach Besucherzahlen (Stand: 25. Mai 2010):Die erfolgreichsten Filme in Deutschland 1995 bei InsideKino, 25. Mai 2010.

Platz Filmtitel Besucher 1. Ein Schweinchen namens Babe 6.050.218 2. James Bond 007 – GoldenEye 5.501.310 3. Während Du schliefst 4.019.577 4. Pocahontas 3.649.368 5. Casper 3.472.362 6. Stirb langsam: Jetzt erst recht 3.202.391 7. Stargate 3.096.306 8. Waterworld 3.017.995 9. Enthüllung 2.902.858 10. Sieben 2.839.426

In den Vereinigten Staaten

Platz Filmtitel Einnahmen 1. Toy Story 191.780.865 $ 2. Batman Forever 184.031.112 $ 3. Apollo 13 172.060.755 $ 4. Pocahontas 141.579.773 $ 5. Ace Ventura – Jetzt wird’s wild 108.360.063 $ 6. GoldenEye 106.429.941 $ 4. Jumanji 100.475.249 $ 4. Casper 100.280.070 $ 9. Sieben 100.125.643 $ 10. Stirb langsam: Jetzt erst recht 100.012.499 $

Filmpreise

Golden Globe Award

Am 21. Januar findet im Beverly Hilton Hotel in Los Angeles die Golden-Globe-Verleihung statt.

Bestes Drama: Forrest Gump von Robert Zemeckis Bestes Musical/Komödie: Der König der Löwen von Roger Allers und Rob Minkoff Bester Schauspieler (Drama): Tom Hanks in Forrest Gump Beste Schauspielerin (Drama): Jessica Lange in Operation Blue Sky Bester Schauspieler (Musical/Komödie): Hugh Grant in Vier Hochzeiten und ein Todesfall Beste Schauspielerin (Musical/Komödie): Jamie Lee Curtis in True Lies – Wahre Lügen Bester Nebendarsteller: Martin Landau in Ed Wood Beste Nebendarstellerin: Dianne Wiest in Bullets Over Broadway Bester Regisseur: Robert Zemeckis für Forrest Gump Cecil B. DeMille Award: Sophia Loren

Oscar

Die Oscarverleihung findet am 27. März im Shrine Auditorium in Los Angeles statt. Moderator ist David Letterman.

Bester Film: Forrest Gump von Wendy Finerman, Steve Starkey und Steve Tisch Bester Hauptdarsteller: Tom Hanks in Forrest Gump Beste Hauptdarstellerin: Jessica Lange in Operation Blue Sky Bester Regisseur: Robert Zemeckis für Forrest Gump Bester Nebendarsteller: Martin Landau in Ed Wood Beste Nebendarstellerin: Dianne Wiest in Bullets Over Broadway Beste Filmmusik: Hans Zimmer für Der König der Löwen Bester fremdsprachiger Film: Die Sonne, die uns täuscht von Nikita Mikhalkov Ehrenoscar: Michelangelo Antonioni

Vollständige Liste der Preisträger

Internationale Filmfestspiele von Cannes 1995

Das Festival beginnt am 17. Mai und endet am 28. Mai. Die Jury unter Präsidentin Jeanne Moreau vergibt folgende Preise:

Goldene Palme: Underground von Emir Kusturica Bester Schauspieler: Jonathan Pryce in Carrington Beste Schauspielerin: Helen Mirren in King George – Ein Königreich für mehr Verstand Beste Regie: Mathieu Kassovitz für Hass Großer Preis der Jury: Der Blick des Odysseus von Theo Angelopoulos

Internationale Filmfestspiele Berlin 1995

Das Festival beginnt am 9. Februar und endet am 20. Februar. Die Jury unter Präsidentin Lia van Leer vergibt folgende Preise:

Goldener Bär: Der Lockvogel von Bertrand Tavernier Bester Schauspieler: Paul Newman in Nobody’s Fool – Auf Dauer unwiderstehlich Beste Schauspielerin: Josephine Siao in Sommerschnee Bester Regisseur: Richard Linklater für Before Sunrise

