Emmo Gustav Hermann Paul Krien (* 30. April 1873 in Sagan, Schlesien; † Februar 1935 in Drewitz)Landesarchiv Berlin, Heiratsregister Standesamt Berlin X C, Nr. 524/1906 war ein deutscher Kameramann, Spezialgebiet Natur- und Wildaufnahmen.
Leben und Wirken Der gebürtige Niederschlesier, Sohn eines Polizeibeamten, durchlief eine Fotografieschule und erlernte das praktische Handwerk vier Jahre lang beim Hoffotografen Paul Fundner in Berlins Potsdamer Straße 111. Anschließend arbeitete er als Fotograf für mehrere Firmen in der deutschen Provinz, ehe er am 15. Oktober 1901 zur Kinematographie, die damals noch in den Kinderschuhen steckte, stieß. Bis 1903 arbeitete Krien als Laborant für die Deutsche Mutoscop- und Biograph-Gesellschaft, anschließend in selbiger Funktion bis 1908 bei Oskar Messter. Von 1908 bis 1910 wirkte er als Betriebsleiter und Kameraoperateur für die Firma von Alfred Duskes. Nach 1911 arbeitete Krien freischaffend. Am 1. Januar 1916 gründete er mit Hilma Hesse die Deutsche Natur-Film Gesellschaft Krien & Co. OHG.Handelsregister Berlin HRA Nr. 44240 Als Paul Krien eingezogen wurde, übernahm der Prokurist Friedrich Müller die Firma, die er in die Natur-Film Friedrich Müller umwandelte.Eintrag im Berliner Handelsregister am 8. Februar 1917
Wieder zurück im Zivilleben, ging Paul Krien 1918 als Betriebsleiter zur Neutral-Film, anschließend bis 1921 zur Deulig-Film AG. 1921 wurde er von der UFA-Kulturabteilung Ernst Kriegers als Aufnahmeoperateur (Kameramann) eingestellt. Krien fotografierte die kommenden anderthalb Jahrzehnte bis zu seinem Tod 1935 eine Fülle von zumeist kurzen Natur- und Dokumentarfilmen der UFA und machte sich bald einen Namen als Spezialist für Tier- und Wildaufnahmen.
Sein Sohn war der Spielfilmkameramann und Farbfilmspezialist Werner Krien.
Filmografie 1924: Horrido 1924: Wein, Weib, Gesang 1925: Der Wilderer 1927: Natur und Liebe 1927: Von Nizza nach Korsika 1927: Vom Fels zum Meer 1928: Mungo, der Schlangentöter 1928: Wildstörche 1929: Gläserne Wundertiere 1929: Ehe im Tierreich 1929: Seltsames Meeresvolk 1930: Ganz wie bei uns 1930: Beschwingte Ehen 1931: Die Vermehrung bei den Pflanzen 1931: Wunderwelt des Teiches 1932: Natur als Schützerin im Kampf ums Dasein 1932: Tieridylle in der Großstadt 1933: Grüne Vagabunden 1933: Affenstreiche 1935: Der Ameisenstaat
Einzelnachweise
Literatur Kurt Mühsam / Egon Jacobsohn: Lexikon des Films. Verlag der Lichtbildbühne, Berlin 1926. S. 98 f.
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