zentriert|350x260pxDie italienische Schauspielerin Gina Lollobrigida sorgte auf der Berlinale 1986 als Jurypräsidentin für einen Skandal. Sie lehnte die demokratische Entscheidung ihrer Jury für den Siegerfilm Stammheim ab. Sie brach während der Preisverleihung die Schweigepflicht und lehnte den Film öffentlich ab. Dieser Artikel behandelt das Filmjahr 1986.

Ereignisse

8. Januar: In Spanien wird die Academia de las Artes y las Ciencias Cinematográficas gegründet, die ab 1987 jährlich den spanischen Filmpreis Goya vergibt. 30. Oktober: Der Film Down By Law von Jim Jarmusch kommt in den USA in die Kinos. Auf der Berlinale löste der Film Stammheim einen Skandal aus, da die damalige Jury-Präsidentin Gina Lollobrigida die demokratische Entscheidung der Jury ablehnte, die Schweigepflicht während der Preisverleihung brach und offen ihre Ablehnung dieses Films kundtat. Schauspieler Arnold Schwarzenegger heiratet die Fernsehjournalistin Maria Shriver. Schauspieler Morgan Mason heiratet Belinda Carlisle, ein Mitglied der Band Go-Go’s. Die Sieger der Bravo Otto Leserwahl 1986: Kategorie – männliche Filmstars: Gold Tom Cruise, Silber Sylvester Stallone, Bronze Ralph Macchio Kategorie – weibliche Filmstars: Gold Kelly McGillis, Silber Farrah Fawcett, Bronze Radost Bokel

Top 10 der erfolgreichsten Filme In Deutschland

Die zehn erfolgreichsten Filme an den deutschen Kinokassen nach Besucherzahlen (Stand: 17. November 2018):

Platz Filmtitel Besucher 1. Der Name der Rose 5.896.891 2. Jenseits von Afrika 4.477.273 3. Top Gun – Sie fürchten weder Tod noch Teufel 4.265.434 4. Police Academy 3 – Und keiner kann sie bremsen 3.299.839 5. Rocky IV – Der Kampf des Jahrhunderts 3.293.844 6. Asterix – Sieg über Cäsar 3.149.280 7. Drei Männer und ein Baby 2.488.758 8. Basil, der große Mäusedetektiv 2.226.405 9. Momo 2.182.131 10. Die City-Cobra 1.565.060 Kinostarts 1986

In den Vereinigten Staaten Die zehn erfolgreichsten Filme an den US-amerikanischen Kinokassen nach Einspielergebnis. PlatzFilmtitelEinspielergebnis in US-Dollar1.Top Gun176.781.7282.Crocodile Dundee174.803.5063.Platoon138.530.5654.The Karate Kid Part II115.103.9795.Star Trek IV: The Voyage Home109.713.1326.Back to School91.258.0007.Aliens86.160.2488.The Golden Child79.817.9379.Ruthless People71.624.87910.Ferris Bueller’s Day Off70.136.169

Filmpreise

Golden Globe Awards 1986 Am 24. Januar findet im Beverly Hilton Hotel in Los Angeles die Golden-Globe-Verleihung statt.

Bestes Drama: Jenseits von Afrika von Sydney Pollack Bestes Musical/Komödie: Die Ehre der Prizzis von John Huston Bester Schauspieler (Drama): Jon Voight in Runaway Train Beste Schauspielerin (Drama): Whoopi Goldberg in Die Farbe Lila Bester Schauspieler (Musical/Komödie): Jack Nicholson in Die Ehre der Prizzis Beste Schauspielerin (Musical/Komödie): Kathleen Turner in Die Ehre der Prizzis Bester Nebendarsteller: Klaus Maria Brandauer in Jenseits von Afrika Beste Nebendarstellerin: Meg Tilly in Agnes – Engel im Feuer (Agnes of God) Bester Regisseur: John Huston für Die Ehre der Prizzis Cecil B. DeMille Award: Barbara Stanwyck

Oscarverleihung 1986 Die Oscarverleihung findet am 24. März im Dorothy Chandler Pavilion in Los Angeles statt. Moderatoren sind Alan Alda, Jane Fonda und Robin Williams

Bester Film: Jenseits von Afrika von Sydney Pollack Bester Hauptdarsteller: William Hurt in Kuß der Spinnenfrau Beste Hauptdarstellerin: Geraldine Page in A Trip to Bountiful – Reise ins Glück Bester Regisseur: Sydney Pollack für Jenseits von Afrika Bester Nebendarsteller: Don Ameche in Cocoon Beste Nebendarstellerin: Anjelica Huston in Die Ehre der Prizzis Beste Filmmusik: John Barry für Jenseits von Afrika Bester fremdsprachiger Film: Die offizielle Geschichte von Luis Puenzo Ehrenoscar: Paul Newman und Alex North

Internationale Filmfestspiele von Cannes 1986 Das Festival beginnt am 8. Mai und endet am 19. Mai. Die Jury unter Präsident Sydney Pollack vergibt folgende Preise:

