Fröschendorf (fränkisch: FräschndoafE. Fuchshuber: Uffenheim, S. 61. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „fręšɘndoʳf“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Trautskirchen im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Fröschendorf liegt in der Gemarkung Buch.

Geografie Das Dorf liegt am rechten Ufer der Zenn. 0,25 km südlich beginnt das Waldgebiet Langert. Die Staatsstraße 2413 führt nach Buch (1,3 km nordwestlich) bzw. nach Trautskirchen (0,9 km östlich).

Geschichte Der Ort wurde 1286 als „Freschendorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Fres(i)co, der der Gründer des Dorfes war.E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 61 f. Im Jahre 1294 schenkten Konrad IV. von Nürnberg und seine Frau Agnes dem Deutschen Orden die Burg Virnsberg mit Eingehörungen, wozu auch Fröschendorf zählte.Siehe Website trautskirchen.de

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Fröschendorf 13 Anwesen (1 Mühle, 5 Höfe, 1 Dreiviertelhof, 2 Halbhöfe, 1 Drittelhof, 2 Viertelhöfe, 1 Gemeindehirtenhaus). Das Hochgericht übte das Obervogteiamt Virnsberg aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte die Deutschordenskommende Virnsberg.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 96.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Fröschendorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Buch und der 1811 gebildeten Ruralgemeinde Buch zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 211. Am 1. Juli 1972 wurde Fröschendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Trautskirchen eingemeindet.

Baudenkmal Haus Nr. 8: Wohnstallhaus

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 95 99 111 110 104 85 77 80 69 67 55HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 19 17 16 16 15 15 14 12Quelle Fröschendorf: 88 Einwohner, 17 Feuerstellen; Fröschendorfermühle: 7 E., 2 F. Fröschendorf: 93 Einwohner, 16 Häuser; Fröschendorfermühle: 6 E., 1 H. Fröschendorf: 98 Einwohner; Fröschendorfermühle: 12 E. Fröschendorf: 91 Einwohner, 15 Wohngebäude; Fröschendorfermühle: 13 E., 1 Wgb.

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Laurentius (Trautskirchen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Mariä Himmelfahrt (Sondernohe) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Trautskirchen Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1286 Kategorie:Ort an der Zenn