Hanna Klose-Greger (* 9. Mai 1892 in Hochweitzschen; † 14. Januar 1973 in Karl-Marx-Stadt) war eine deutsche Malerin, Grafikerin und Schriftstellerin.
Leben und Werk Klose-Greger studierte von 1908 bis 1911 Malerei und Grafik an der Kunstgewerbeschule Dresden.Dresslers Kunsthandbuch, 9. Ausgabe, Band 2. Berlin 1930, S. 520. Danach unternahm sie Reisen im In- und Ausland. Für ihre künstlerische Arbeit machte sie Studien im Zwickauer Bergbaurevier.
Sie lebte viele Jahre in Chemnitz (Karl-Marx-Stadt) in der Kassbergstrasse 40,Chemnitzer Adressbuch 1943/44 einem Haus, das 1945 durch Bomben zerstört wurde. Hanna Klose-Greger verfasste zahlreiche historische Romane, die auf genauer Kenntnis historischer Vorgänge beruhen und die sie teilweise mit eigenen Illustrationen und Bucheinbänden bzw. Schutzumschlägen ausstattete. Daneben schuf sie gebrauchsgrafische Arbeiten wie Plakate und Ansichtskarten, darunter die preisgekrönte offizielle Festkarte zur Rathausweihe in Chemnitz im Jahr 1911. Ferner machte sie Entwürfe für Innendekorationen. So veröffentlichte die Zeitschrift „Innendekoration“ 1916 ihren Entwurf für eine Kinderspielecke in der Wohnung „Spielwinkel“.
Klose-Greger war spätestens 1928 Mitglied im Deutschen Werkbund (DWB)laut veröffentlichter DWB-Mitgliederliste 1928, außerdem im Chemnitzer Künstlerkreis und im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands. Sie gehörte zu den von den Nazis als entartet verfemten Künstlern. 1937 wurde in der Aktion „Entartete Kunst“ aus der Kunsthütte Chemnitz ihre Lithografie „Der Gelehrte“ beschlagnahmt und zerstört.Datenbank zum Beschlagnahmeinventar der Aktion "Entartete Kunst", Forschungsstelle "Entartete Kunst", FU Berlin
Werke als Schriftstellerin
Hab mich lieb. Thüringer Verlagsanstalt, Abteilung Frieses Verlag, Chemnitz, 1914 (mit eigenen Illustrationen) Der Silberne Bergmann, 1935 Die Wunderblume, 1935 Barbara Uttmann. Hase & Köhler, Leipzig, 1940 Die Kutsche ohne Pferde und andere Erfinderschicksale, 1956 Inka, Sohn der Sonne. Prisma-Verlag, Leipzig, 1958 Lard, der Etrusker. Prisma-Verlag, Leipzig, 1959 Insel der heiligen Stiere. Prisma-Verlag, Leipzig, 1957 (Illustrationen Günter Blochberger) Roswitha von Gandersheim. Union-Verlag, Berlin, 1961 Käthe Kollwitz. Ein Lebensbild für die Jugend. Altberliner Verlag Lucie Groszer, Berlin, 1962 Die Sibylle vom Libanon. Union-Verlag, Berlin, 1963 Kommst du wieder Federschlange? Prisma-Verlag, Leipzig, 1966 Die Stadt der Elefanten. Prisma-Verlag, Leipzig, 1972
Ausstellungen
1914: Chemnitz, Kunsthütte (Gruppenausstellung) 1923 oder 1924: Chemnitz, Galerie GerstenbergerDer Kunstwanderer, Heft 5./6.1923/24, S. 197 1946: Chemnitz, Kaufstätte Merkur („Chemnitzer Künstler stellen aus“)
Postum
1977: Karl-Marx-Stadt, Galerie Oben („art femina“; mit Elisabeth Ahnert, Irene Bösch, Gerti (Gertrud) Hartmann, Erika Klier, Elisabet Schettler, Dagmar Ranft-Schinke und Martha Schrag) 1992: Chemnitz, Neue Chemnitzer Kunsthütte
Literatur
Klose-Greger, Hanna. In: Lexikon deutschsprachiger Schriftsteller von den Anfängen bis zur Gegenwart. VEB Verlag Enzyklopädie, Leipzig, 1974, Bd. 1, S. 475
Rolf Düsterberg: Klose-Greger, Hanna. In: Ders.: Lexikon der „ausgezeichneten“ Schriftstellerinnen des Dritten Reiches. 65 biografische Skizzen. Brill, Schöningh, Paderborn 2025, ISBN 978-3-506-79701-8, S. 62–64.
Weblinks
Biografie von Hanna Klose-Greger auf der Website der Stadtbibliothek Chemnitz Hanna Klose-Greger bei UN/SEEN
Einzelnachweise
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