Karl Hanns Christian „Pit“ von Frihling (* 18. Oktober 1919 in Hamburg; † 27. März 2011 ebenda) war ein deutscher Maler, Grafiker und Aquarellist.
mini|hochkant=1|Photo des Künstlers, 2009 Leben Nach einer handwerklichen Ausbildung und nach Ableistung des Kriegsdienstes studierte von Frihling in den Jahren von 1945 bis 1948 an der Landeskunstschule in Hamburg, u. a. bei den Professoren Alfred Mahlau und Karl Kaschak. Ab 1957 schloss sich ein Studiensemester bei Gerhard Fietz an derselben Hochschule an.Die Welt, Ausgabe vom 4. September 1999 Von 1958 bis 1968 betrieb von Frihling in Hamburg und auf der niederländischen Insel Terschelling eine staatlich anerkannte Kunstschule.Auktionshaus Stahl Künstlerverzeichnis hochkant=1|mini|Selbstporträt, Bleistift, 1946
In den Jahren 1951 bis 1958 unternahm von Frihling Studienreisen, die ihn u. a. nach Holland, Frankreich, Italien und in die Schweiz führten.Pit v. Frihling, Bilder einer Küste, edition2 galerie lüth, pictus-verlag, Halebüll 1988, ISBN 3-927212-01-6. Ab etwa 1980 entstanden, nach einer Griechenlandreise, viele meist kleinformatige Arbeiten als Gouachebilder auf Gold-, Silber- und Kupfergrund.Informationen von Corinna Schroeder-von Frihling Seine Werke wurden mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Ständiger Wohnort blieb zeit seines Lebens seine Geburtsstadt Hamburg, der er sich eng verbunden fühlte.
Mitgliedschaften Pit von Frihling war seit 1968 Mitglied im Berufsverband bildender Künstler, Sektion Hamburg. Darüber hinaus war er über 40 Jahre Mitglied der Freimaurerloge Roland in Hamburg; die Loge zeigt auf ihrer Homepage Werke ihres Bruders von Frihling.Homepage der Loge Roland
Persönliches Pit von Frihling war evangelisch-lutherischer Konfession. Seine Tochter Corinna Schroeder-von Frihling (* 1942) ist freie Graphikerin und lebt an der Westküste Irlands.
Werk Pit von Frihlings Werk umfasst Tausende von Skizzen, Aquarelle, Gemälde und Werke für Kirchen. Er war ein „Landschafter, aber ganz und gar nicht im Sinne etwa der liebenswerten Kleinmeister des ausgehenden 19. Jahrhunderts“ Mario Sander, Galerie Blankenese, Hamburg in Pit v. Frihling, Bilder einer Küste, edition2 galerie lüth, pictus-verlag, Halebüll 1988, ISBN 3-927212-01-6.. Das vielseitige künstlerische Spektrum umfasst abstrakte und figürliche Werke sowie Arbeiten mit Sand und Metall. Er „arbeitet nicht vor dem Motiv. Die Bilder entstehen erst in der Stille des Ateliers“.
Zusammenarbeit In die Jahre von 1958 bis 1968 fiel eine fruchtbare Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche, für die er die künstlerische Ausgestaltung von 20 modernen Kirchen übernahm. Darüber hinaus schuf von Frihling Kunstwerke im öffentlichen Raum bzw. als Beiträge zu Kunst am Bau an öffentlichen Gebäuden „in Holz, Metall, Glas, Textil“. In das Jahr 1975 fiel seine Mitarbeit an dem Film Ansichten – Deutsche Landschaftsmalerei von Dürer bis heute, der im Auftrag des Bundespresseamts Bonn hergestellt wurde.
Malerei mini|hochkant=1|Dünenlandschaft auf Amrum, Aquarell, 1983 In seiner Jugendzeit schuf von Frihling Bilder in konventioneller Malweise in Öl, aus dieser Zeit sind auch erste Bleistiftskizzen, beispielsweise Selbstbildnisse, erhalten. Pit von Frihlings Hauptwerk steht ganz im Zeichen der norddeutschen und niederländischen Landschaft, hierbei kam es ihm aber weniger darauf an, das Abbild einer bestimmten Landschaft zu schaffen. Er widmete sich vielmehr der typischen geologischen Beschaffenheit seines Sujets und band das Licht und dessen gestaltende Kraft in die Komposition ein. Der Künstler tritt als „Landschaftsmaler [auf], der vorwiegend norddeutschen Motiven wie Meer, Watt, Himmel und Küsten neue Aspekte abgewinnt“ und der „letztlich nur das Abbild seiner Idee aus der Welt des Geistigen erkennen lässt“.
Hierbei dringt er „in seinen Bildern in die Tiefe, er fühlt Geologisches, Morphologisches, steigt auf in die Sphäre des Meteorologischen“, wobei ihn „Urlandschaften, das Meer, die Moore, große Wälder und das Hochgebirge besonders faszinieren“. Pit von Frihling zeigt in seinen Landschaften „eine starke emotionale Seite“, die einer „Neigungen zum Mystischen im positiven Sinne“ entspricht. In der Regel kommt der Mensch als Bildgegenstand nicht vor, es „bedarf es keiner Menschendarstellung, wo alles so für den Menschen gedacht ist“.
Arbeiten für Kirchen Seine Antependien als Stoffapplikation für Altäre und Kanzeln in Kirchen nehmen ebenfalls einen eigenen Bereich in seinem Werk ein. Darüber hinaus schuf er Modelle für Kreuze, Turmbekrönungen, Altargeschirre (Kelche bzw. Abendmahlsteller) und Kerzenständer sowie für Leuchten in Kirchen, die – zusammen mit seinen Zeichnungen – als Entwürfe für die ausführenden Kunsthandwerker dienten. Eine Übersicht dieses Teils seines Werks fehlt noch.
