Anni Sophie Luise von Zieten (* 16. Januar 1906 in Berlin;Filmarchiv Kay Weniger, basierend auf DEFA-Unterlagen † 22. November 1989 in Potsdam) war eine deutsche DDR-Filmproduzentin und Produktionsleiterin.

Leben Anni von Zieten war eine Tochter des Gutsherrn auf Wildberg, Oberst Ernst von Zieten (1863–1916), und seiner Frau Helene, geb. Freiin von Wrangel (1881–1969).Landesarchiv Berlin, Geburtsregister Standesamt Berlin XII a, Nr. 159/1906 (online auf Ancestry). Aus den Jahren 1929 bis 1934 sind mehrere Schreiben an die Schriftstellerin Gertrud von le Fort überliefert.Anni von Zieten. kalliope.staatsbibliothek-berlin.de. Beruflich war Anni von Zieten zunächst als Sekretärin beim Deutschen Herrenklub und danach als Sozialpädagogin tätig. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieß sie in Ostdeutschland zum Film und ist von April 1951 bis Oktober 1952 in der Filialleitung der DEFA-Produktion Sachsen nachzuweisen, wo sie als Produktionsleiterin kurze Dokumentarfilme herstellte. Kurz darauf wechselte Anni von Zieten zur DEFA-Zentrale nach Potsdam-Babelsberg, wo sie 1952/53 in selbiger Funktion beim DEFA-Studio für populärwissenschaftliche Filme eingesetzt wurde. Vom 1. Mai 1954 bis zum 31. August 1974Auskunft DEFA-Verwaltung, vgl. DEFA-Stiftung Berlin. war von Zieten Angestellte der DEFA-Spielfilmproduktion und wirkte als Produzentin bzw. Produktionsleiterin an einer Fülle von Kino- aber auch Fernsehfilmen mit, darunter Kinder- und Märchenfilme wie Die Fahrt nach Bamsdorf, Kaule und Die Nacht im Grenzwald, Komödien wie Das verhexte Fischerdorf und Aber Vati! sowie Zeitstoffe (Junge Frau von 1914), aber auch den zum Zeitpunkt seines Entstehens (Mauerbau 1961) hochproblematischen Märchenstoff Das Kleid. Am 1. September 1974 ging Anni von Zieten in Rente.

Filmografie bis 1953 dokumentarische Kurzfilme, danach Spielfilme (Kino wie Fernsehen) 1951: Das demokratische Dorf 1952: Aktivisten der Eisenbahn 1952: Unsere Traktoristin 1952: Volkskunst im Erzgebirge 1953: Sommer im Spreewald 1956: Die Fahrt nach Bamsdorf 1958: Abenteuer in Bamsdorf 1958: Das Feuerzeug 1959: Die Achatmurmel 1959: Der verlorene Ball 1959: Der neue Fimmel 1960: Hatifa 1960: Der Moorhund 1960: Die Achatmurmel 1960: Das Rabauken-Kabarett 1960: Kuttel 1961: Drei Kapitel Glück 1961: Das Kleid 1962: Das Glas Wasser 1962: Das verhexte Fischerdorf 1963: Geheimnis der 17 1964: Als Martin vierzehn war 1964: Egon und das achte Weltwunder 1964: Die Suche nach dem wunderbunten Vögelchen 1965: Entlassen auf Bewährung 1965: Herr Iwan 1965: Episoden vom Glück 1967: Kaule 1967: Die Nacht im Grenzwald 1968. Zauber auf dem Eis 1968: Im Himmel ist doch Jahrmarkt 1969: Spring, wenn du kannst 1969: Der Engel im Visier 1969: Junge Frau von 1914 1970: Der Mörder sitzt im Wembley-Stadion 1972: Florentiner 73 1972: Anfang am Ende der Welt 1973: Aber Vati! 1974: Neues aus der Florentiner 73

Literatur Anni Sophie Luise von Zieten. in: Hans Joachim von Berkholz: Die Familie von Zieten – Stammfolgen und biographische Nachrichten. A. Roter Stamm, I. Linie – Wildberg, Haus Wildberg, (110). C. A. Starke Verlag, Limburg an der Lahn 2007, ISBN 978-3-7980-0580-8, S. 39 f. (Vita)

Weblinks

Einzelnachweise

Anni Kategorie:Filmproduzent Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1906 Kategorie:Gestorben 1989 Kategorie:Frau