Kaori Yuki (jap. , Yuki Kaori, * 18. Dezember in Tokio, Japan) ist eine japanische Manga-Zeichnerin.
Leben Bei ihrem Namen handelt es sich – wie bei vielen japanischen Mangaka – um einen Künstlernamen. Ihr bürgerlicher Name und ihr Geburtsjahr sind nicht öffentlich bekannt. Auch sonst gilt sie als eher öffentlichkeits- und reisescheu, worauf sie auch in Randnotizen ihrer Manga selbst hinweist.
In einem Talentwettbewerb des Hakusensha-Verlages erreichte Kaori Yuki das Halbfinale und konnte dadurch erste künstlerische Erfahrungen sammeln. In der Folge schrieb sie für das verlagseigene Manga-Magazin Hana to Yume von 1987 bis 1993 mehrere Kurzgeschichten. Für ihren 1994 begonnenen bisher größten Erfolg und letztlichen Durchbruch Angel Sanctuary unterbrach sie sogar ihre erste Serie Count Cain (später in God Child umbenannt) für mehrere Jahre. Angel Sanctuary ist ihr bisher einziger Manga, von dem es eine Adaption als dreiteiligen OVA-Anime gibt. Sie war außerdem für das Charakterdesign des Computerspiels Gin'yū Mokushiroku Meine Liebe zuständig, zu dem auch ein Anime existiert.
Dem Shōjo-Magazin Hana to Yume von Hakusensha, welches sich vor allem an japanische Oberschülerinnen richtet und somit auch der Hauptzielgruppe von Kaori Yukis Manga entspricht, blieb sie bis zur Gründung des neuen Manga-Monatsmagazins Aria beim Konkurrenzverlag Kōdansha im Jahre 2010 treu. Dort erschien dann ihr Werk Iiki no ki, später auch Alice in Murderland, bis das Magazin 2018 eingestellt wurde.
Die meisten ihrer Werke erschienen beim Carlsen Verlag auf Deutsch.
In kleinen Randbemerkungen neben den eigentlichen Panels geht sie auf Leserbriefe ein und erzählt von ihrer zweiten großen Leidenschaft, der Musik. Manche Figuren in ihren Manga haben Namen von Künstlern (Bands) und Filmfiguren. Die Grundstimmung ihrer Werke ist häufig recht düster und übernimmt viele Elemente der Gothic-Kultur, darunter auch Kleidung aus schwarzem Leder und die immer wiederkehrenden Engel und Dämonen. In den letzten Jahren ist auch der Einfluss der japanischen bzw. tokyoter Gothic-Lolita-Subkultur auf ihren Zeichenstil, etwa in Fairy Cube oder Perfume Master, immer mehr zum Vorschein getreten.
Werke Manga: Hakushaku Cain (, Hakushaku Kain), 1992–1994, 5 Bände God Child, 2001–2003, 13 Bände Cruel Fairytales (, Zankoku na Dōwatachi), 1993, Einzelband Gravel Kingdom (, Sareki Ōkoku), 1993, Einzelband Angel Sanctuary (, Tenshi Kinryōku), 1994–2000, 20 Bände abgeschlossen Kaine (), 1996, Einzelband Boy’s Next Door (, Shōnen Zanzō), 1998, Einzelband Lost Angel, 2000, Artbook Neji (), 2001, Einzelband Ludwig Revolution (, Rūdovihhi Kakumei), 2004–2007, 4 Bände abgeschlossen Blood Hound (, Yorugata Aijin Senmonten – Buraddo Haundo), 2003, Einzelband Blood Hound – Special, 2008 Psycho Knocker, 2004, Einzelband (die deutsche Übersetzung ist in Fairy Cube, Bd. 3 veröffentlicht) Fairy Cube (, Fearī Kyūbu), 2005–2006, 3 Bände Perfume Master (, Zero no Sōkōshi), 2006, Einzelband Camelot Garden, 2008, (die deutsche Übersetzung ist in The Royal Doll Orchestra, Bd. 5 veröffentlicht) The Royal Doll Orchestra (, Ginyōru Kyūtei Gakudan), 2009–2010, 5 Bände Devil from a foreign Land (, Iki no Ki) 2011, 6 Bände Alice in Murderland (架刑のアリス, Kakei no Alice) 2014–2018, 11 Bände Belle und das Biest im verlorenen Paradies (楽園の美女と野獣, Rakuen no Bijo to Yajū) seit 2020
Artbooks: Tenshi Kinryōku: Angel Cage ( ANGEL CAGE), 1997, ISBN 4-592-73144-1 Tenshi Kinryōku: Angelic Voice Postcard Book (), 1999, ISBN 4-592-73159-X Tenshi Kinryōku II: Shittsui Tenshi: Lost Angel ( Lost Angel), 2000, ISBN 4-592-73174-3
Weblinks Offizielle Website des Carlsen-Verlags zu Kaori Yuki Kaori Yukis eigene Webseite (japanisch)
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