Alfred Karen (auch Alfred Carén; * 24. April 1882 als Alfred Theodor Georg Chiorean in Wien; † 9. Oktober 1965 in Zweibrücken) war ein österreichischer Sänger und Schauspieler bei Bühne und Film.
Leben und Wirken Alfred Chioreans Eltern waren der Türhüter im k.u.k. Außenministerium Theodor Chiorean und dessen Frau Juliana, geb. Schäfer.Geburts- und Taufbuch der Pfarre St. Ulrich und Maria Trost (Wien), Nr. 170/1882 (online) Über seine Ausbildung und sein Leben ist fast nichts bekannt. Er führte das klassische Kleindarstellerleben sowohl an der Bühne als auch beim Film. Nur selten erhielt er ein Festengagement und lebte offensichtlich von der Hand in den Mund. Ehe er in Berlin eintraf, wirkte Karen unter anderem als Sänger in Gablonz und als Schauspieler am Landestheater Darmstadt. Seit 1931 in Berlin ansässig, fand Karen regelmäßige Beschäftigung beim Film, anfänglich unwesentlich mehr als Statisterie. 1933 erhielt er überdies ein seltenes Festengagement an einer unbedeutenden Bühne (dem Berliner Volkstheater Neue Welt).
In den Jahren 1931 bis 1943 drehte Alfred Karen, der sich nun ganz auf die Arbeit vor der Kamera konzentrierte, eine Fülle von Kinoproduktionen, bisweilen (wie 1939) über ein Dutzend Filme pro Jahr. Seine Auftritte dort sind oftmals nur sekundenkurz und bisweilen sogar textlos. Häufig wurde er als Tänzer eingesetzt, noch häufiger in der Masse als ein Gast jedweder Art: im Hotel, bei einem Empfang oder in einem Lokal.
Karen heiratete 1936 die Sängerin Elly Heyne, geb. Lorenz.Landesarchiv Berlin, Heiratsregister Standesamt Berlin-Steglitz, Nr. 324/1936 (online auf Ancestry.com, kostenpflichtig) Nach dem Ende seiner Tätigkeit beim Film kehrte er mit ihr in seine Heimatstadt Wien zurück. 1950 übersiedelte das Ehepaar nach Götzis in Vorarlberg, ehe sie sich 1955 schließlich in Zweibrücken niederließen. Alfred Karen verstarb dort im Jahr 1965.
Filmografie (kleine Auswahl) 1931: Bomben auf Monte Carlo 1931: Der Kongreß tanzt 1932: Rasputin 1932: Das Lied einer Nacht 1932: Der Rebell 1932: Die unsichtbare Front 1933: Die Blume von Hawaii 1933: Flüchtlinge 1933: Ein Unsichtbarer geht durch die Stadt 1934: Besuch am Abend 1934: Charleys Tante 1934: Ferien vom Ich 1935: Einer zuviel an Bord 1935: Stützen der Gesellschaft 1935: Leichte Kavallerie 1936: Der Kaiser von Kalifornien 1936: Allotria 1936: Moskau – Shanghai 1936: Intermezzo 1936: Inkognito 1936: Truxa 1936: Fridericus 1937: Madame Bovary 1937: Unter Ausschluß der Öffentlichkeit 1937: Fremdenheim Filoda 1937: Gabriele eins, zwei, drei 1937: Die Austernlilli 1937: Die gelbe Flagge 1938: Rätsel um Beate 1938: Der unmögliche Herr Pitt 1938: Heimat 1938: Eine Nacht im Mai 1938: Sergeant Berry 1938: Napoleon ist an allem schuld 1938: Menschen, Tiere, Sensationen 1938: Der Schritt vom Wege 1938: Am seidenen Faden 1938: Geheimzeichen LB 17 1939: Die Geliebte 1939: Salonwagen E 417 1939: Robert Koch, der Bekämpfer des Todes 1939: Der Gouverneur 1939: Hallo Janine 1939: Fräulein 1939: Maria Ilona 1939: Die Reise nach Tilsit 1939: Männer müssen so sein 1939: Das Lied der Wüste 1939: Ein Mann auf Abwegen 1939: Stern von Rio 1939: Ihr erstes Erlebnis 1940: Polterabend 1940: Falschmünzer 1940: Die letzte Runde 1940: Kora Terry 1940: Carl Peters 1940: Aus erster Ehe 1941: Das andere Ich 1941: Anschlag auf Baku 1941: Was geschah in dieser Nacht? 1941: Die Nacht in Venedig 1941/43: Nacht ohne Abschied 1942: Mit den Augen einer Frau 1942: Altes Herz wird wieder jung 1943: Leichtes Blut 1943: Liebesbriefe 1943: Der Verteidiger hat das Wort 1943: Familie Buchholz 1944: Die Zaubergeige 1944: Der Majoratsherr
Weblinks
Alfred Karen in den Akten der Reichsfilmkammer
Einzelnachweise
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