Filmfestspiele von Venedig

Das Festival beginnt am 30. August und endet am 9. September. Die Jury unter Präsident Jorge Semprún vergibt folgende Preise:

Goldener Löwe: Cyclo von Trần Anh Hùng Bester Schauspieler: Götz George in Der Totmacher Beste Schauspielerin: Sandrine Bonnaire und Isabelle Huppert in Biester

Deutscher Filmpreis

Bester Film: Der bewegte Mann von Sönke Wortmann Beste Regie: Sönke Wortmann für Der bewegte Mann Beste Hauptdarstellerin: Maria Schrader für Burning Life, Einer meiner ältesten Freunde und Keiner liebt mich Bester Hauptdarsteller: Joachim Król für Der bewegte Mann

César

Bester Film: Wilde Herzen von André Téchiné Beste Regie: André Téchiné für Wilde Herzen Bester Hauptdarsteller: Gérard Lanvin für Der Lieblingssohn Beste Hauptdarstellerin: Isabelle Adjani für Die Bartholomäusnacht Bester Nebendarsteller: Jean-Hugues Anglade für Die Bartholomäusnacht Beste Nebendarstellerin: Mathieu Kassovitz für Wenn Männer fallen Bester ausländischer Film: Vier Hochzeiten und ein Todesfall von Mike Newell

British Academy Film Award

Bester Film: Vier Hochzeiten und ein Todesfall von Mike Newell Beste Regie: Mikel Newell für Vier Hochzeiten und ein Todesfall Bester Hauptdarsteller: Hugh Grant für Vier Hochzeiten und ein Todesfall Beste Hauptdarstellerin: Susan Sarandon für Der Klient Bester Nebendarsteller: Samuel L. Jackson für Pulp Fiction Beste Nebendarstellerin: Kristin Scott Thomas für Vier Hochzeiten und ein Todesfall Bester nicht-englischsprachiger Film: Belle Epoque von Fernando Trueba und Leben! von Zhang Yimou

New York Film Critics Circle Award

Bester Film: Leaving Las Vegas von Mike Figgis Beste Regie: Ang Lee für Sinn und Sinnlichkeit Bester Hauptdarsteller: Nicolas Cage in Leaving Las Vegas Beste Hauptdarstellerin: Jennifer Jason Leigh in Georgia Bester Nebendarsteller: Kevin Spacey in Outbreak – Lautlose Killer, Sieben, Unter Haien in Hollywood und Die üblichen Verdächtigen Beste Nebendarstellerin: Mira Sorvino in Geliebte Aphrodite Beste Kamera: Lü Yue für Shanghai Serenade Bester ausländischer Film: Wilde Herzen von André Téchiné

National Board of Review

Bester Film: Sinn und Sinnlichkeit von Ang Lee Beste Regie: Ang Lee für Sinn und Sinnlichkeit Bester Hauptdarsteller: Nicolas Cage in Leaving Las Vegas Beste Hauptdarstellerin: Emma Thompson in Sinn und Sinnlichkeit Bester Nebendarsteller: Kevin Spacey in Die üblichen Verdächtigen Beste Nebendarstellerin: Mira Sorvino in Geliebte Aphrodite Bestes Schauspielensemble: Die üblichen Verdächtigen von Bryan Singer Bester fremdsprachiger Film: Shanghai Serenade von Zhang Yimou

Los Angeles Film Critics Association Awards

Bester Film: Leaving Las Vegas von Mike Figgis Beste Regie: Mike Figgis für Leaving Las Vegas Bester Hauptdarsteller: Nicolas Cage in Leaving Las Vegas Beste Hauptdarstellerin: Elisabeth Shue in Leaving Las Vegas Bester Nebendarsteller: Don Cheadle in Teufel in Blau Beste Nebendarstellerin: Joan Allen in Nixon Bester fremdsprachiger Film: Wilde Herzen von André Téchiné