Goldene Palme: Mission von Roland Joffé Bester Schauspieler: Bob Hoskins in Mona Lisa und Michel Blanc in Abendanzug Beste Schauspielerin: Fernanda Torres in Eu Sei Que Vou Te Amar und Barbara Sukowa in Rosa Luxemburg Beste Regie: Martin Scorsese für Die Zeit nach Mitternacht Großer Preis der Jury: Opfer von Andrei Tarkowski

Internationale Filmfestspiele Berlin 1986 Das Festival beginnt am 14. Februar und endet am 25. Februar. Die Jury unter Präsidentin Gina Lollobrigida vergibt folgende Preise:

Goldener Bär: Stammheim von Reinhard Hauff Bester Schauspieler: Tuncel Kurtiz in Hiuch HaGdi Beste Schauspielerin: Marcelia Cartaxo in A Hora da Estrela und Charlotte Valandrey in Rote Küsse Bester Regisseur: Giorgi Shengelaya für Die Reise eines jungen Komponisten

Internationale Filmfestspiele von Venedig Das Festival beginnt am 30. August und endet am 10. September. Die Jury unter Präsident Alain Robbe-Grillet vergibt folgende Preise:

Goldener Löwe: Das grüne Leuchten von Éric Rohmer Großer Preis der Jury: Chuzhaya belaya i ryaboy von Sergei Solovyov und Storia d’amore von Francesco Maselli

Deutscher Filmpreis

Bester Film: Rosa Luxemburg von Margarethe von Trotta Beste Regie: Hans-Jürgen Syberberg für Die Nacht Beste Hauptdarstellerin: Katharina Brauren für Novemberkatzen, Edith Clever für Die Nacht und Barbara Sukowa für Rosa Luxemburg Bester Hauptdarsteller: Heiner Lauterbach und Uwe Ochsenknecht für Männer

Nationales Spielfilmfestival der DDR

Bester Film: Blonder Tango von Lothar Warneke und Das Haus am Fluß von Roland Gräf Beste Regie: Rainer Simon für Die Frau und der Fremde Bester Hauptdarsteller: Alejandro Quintana Contreras in Blonder Tango Beste Hauptdarstellerin: Christine Schorn in Eine sonderbare Liebe Bester Nebendarsteller: Hans-Uwe Bauer in Wo andere schweigen Beste Nebendarstellerin: Johanna Schall in Blonder Tango

César

Bester Film: Drei Männer und ein Baby von Coline Serreau Beste Regie: Michel Deville für Gefahr im Verzug Bester Hauptdarsteller: Christopher Lambert für Subway Beste Hauptdarstellerin: Sandrine Bonnaire für Vogelfrei Bester Nebendarsteller: Michel Boujenah für Drei Männer und ein Baby Beste Nebendarstellerin: Bernadette Lafont für Das freche Mädchen Bester ausländischer Film: The Purple Rose of Cairo von Woody Allen

British Academy Film Award

Bester Film: The Purple Rose of Cairo von Woody Allen Bester Hauptdarsteller: William Hurt für Kuß der Spinnenfrau Beste Hauptdarstellerin: Peggy Ashcroft für Reise nach Indien Bester Nebendarsteller: Denholm Elliott für Button – Im Sumpf der Atommafia Beste Nebendarstellerin: Rosanna Arquette für Susan … verzweifelt gesucht Bester fremdsprachiger Film: Oberst Redl von István Szabó

New York Film Critics Circle Award

Bester Film: Hannah und ihre Schwestern von Woody Allen Beste Regie: Woody Allen für Hannah und ihre Schwestern Bester Hauptdarsteller: Bob Hoskins in Mona Lisa Beste Hauptdarstellerin: Sissy Spacek in Verbrecherische Herzen Bester Nebendarsteller: Daniel Day-Lewis in Mein wunderbarer Waschsalon und Zimmer mit Aussicht Beste Nebendarstellerin: Dianne Wiest in Hannah und ihre Schwestern Beste Kamera: Tony Pierce-Roberts für Zimmer mit Aussicht Bester ausländischer Film: Der Untergang des amerikanischen Imperiums von Denys Arcand

National Board of Review

Bester Film: Zimmer mit Aussicht von James Ivory Beste Regie: Woody Allen für Hannah und ihre Schwestern Bester Hauptdarsteller: Paul Newman in Die Farbe des Geldes Beste Hauptdarstellerin: Kathleen Turner in Peggy Sue hat geheiratet Bester Nebendarsteller: Daniel Day-Lewis in Mein wunderbarer Waschsalon und Zimmer mit Aussicht Beste Nebendarstellerin: Dianne Wiest in Hannah und ihre Schwestern Bester fremdsprachiger Film: Otello von Franco Zeffirelli

