mini|Ortsansicht von Hohenpolding Hohenpolding ist eine Gemeinde im Landkreis Erding (Regierungsbezirk Oberbayern).

Geografie Der Ort liegt im wald- und hügelreichen Erdinger Holzland zwischen Landshut (18 km) und Dorfen (14 km) sowie 23 km nordöstlich der Kreisstadt Erding und 25 km westlich von Vilsbiburg. Die nördliche Gemeindegrenze bildet die Grenze zwischen Oberbayern und Niederbayern.

Im Westen führt die Bundesstraße 15 am Ort vorbei, zum Flughafen München sind es etwa 35 km.

Gemeindegliederung

Es gibt die Gemarkungen Hohenpolding und Sulding und 57 Gemeindeteile:

Geschichte Der Ort wurde im Jahr 998 unter seinem lateinischen Namen alto baldingaem, der sich vermutlich aus dem Namen eines dort ansässigen Baldo oder Paldo entwickelte, erstmals urkundlich erwähnt. Meist wurde der Ort seither als Palding, Polling oder Polding erwähnt, erst 1488 taucht die Form Hohenpolding auf, der sich in den kommenden Jahrhunderten durchsetzt. Im Jahr 1553 gehörte die Obmannschaft Hohenpolding zum Amt Lindgraß und umfasste die Orte Hohenpolding, Voglstädt, Harting, Reinting, Klesham, Teufelsöd, Stockach, Erdmannsdorf, Schachten, Reit, Rechlfing und Wimm.

1870 wurde die amtliche Schreibung von Hohenpolting ins heutige Hohenpolding geändert. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1972 die Gemeinde Sulding nach Hohenpolding eingemeindet. Seit 1978 bildet Hohenpolding zusammen mit den Gemeinden Inning a.Holz, Kirchberg und Steinkirchen die Verwaltungsgemeinschaft Steinkirchen.

Einwohnerentwicklung Die offiziellen Einwohnerzahlen der Gemeinde Hohenpolding betrugen zwischen 1875 und 1970: +JahrEinwohner187554018905931925559 Jahr EinwohnerBayerisches Landesamt für Statistik: 12111-101z Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinde, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell), Stichtage. Online auf www.statistikdaten.bayern.de. Abgerufen am 30. Juni 2024. 1946 720 1960 1130 1970 1117

Die zwischen dem 19. und frühen 20. Jahrhundert zur Nachkriegszeit stark verschiedenen Einwohnerzahlen sind jedoch durch den unterschiedlichen geographischen Schnitt der Gemeinde bedingt. Legt man zum Vergleich jeweils den Gebietsstand von 1987 zugrunde, veränderte sich die Einwohnerzahl zwischen 1840 und 2000 nur wenig, mit Ausnahme eines kurzfristigen Anstiegs unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg. Erst zu Beginn des 21. Jahrhunderts wuchs die Gemeinde dann stark, zwischen 2000 und 2024 um 32,43 %.

+JahrEinwohner184010141871120819001259192512551939116519501505196111461970112819871084 Jahr Einwohner 1990 1127 1995 1167 2000 1249 2005 1452 2006 1463 2007 1497 2008 1483 2009 1482 2010 1476 Jahr Einwohner 2011 1433 2012 1427 2013 1414 2014 1469 2015 1510 2016 1562 2024 1654

Wirtschaft

Bestanden im Jahr 1999 noch 89 landwirtschaftliche Betriebe, ging deren Zahl bis 2020 auf 62 zurück. Der Rückgang betraf vor allem kleinere bis mittlere Betriebe, während die Zahl besonders großer Betriebe sukzessive stieg. +Betriebsgrößenstruktur in der LandwirtschaftBayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Statistik kommunal 2023 – Gemeinde Hohenpolding 09 177 121 - Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten. PDF, online auf www.statistik.bayern.de, abgerufen am 2. Juli 2025.Betriebsgröße in haAnzahl der Betriebe1999201020162020unter 511 - -15 bis unter 101388810 bis unter 2015109920 bis unter 503628241950 oder mehr14192225Gesamt89656362

Politik und Öffentliche Verwaltung Seit der Gemeinderatswahl 2020 besteht der Gemeinderat aus zwölf Mitgliedern, die alle über eine gemeinsame Liste der CSU und der Freien Wählerschaft gewählt wurden. Erster Bürgermeister ist seit Mai 2020 Alfons Beilhack.

Wappen

Neben dem Wappen führt die Gemeinde eine Flagge mit den Farben Weiß-Grün-Gelb.

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Hohenpolding Mariae Heimsuchung In Hohenpolding und den dazugehörigen Gemeindeteilen stehen drei Kirchengebäude: Pfarrkirche Mariae Heimsuchung in Hohenpolding, erbaut 1752 von Johann Baptist Lethner Filialkirche St. Lambertus in Amelgering, erbaut 1756/1757 von Johann Baptist Lethner Filialkirche Hl. Kreuzauffindung in Sulding, in ihrer heutigen Form erbaut 1703

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Hohenpolding

Liste der Bodendenkmäler in Hohenpolding

Persönlichkeiten Söhne und Töchter der Gemeinde Joseph Rott (1821–1897), in Loiting geborener Klassischer Philologe und Fachautor Korbinian Aigner (1885–1966), Pfarrer und Pomologe Martin Bayerstorfer (* 1966), Bürgermeister, Landrat und MdL a. D.

Ehrenbürger Josef Lechner, Landwirt Georg Lechner, Schmied Hermann Oberwallner, Bürgermeister Ferdinand Diemer, Lehrer Johann Sinseder, Pfarrer Korbinian Bayerstorfer, Bürgermeister Georg Rieder, Landwirt Georg Zehentner, Bürgermeister Johann Becher, Schulleiter

Weblinks

Gemeinde Hohenpolding

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Erding Kategorie:Ersterwähnung 998 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)