Henriette Mendelsohn, auch Henri Mendelsohn (* 31. März 1853 in Berlin; † 1. August 1928), war eine deutsche Malerin und Kunsthistorikerin.
Leben Henriette Mendelsohn war seit 1881 mit dem Arzt Moritz Jastrowitz verheiratet, heiratete nach der Scheidung 1887 im gleichen Jahr den Kaufmann Adolf (Abraham) Ludwig, der jedoch bereits 1890 starb.Landesarchiv Berlin, Standesamt Berlin III, Heiratsregister, Nr. 387/1881 und Standesamt Berlin VIII, Heiratsregister, Nr. 539/1887 Ihr Sohn aus erster Ehe Hermann Jastrowitz war auch Arzt.
1898 wohnte sie in der Victoriastraße 28 in Berlin und hatte ihr Atelier in der Kurfürstenstraße 118.Adressbuch von bildenden Künstlern der Gegenwart. München 1898, S. 167. Sie studierte Malerei bei Franz Skarbina.
Vielfältig trat sie als Autorin auf dem Gebiet der Kunstgeschichte hervor. So schrieb sie etwa zahlreiche Artikel für die Zeitschrift Die Kunst für Alle, teilweise unter der Abkürzung H. M. Sie verfasste die erste heutigen kunstwissenschaftlichen Ansprüchen genügende Monographie über die Brüder Dosso Dossi und Battista Dossi, in der sie alle Zuschreibungen überprüfte und die Werke in ikonographische Gruppen schied.Christoph Schmitt: Über das Erinnern in der Hofkunst Alfonso d’Estes. Ein kunsthistorischer Versuch zur Theorie des kulturellen Gedächtnisses. Dissertation Hamburg 2005, S. 31 (Digitalisat).
Veröffentlichungen (Auswahl) Über Berliner Damenmalerei. In: Die Kunst für Alle 6, 1890, S. 49–52. Der junge Künstler von ehedem und heut. In: Die Kunst für Alle 6, 1891, S. 265–267. Pariser Studientage. Kollegialischer Ratgeber für Malerinnen und solche, die es werden wollen. In: Die Kunst für Alle 12, 1897, S. 150–153. Das Kunstjahr 1897. In: Die Kunst für Alle 13, 1898, S. 103–105. Berliner Atelierskizzen. In: Die Kunst für Alle 13, 1898, S. 49–55. Der Heiligenschein in der italienischen Malerei seit Giotto. Bruno Cassirer, Berlin 1903 (). Die skandinavische Ausstellung in Stockholm, ein Rückblick. In: Die Kunst für Alle 13, 1897, S. 33–37. Böcklin. Ernst Hofmann und Co., Berlin 1901. Unerkannte Darstellungen der Immaculata in deutschen Galerien. In: Repertorium für Kunstwissenschaft 1905. Die Engel in der bildenden Kunst. Ein Beitrag zur Kunstgeschichte der Gotik und der Renaissance. B. Behrs, Berlin 1907. Zum Predellenbild des Fra Filippo Lippi im Kaiser-Friedrich-Museum. In: Repertorium für Kunstwissenschaft 30, 1907, S. 485–489. Fra Filippo Lippi. Julius Bard, Berlin 1909. Zur Chronologie der Werke Dossos. In: Jahrbuch der Königlich Preussischen Kunstsammlungen 33. 1912, S. 229–251.
Das Werk der Dossi. Georg Müller & Eugen Rentsch, München 1914.
Literatur
Weblinks
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Anmerkungen
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