Jupiter

Bester Film international: Schindlers Liste von Steven Spielberg Bester deutscher Film: Der bewegte Mann von Sönke Wortmann Bester Regisseur: Steven Spielberg für Schindlers Liste Bester Darsteller: Tom Hanks in Forrest Gump Beste Darstellerin: Sandra Bullock in Speed

Weitere Filmpreise und Auszeichnungen AFI Life Achievement Award: Steven Spielberg Amanda: Eierkopf von Bent Hamer (Bester norwegischer Film), Forrest Gump von Robert Zemeckis (Bester ausländischer Film) American Comedy Awards: Tom Hanks in Forrest Gump (Lustigster Hauptdarsteller), Jamie Lee Curtis in True Lies – Wahre Lügen (Lustigste Hauptdarstellerin), Martin Landau in Ed Wood (Lustigster Nebendarsteller), Dianne Wiest in Bullets Over Broadway (Lustigste Nebendarstellerin) American Society of Cinematographers Award: John Toll für Braveheart Australian Film Institute Award: Angel Baby von Michael Rymer (Bester australischer Film), Die letzte Kriegerin von Lee Tamahori (Bester ausländischer Film) Brussels International Fantastic Film Festival: Akkumulator 1 von Jan Svěrák Chlotrudis Awards: Priscilla – Königin der Wüste von Stephan Elliott David di Donatello: La scuola (Bester italienischer Film) und Pulp Fiction (Bester ausländischer Film) Deutscher Kritikerpreis: Andreas Gruber Directors Guild of America Award: Robert Zemeckis für Forrest Gump, James Ivory (Lebenswerk) Ernst-Lubitsch-Preis: Sönke Wortmann für Der bewegte Mann Europäischer Filmpreis: Land and Freedom von Ken Loach Evening Standard British Film Award: Im Namen des Vaters von Jim Sheridan Genie Award: Confessionnal von Robert Lepage Gilde-Filmpreis: Vier Hochzeiten und ein Todesfall von Mike Newell (Gold ausländischer Film), Das Versprechen von Margarethe von Trotta (Gold deutscher Film), Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa von Lasse Hallström (Silber ausländischer Film), Mario und der Zauberer von Klaus Maria Brandauer und Der bewegte Mann von Sönke Wortmann (jeweils Silber deutscher Film) Goya 1995: Deine Zeit läuft ab, Killer von Imanol Uribe Helmut-Käutner-Preis: Hanns Eckelkamp, Enno Patalas und Wolf Donner Hong Kong Film Awards: Chungking Express von Wong Kar-Wai Independent Spirit Awards 1995: Pulp Fiction von Quentin Tarantino (Bester Film) und Drei Farben: Rot von Krzysztof Kieślowski (Bester ausländischer Film) Konrad-Wolf-Preis: Ken Loach Louis-Delluc-Preis: Nelly & Monsieur Arnaud von Claude Sautet Max-Ophüls-Preis: Einer meiner ältesten Freunde von Rainer Kaufmann MTV Movie Awards: Pulp Fiction von Quentin Tarantino National Society of Film Critics Award: Pulp Fiction von Quentin Tarantino People’s Choice Award: Forrest Gump von Robert Zemeckis (Bester Film und Bestes Filmdrama), The Santa Clause – Eine schöne Bescherung von John Pasquin (Beste Filmkomödie), Tom Hanks (Populärster dramatischer Schauspieler), Tim Allen (Populärster komödiantischer Schauspieler), Jodie Foster (Populärste dramatische Schauspielerin), Whoopi Goldberg (Populärste komödiantische Schauspielerin) Political Film Society Award für Demokratie: Rangoon von John Boorman Political Film Society Award für Frieden: Rangoon von John Boorman Political Film Society Award für Menschenrechte: Murder in the First von Marc Rocco Preis der deutschen Filmkritik: Das Glück meiner Schwester von Angela Schanelec