Weimersheim (fränkisch: WaimaschaE. Fuchshuber: Uffenheim, S. 221. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „waimɘšɒ“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Ipsheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Weimersheim liegt in der Gemarkung Mailheim.
Geographie Das Dorf befindet sich in Tallage und ist von allen Seiten außer der Westseite von Erhebungen umgeben. Östlich des Ortes entspringt der Mailheimer Graben, der mit dem Seegraben (rechts) zum Grundgraben zusammenfließt, der ein rechter Zufluss der Aisch ist. Im Norden liegt der Rote Berg (), der als Weinberg genutzt wird.Die Weinlage Roter Berg Im Süden grenzt der Lenkersheimer Gemeindewald an. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Mailheim zur Staatsstraße 2252 (1,1 km nordwestlich).
Geschichte Im Jahre 1342 wurde der Ort als „Weymersheim“ im Einkünfteverzeichnis des Gumbertstiftes zu Ansbach erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet „zu dem Heim des Winimār“.E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 221 f. Anfang des 18. Jahrhunderts gab es in Weimersheim 16 Untertansfamilien, davon „13 bayreuthische, einen windsheimischen und zwei adelig Untertanen“.Siehe Website ipsheim.de
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Weimersheim 18 Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Vogtamt Lenkersheim aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Ipsheim. Grundherren waren das Kastenamt Ipsheim (11 Güter, 1 Gütlein, 3 Häuser, 1 Ziegelei), das brandenburg-ansbachische Vogtamt Jochsberg-Flachslanden (1 Sölde) und das Rittergut Obernzenn-Aberdar (1 Gut).H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 139. Dort werden abweichend 19 Anwesen als Gesamtzahl angegeben.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Külsheim und Kammeramt Ipsheim. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Weimersheim dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Ipsheim und der 1817 gebildeten Ruralgemeinde Ipsheim zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es nach Mailheim umgemeindet. Die freiwillige Gerichtsbarkeit über ein Anwesen hatte jedoch bis 1848 das Patrimonialgericht Obernzenn-Aberdar.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 214. Am 1. Mai 1978 wurde Weimersheim im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Ipsheim eingegliedert.
Der Weinbau ist der Haupterwerbszweig des Dorfes. Beim Roten Berg gibt es eine 10,4 Hektar große Anbaufläche mit 50.000 Rebstöcken der Sorte Müller-Thurgau.
Baudenkmäler Haus Nr. 4: zweigeschossiges vierzoniges Wohnstallhaus mit gemauertem Erdgeschoss und Fachwerkobergeschoss; im Giebel Reliefinschrift „Erbaut von M. Nicol 1861.“H. K. Ramisch: Landkreis Uffenheim, S 216. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Haus Nr. 5: zweigeschossiges fünfzoniges ehemaliges Wohnstallhaus von 1835 mit massivem Erdgeschoss; Türe und Fensterrahmen in Haustein, durchgehende Fensterbank, Obergeschoss in Fachwerk, Walmdach; auf der straßenseitigen Haustafel bezeichnet: „Erbaut von Georg Wolfgang Nickol 1835“, Stallteil ausgebaut Haus Nr. 8: Fachwerkwohnstallhaus Haus Nr. 10: Erdgeschossiges vierzoniges Fachwerkwohnstallhaus des 18. Jahrhunderts mit aufgestocktem Stuhl, das mit Fledermausgauben besetzte abgewalmte Dach ist in das Hauptdach eingeschiftet.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 75 86 80 83 100 96 94 130 82 90 88HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 18 19 19 20 19 21 20 19Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannes der Täufer (Ipsheim) gepfarrt.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 139. Die Katholiken sind nach St. Bonifaz (Bad Windsheim) gepfarrt.
Wanderwege Durch den Ort führen die Fernwanderwege Aurach-Weg und Bocksbeutelweg.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Ipsheim) Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Weinort in Franken Kategorie:Ersterwähnung 1342