Signatur mini|hochkant=1|Signatur des Künstlers Werke seiner frühen Schaffensperiode sind mit C. v. Frihling, die seiner Hauptwerke mit Pit v(on) Frihling signiert.
Kunst im öffentlichen Raum Pit von Frihling hat zahlreiche Werke im öffentlichen Raum in Norddeutschland geschaffen, eine Zusammenstellung dieses Teils seines Werks fehlt noch.
Kunst in Sammlungen/Museen mini|hochkant=1|Fensterkunst, Privathaus, Wyk auf Föhr Mit seinen Werken ist von Frihling in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, auch hier fehlt eine Übersicht noch.
Ehrungen Folgende Auszeichnungen wurden dem Künstler verliehen: 1981: Euro-Medaille in Gold für Kunst und Kultur 1985: Kunstförderpreis des Landes Baden-Württemberg 1988: Kunstpreis Schneverdingen mini|hochkant=1|Eine Legende, Öl auf Leinwand, 2006
Ausstellungen Pit von Frihling wurde mit über 60 Einzelausstellungen geehrt und beteiligte sich mit Künstlerkollegen an mehr als 40 weiteren Ausstellungen Galerie beim Schlump, Beim Schlump 10, D-20144 Hamburg.
Einzelausstellungen (Quelle: , Angaben wurden ergänzt, sind möglicherweise aber unvollständig) 1962: Haarlem, Holland 1963: Amsterdam 1964: Kunstverein Groningen 1968: Hamburg 1970: Museum Neumünster 1972: Hamburger Sparkasse 1973: Galerie Peter, Hamburg 1974: Kurhaus Bevensen 1974: Kurverwaltung Spiekeroog 1974: Hochhuth-Galerie, Hamburg 1974: Pueblo Art Center, Californien USA 1975: Galerie Forum, Hamburg 1975: Galerie Wyk/Föhr 1976: Hochhuth-Galerie, Hamburg 1977: Kunsthaus B. b. K. Hamburg 1977: Galerie Forum, Hamburg 1978: Heimatmuseum Scheeßel 1978: Kerkdiel, Holland 1978: Kunstgrotte in Leck 1979: Galerie in den Vierlanden, Hamburg 1979: Galerie bi in Reinbek 1979: Torhaus Wellingsbüttel 1979: Hochhuth-Galerie, Hamburg 1979: Siemens AG, Erlangen 1980: Kleine Galerie Schneverdingen 1980: Markthalle Hamburg 1980: Kunstamt der Stadt Emden 1980: TTK Wohltorf 1981: Hochhuth-Galerie, Hamburg 1981: Haspa, Hamburg 1983: Hochhuth-Galerie, Hamburg 1983: Galerie Schwarz, Bremen 1983: Städtisches Museum Gladbeck 1983: Kunstkreis Norderstedt 1984: Galerie Weiß, Hilden 1984: Galerie Daberkow, Frankfurt 1985: Galerie Kilian, Celle 1985: Galerie Lehmann, Harburg 1985: Galerie 4 D, Berlin 1985: Schneverdingen 1986: Galerie Raber, Bendorf 1986: Galerie Deichstraße, Hamburg 1986: Werkstatt Galerie Lüneburg 1987: Galerie Lüth, Halebüll 1987: Galerie Das Werk, Waldbröl 1987: Galerie Daberkow, Frankfurt 1989: Galerie Deichstraße, Hamburg – anlässlich des 70. Geburtstages 1990: Bendorf 1991: Sollerup 1994: Atelier Galerie Schroeder-von Frihling, Oevenum, Föhr – anlässlich des 75. Geburtstages 1996: Nordstrand 1997: Alte Speicherstadt, Hamburg 1998: Emmerich 1998: Bad Segeberg 1999: Hamburgische Landesbank, Hamburg – anlässlich des 80. Geburtstages 2002: Elysee Hotel, Hamburg 2002: Ahrendsburg 2004: Sozietät Schlutius, Hamburg 2004: Galerie am Tibarg, Hamburg 2009: Sozietät Dr. Brose, Hamburg – anlässlich des 90. Geburtstages 2012: Erinnerungsausstellung in der ev. Kirche St. Markus, Hamburg-Hohe Luft
Veröffentlichungen (Quelle:, Angaben wurden ergänzt, sind möglicherweise aber unvollständig) Kunstverein Groningen/Holland, 1964 U.D. Heydorn: Maler in Hamburg 1966–1974. Verlag Christians, Hamburg 1974. O.H. Schindler: Dokumente zur zeitgenössischen Kunst. Verlag Arbeitskreis Moderne Graphik, 1975. E. Heinhold: Künstler sehen Schleswig-Holstein. Verlag Weidlich, Frankfurt 1976. 50 Jahre Griffelkunst-Vereinigung. Hamburg 1977. Edition Galerie Hochhuth, Hamburg 1977. Kunstpreis Altona 1981 – Altona gestern und heute. Altona 1981. Kunstförderung des Landes Baden-Württemberg (Erwerbungen 1983–1985). Edition Galerie Deichstraße – Retrospektive in 26 Bildern, 1989. Ministerium für Wirtschaft und Kunst, Stuttgart 1985. 30 Jahre Galerie Daberkow 1958–1988. Frankfurt 1988. Axel-Alexander Ziese: Zauber des Lichts. Arte Factum, Nürnberg 1998. Corinna Schroeder-von Frihling: Es war, als hätt' der Himmel, 32 Engel-Collagen von Pit von Frihling, tredition, Hamburg 2016, ISBN 978-3-7345-4112-4.
Einzelnachweise
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