Der Irino-Preis () ist ein japanischer Musikpreis, der im Rahmen eines internationalen Kompositionswettbewerbs für junge Komponisten vergeben wird. Er wurde zu Ehren des japanischen Komponisten Irino Yoshirō (1921–1980) gestiftet. Die Irino Prize Foundation, welche nach dem Tod Yoshirōs 1980 von seiner Witwe Reiko Takahashi Irino in Zusammenarbeit mit den Komponisten Maki Ishii, Jōji Yuasa und Yoriaki Matsudaira gegründet wurde, administriert den Wettbewerb. Für 2018 wurde der Preis zum 38. Mal ausgeschrieben.

Der Preis wird seit 1981 vergeben; mit dem Jahre 1982 erfolgte die jährlich alternierende Vergabe in den Kategorien Orchestermusik und Kammermusik. Im Zeitraum von 1982 bis 1988 wurden die Tonschöpfer nur für neue Auftragskompositionen ausgezeichnet. Seitdem werden bereits fertiggestellte Werke bedacht.Bonnie C. Wade: Composing Japanese Musical Modernity. University of Chicago Press, Chicago 2014, ISBN 978-0-226-08521-0, S. 166. Seit der Vergabe 2010 werden anstelle von Orchestermusiken Werke in der Kategorie Kammerorchester ausgezeichnet. Der Preis kann den derzeitigen Regularien entsprechend unabhängig von der Nationalität an unter Vierzigjährige vergeben werden. Die Preisgelder belaufen sich derzeit auf 500.000 Yen (ca. 3.500 Euro) und 200.000 Yen (ca. 1.500 Euro). Reiko Irino zufolge führen Irino-Preisvergaben in der Regel zu einer erhöhten internationalen Aufmerksamkeit für den jeweiligen Komponisten, z. B. in Form von Einladungen zu Musikfestivals.Bonnie C. Wade: Composing Japanese Musical Modernity. University of Chicago Press, Chicago 2014, ISBN 978-0-226-08521-0, S. 173f.

Der ständigen Jury gehören sieben japanische Komponisten an: Jōji Yuasa, Yoriaki Matsudaira, Satoshi Tanaka, Takayuki Rai, Mari Takano, Masahiro Miwa und Haruyuki Suzuki. Diese wird durch den Gastjuror Yasuaki Itakura (Dirigent und Musikdirektor der Tokyo Sinfonietta) ergänzt.

Preisträger Orchesterwerk 1981: Masanori Fujita 1982: Toshio Hosokawa 1984: Mamoru Fujieda 1986: Isao Matsushita 1988: Satoshi Tanaka 1990: Claudio Cojaniz 1992: Caspar Johannes Walter 1994: Kumiko Omura 1996: Ignacio Baca Lobera 1997: Taizō Hida 1998: Ana Mihajlovic 2000: Gyu-Bong Yi 2002: Siraseth Pantura-umporn 2004: Diana Rotaru 2006: keine Vergabe 2008: Rica Narimoto

Kammermusikwerk 1981: Takayuki Rai 1983: Takashi Koto und Mari Takano 1985: keine Vergabe 1987: Mia Schmidt und Cort Lippe 1989: Masahiro Miwa (1. Preis); Julian Yu, James Harley und Mike Vaughan (2. Preis) 1991: Jia Daqun 1993: Claude Lenners 1995: Victor Kissine und Haruyuki Suzuki 1999: Jun Yamaguchi 2001: Emanuele Casale 2003: Boris Filanovski 2005: Peter Gahn 2007: Evis Sammoutis, Jasna Veličković und Tomi Räisänen 2009: Giovanni Enrico Lo Curto 2011: Rafael Nassif und Alberto Rampani 2013: Richard Perrin und Keitarō Takahashi 2015: Naoki Sakata und Rafael Nassif 2017: Tak Cheung Hui und Jouni Hirvelā 2019: Jesse Broekman und Utku Asuroglu 2020: Jaime Belmonte 2021: Demian Rudel Rey und Zhuosheng Jin 2022: Yuji Yao und Tsu-Yao Yang 2023: Yuheng Chen

Kammer-/Orchestermusikwerk 2010: Yair Klartag 2012: Nicolas Tzortzis 2014: Ying Wang 2016: Takahiro Kuroda 2018: Marisol Jiménez 2020: Marco Longo 2022: Caterina Di Cecca

Weblinks Website des Irino-Preises (englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Musikpreis (Japan) Kategorie:Erstverleihung 1981