Apfeltrach ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu in Bayern.
Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Dirlewang.
Geographie Die Gemeinde liegt in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.
Der niedrigste Punkt in der Gemeinde liegt mit an der Gemeindegrenze zur Stadt Mindelheim an der Mindel, der höchste Punkt mit zwischen Katzbrui und der Einöde Neubuchenbrunn an der Gemeindegrenze zum Markt Rettenbach.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Apfeltrach, Köngetried und Saulengrain.
Es gibt fünf Gemeindeteile; in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben: Apfeltrach (Pfarrdorf) Grünegg (Dorf) Katzbrui (Einöde) Köngetried (Pfarrdorf) Saulengrain (Dorf)
Geschichte Bis zur Gemeindegründung 779 erfolgte die urkundliche Ersterwähnung des heutigen Katzbruis als Chatzenbruch. Im Jahr 1063 erfolgte die erstmalige Erwähnung des Ortes Apfeltrach in Urkunden des Hochstifts Augsburg. Apfeltrach war vor 1800 Pflegamt und gehörte dem Domkapitel Augsburg. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Eingemeindungen Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Mai 1978 die Gemeinden Köngetried und Saulengrain eingegliedert.
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1991 Einwohner 622 675 692 1.032 818 781 842 896 Jahr 1995 2000 2005 2010 2015 2020 2024 2025 Einwohner 948 926 986 960 919 975 974 991 Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 845 auf 935 um 90 Einwohner bzw. um 10,7 %.
Politik
Bürgermeisterin und Gemeinderat Erste Bürgermeisterin ist seit 2011 Karin Schmalholz (Dorfgemeinschaft); diese wurde am 15. März 2020 mit 73,7 % der Stimmen für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.
Die Sitzzuteilung bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 ergab sich wie folgt: Dorfgemeinschaft Apfeltrach: fünf Sitze Bürgerblock Köngetried: zwei Sitze Wählergemeinschaft Saulengrain: ein Sitz Diese Sitzverteilung ist unverändert wie in der Amtszeit 2014 bis 2020.
Steuereinnahmen Im Jahr 2019 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 787.000 €, davon waren 161.000 € Gewerbesteuereinnahmen (netto).
Flagge Die Flagge ist gelb-rot gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen.
Wappen
Kultur und Sehenswürdigkeiten In Apfeltrach befinden sich die aus dem 15. Jahrhundert stammende Kirche St. Bartholomäus und die aus der gleichen Zeit stammende Wallfahrtskirche St. Leonhard. Die Kapelle zu den 14 Nothelfern befindet sich auf einem ehemaligen Pestfriedhof und wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts errichtet.
Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Im Jahr 2021 gab es im produzierenden Gewerbe 61 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort (Fehlanzeige im Bereich Handel und Verkehr); sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 416. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Im Jahr 2016 bestanden zudem 28 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1018 Hektar, davon 667 Hektar Dauergrünfläche.
Söhne und Töchter der Gemeinde Franz Burger (1880–1933), Altphilologe und Gymnasiallehrer Irmgard Seefried (1919–1988), lyrische Sopranistin
Weblinks
Offizieller Internetauftritt der Gemeindeverwaltung Apfeltrach
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Unterallgäu Kategorie:Ort in Oberschwaben Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)