Eduard „Edu“ Wesener (* 8. Januar 1909 in Bonn als Eduard Oskar Iwan Innocenz Wesener; † 4. März 1952 ebenda) war ein deutscher Regisseur, Schriftsteller und Schauspieler bei Bühne und Film.

Leben und Wirken Eduard Wesener wurde als Sohn des studierten Juristen Eduard Georg Matthias Wesener (1883–1956) und seiner Frau Brunhilde Afra Christine, geb. Dries (1887–1963) in Bonn geboren.

Eduard Wesener erhielt seine Ausbildung an der Kölner Schauspielschule. Wesener debütierte am Stadttheater Gießen und in Bad Nauheim und wurde schließlich am Thalia Theater in Hamburg engagiert. Der österreichische Regisseur Joe May entdeckte Wesener 1932 für den Spielfilm. In Das erste Recht des Kindes spielte er, neben Hertha Thiele, seine erste Hauptrolle. Seit 1934 in Berlin ansässig, wirkte Wesener knapp fünfzehn Jahre lang in einer Fülle von Unterhaltungsfilmen mit. Eduard Wesener deckte hierbei die gesamt Palette an Chargenrollen ab. So war er ein Leutnant in Der Stern von Valencia und in Die Warschauer Zitadelle, ein Maler in Elisabeth und ihr Narr, ein Rechtsanwalt in In Sachen Timpe und ein Adjutant in Hochzeit auf Bärenhof, seinem letzten Film. Als Autor schrieb Wesener verschiedene Theaterstücke, wie Der Nachtfuchs und war als Mitautor an Drehbüchern beteiligt. Während des Zweiten Weltkriegs fand Eduard Wesener nur noch an Gastspieldirektionen Beschäftigung.

In der Nachkriegszeit verlagerte Eduard Wesener den Schwerpunkt seiner Karriere auf die Filmsynchronisation. Mit der Praxis des Synchronisierens ausländischer Spielfilme, hatte Wesener bereits 1934 in Berlin bei den deutschen Niederlassungen der Metro-Goldwyn-Mayer und der Paramount Erfahrungen gesammelt. Zusammen mit seiner Ehefrau, der Schauspielerin Paula Lepa, die er in Berlin kennengelernt hatte, zog Wesener 1948 zurück in seine Geburtsstadt und begann mit dieser seine Arbeit bei der Internationalen Film-Union (IFU) in Remagen. Dort arbeitete Wesener als Synchronregisseur und gelegentlich auch als Synchronsprecher (u. a. in Blick ins Dunkel, Schweigen ist Gold und Der Fächer). 1951 arbeitete Eduard Wesener für die Nachsynchronisation des Bonner Werbefilmes Ohne Baedeker durch Bonn vor dem Mikrofon mit Bonner Wissenschaftlern und Politikern.

In zweiter Ehe heiratete Eduard Wesener 1951 in Leverkusen Gisela Krupp, die Inhaberin eines Modeateliers. Er starb im Alter von 43 Jahren in Bonn.

Filmografie 1932: Das erste Recht des Kindes 1933: Das Testament des Dr. Mabuse 1933: Der Stern von Valencia 1933: Der Traum vom Rhein 1933: Glück im Schloß 1933: Elisabeth und ich Narr 1934: In Sachen Timpe 1934: Der Meisterboxer 1934: Alte Kameraden 1934: Ferien vom Ich 1935: Der grüne Domino 1936: Das Hermännchen 1936: Unsterbliche Melodien 1936: Der lustige Witwenball 1937: Die Warschauer Zitadelle 1937: Das indische Grabmal 1938: Stärker als die Liebe 1938: Kleines Bezirksgericht 1942: Hochzeit auf Bärenhof

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Einzelnachweise

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