Arthur Lassally (* 19. Februar 1892 in BerlinQuelle: Geburtsurkunde Nr. 304, Standesamt Berlin III, Landesarchiv Berlin.; † 28. September 1963 in LondonEngland und Wales, nationaler Nachlasskalender, Jahr 1964, S. 659; kostenpflichtig abrufbar auf Ancestry.com) war ein deutscher Ingenieur und Industriefilmproduzent.
Leben und Wirken Lassally besuchte acht Semester lang die Technische Hochschule in Berlin-Charlottenburg. Anschließend wurde er von mehreren Firmen als Betriebsingenieur eingestellt und war eine Zeit lang auch sachverständiger Gutachter. Zur Filmbranche stieß Arthur Lassally bereits 1912, als er Mitarbeiter der Gesellschaft für wissenschaftliche Films und Diapositive GmbH wurde. 1915 wechselte er zur Prüfstelle für Ersatzglieder, und von 1917 bis 1919 war Lassally Angestellter der A.E.G. Maschinenfabrik.
Im Juni 1919 gründete er gemeinsam mit dem Kaufmann Julius Wenk die Kinoreklame GmbH.Handelsregister Berlin HRB Nr. 17405 Zweck des Unternehmens war laut Handelsregistereintrag „die Herstellung von Reklame- und Werbefilmen, auch der sogenannten Trick- und Kartoon-Filme sowie die Betreibung eines Filmreklame-Geschäfts“. Mit der eigenen Firma Film-Ingenieur Lassally GmbH stellte er nachweislich ab 1921 ein Jahrzehnt lang Industriefilme für unterschiedliche Auftraggeber her.Handelsregister Berlin HRB Nr. 20838 Mit Ehefrau Adela (1888–1977) und Sohn Walter Lassally, der später ein berühmter Spielfilmkameramann und Oscar-Preisträger werden sollte, verließ Arthur Lassally das Deutsche Reich Adolf Hitlers und emigrierte im Juni 1939 nach Großbritannien. Was Vater Lassally dort beruflich machte, ist nicht überliefert.
Filmografie als Produzent und/oder Regisseur von kurzen Industriefilmen
1921: Torf statt Kohle 1923: Aus der Fördertechnik 1924: Massenfertigung von Filzhüten 1924: Tuchfabrikation 1924: Tausend fleiß’ge Hände 1925: Der Hebel 1926: Spritzguß 1926: Jedermanns Krone 1927: Index-O 1927: Mechanische Boten 1928: Von Hemden und Hemdchen 1928: Die Post im Hause 1929: Entrosten und Anstreichen einer großen Abraumbrücke 1929: Vom Werdegang einer Kirchenglocke 1930: Das Parker-Rostschutz-Verfahren 1930: Summt ihr Spindeln 1931: Aus der Formungs- und Vollendungstechnik 1931: Rost frißt Eisen
Literatur Kurt Mühsam, Egon Jacobsohn: Lexikon des Films. Verlag der Lichtbildbühne, Berlin 1926, S. 106.
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Einzelnachweise
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