Windbergen ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein.

Geografie Geografische Lage Das Gemeindegebiet von Windbergen erstreckt sich auf dem Geestrücken des Naturraums Heide-Itzehoer Geest (Haupteinheit Nr. 693) südöstlich der Stadt Meldorf. Am östlichen Rand vereinigen sich die Bachläufe der Weddelbek und Frestedter Au zur Süderau, die ab hier die nördliche Grenze der Gemarkung markiert.

Gemeindegliederung Die Ortsteile sind Windberger Bahnhof, Spersdiek und Schmalbeck.

Geschichte Die Gemeinde gehörte ursprünglich zum Kirchspiel Meldorf. Als 1495 auf einem Acker eine Messingfigur des gekreuzigten Jesus gefunden wurde, bauten die Einheimischen hier eine Kapelle. Bis zum Einzug der Reformation in Dithmarschen 1533 war die Wallfahrt zum Heiligen Kreuz sehr beliebt. Im Jahre 1547 wurde die Kirche zur Pfarrkirche.

Am 1. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Südermeldorf-Geest aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch Windbergen.

Politik Gemeindevertretung

Bei der Kommunalwahl am 14. Mai 2023 wurden insgesamt elf Sitze vergeben. Von diesen erhielten die Kommunale Wählervereinigung Windbergen sieben Sitze und das Bürger-Bündnis-Windbergen vier Sitze.

Wappen Blasonierung: „In Silber eine gesenkte, schräglinke rote Schrägzinnenmauer, darüber, etwas nach rechts aus der Mitte versetzt, ein blaues Ankerkreuz.“[ Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein]

Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Heilig-Kreuz-Kirche Die alte, kleine Kirche zum Heiligen Kreuz wurde 1742 abgerissen und an derselben Stelle neu und wesentlich größer wiederaufgebaut, gehört aber immer noch zu den kleineren Kirchen in Dithmarschen. Der Altar stammt noch von 1650. Das 1495 gefundene Kruzifix, das vermutlich aus dem 12. Jahrhundert stammt, steht an einem barocken Holzkreuz befestigt, auf dem Altar. Im Ort steht eine Windmühle, deren heutige Version von 1863 stammt und die 1978 zu einer Wohnmühle mit Flügelattrappen umgebaut wurde. Auf dem „Wodansberg“ liegt das Grab des Erfolgsschriftsstellers der Weimarer Republik und späteren Nationalsozialisten Gustav Frenssen.

Söhne und Töchter der Gemeinde

Hans Beeck (1896–1983), Politiker (NSDAP) und SS-Untersturmführer Jacob Hansen (1799–1880), Propst, Mitglied der Schleswig-Holsteinischen Ständeversammlung Wilhelm Peter Hansen (1870–1946), Politiker (NSDAP) und Diplomat

Weblinks

Gemeinde Windbergen Private Website über Windbergen

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Kreis Dithmarschen

Kategorie:Gemeindegründung 1934