Los Angeles Film Critics Association Awards

Bester Film: Hannah und ihre Schwestern von Woody Allen Beste Regie: David Lynch für Blue Velvet Bester Hauptdarsteller: Bob Hoskins in Mona Lisa Beste Hauptdarstellerin: Sandrine Bonnaire in Vogelfrei Bester Nebendarsteller: Dennis Hopper in Blue Velvet und Freiwurf Beste Nebendarstellerin: Cathy Tyson in Mona Lisa Bester fremdsprachiger Film: Vogelfrei von Agnès Varda

Weitere Filmpreise und Auszeichnungen AFI Life Achievement Award: Billy Wilder Amanda: Hustruer – ti år etter von Anja Breien (Bester norwegischer Film), Ran von Akira Kurosawa (Bester internationaler Film) American Society of Cinematographers Award: Jordan Cronenweth für Peggy Sue hat geheiratet Australian Film Institute Award: Malcolm von Nadia Tass David di Donatello: Hoffen wir, daß es ein Mädchen wird (Bester italienischer Film) und Jenseits von Afrika (Bester ausländischer Film) Deutscher Kritikerpreis: Basis-Film Verleih Directors Guild of America Award: Steven Spielberg für Die Farbe Lila, Joseph L. Mankiewicz (Lebenswerk) Ernst-Lubitsch-Preis: Marianne Sägebrecht für Zuckerbaby Evening Standard British Film Award: Mein wunderbarer Waschsalon von Stephen Frears Gilde-Filmpreis: Jenseits von Afrika von Sydney Pollack (Gold ausländischer Film), Die Ehre der Prizzis von John Huston (Silber ausländischer Film), Rosa Luxemburg von Margarethe von Trotta (Goöd deutscher Film), Männer von Doris Dörrie (Silber deutscher Film) Guldbagge: Mein Leben als Hund von Lasse Hallström Helmut-Käutner-Preis: Bernhard Wicki Hong Kong Film Awards: Police Story von Jackie Chan Independent Spirit Awards 1986: Die Zeit nach Mitternacht von Martin Scorsese (Bester Film) und Kuß der Spinnenfrau von Héctor Babenco (Bester fremdsprachiger Film) Jupiter: Otto – Der Film von Xaver Schwarzenberger und Otto Waalkes, Zurück in die Zukunft von Robert Zemeckis (Beste Filme), Jamie Lee Curtis (Beste Darstellerin), Michael J. Fox und Götz George (Beste Darsteller) Louis-Delluc-Preis: Die Nacht ist jung von Leos Carax Max-Ophüls-Preis: Nicht nichts ohne dich von Pia Frankenberg Nastro d’Argento: Hoffen wir, daß es ein Mädchen wird von Mario Monicelli und Jenseits von Afrika von Sydney Pollack National Society of Film Critics Award: Ran von Akira Kurosawa People’s Choice Award: Zurück in die Zukunft von Robert Zemeckis (populärster Film), Sylvester Stallone (populärster Schauspieler), Meryl Streep (populärste Schauspielerin) Preis der deutschen Filmkritik: Ein Blick – und die Liebe bricht aus von Jutta Brückner Robert: Die fliegenden Teufel von Anders Refin (Bester dänischer Film), Falsk som vatten von Hans Alfredson (Bester ausländischer Film) Festival Internacional de Cine de Donostia-San Sebastián: Die Hälfte des Himmels von Manuel Gutiérrez Aragón (Goldene Muschel); Donostia Preis: Gregory Peck Sundance Film Festival: Bedrohliches Geflüster von Joyce Chopra (Großer Preis der Jury) Toronto International Film Festival: Der Untergang des amerikanischen Imperiums von Denys Arcand (Publikumspreis) World Film Festival: Betty Blue – 37,2 Grad am Morgen von Jean-Jacques Beineix (Grand Prix of the Americas) Writers Guild of America Award: Der einzige Zeuge von Earl W. Wallace und William Kelley (Beste Originaldrehbuch), Die Ehre der Prizzis von Richard Condon und Janet Roach (Bestes adaptiertes Drehbuch), Waldo Salt (Lebenswerk) Young Artist Award: Cocoon von Ron Howard (Bestes Drama), Zurück in die Zukunft von Robert Zemeckis (Bester Abenteuerfilm), Zurück aus der Vergangenheit von Cary Medoway (Beste Komödie), Sean Astin in Die Goonies (Bester Darsteller), Meredith Salenger in Die Abenteuer der Natty Gann (Beste Darstellerin) Verleihförderpreis des Internationalen Filmfestivals Freiburg: Wend Kuuni von Gaston Kaboré

Geburtstage Januar bis März mini|125px|Brittany Snow (* 9. März) mini|125px|Jamie Bell (* 14. März)

Januar 12. Januar: Gemma Arterton, britische Schauspielerin 16. Januar: Mason Gamble, US-amerikanischer Schauspieler 24. Januar: Mischa Barton, US-amerikanische Schauspielerin 24. Januar: Raviv Ullman, US-amerikanischer Schauspieler

Februar