Haus des Geldes (Originaltitel: , wörtlich „Das Papierhaus“) ist eine spanische Fernsehserie von Álex Pina, die im Stile eines Heist-Movies die Geschichte eines Überfalls mit Geiselnahme auf die spanische Banknotendruckerei (Teil 1 und 2) bzw. die spanische Zentralbank (Teil 3, 4 und 5) erzählt. Haus des Geldes zählt mit zu den erfolgreichsten Netflix-Serien überhaupt.

Geschichte Die Erstausstrahlung der Serie erfolgte ab Mai 2017 auf dem Sender Antena 3. In deutscher Sprache erschienen die ersten neun Episoden in neu geschnittener, auf ca. 50 Minuten gekürzter Fassung als 13 Episoden im Dezember 2017 auf Netflix. Die restlichen sechs Episoden erschienen neu geschnitten als neun Episoden im April 2018 auf Netflix. Im Juli 2019 veröffentlichte Netflix weitere Folgen als Teil 3 mit acht Episoden und im April 2020 den vierten Teil mit ebenfalls acht Episoden.https://www.filmfutter.com/news/haus-des-geldes-staffel-4 Staffel 4 von Haus des Geldes in Arbeit | abgerufen am 20. Juli 2019 Letzterer wurde in den ersten 30 Tagen nach Erscheinen von 65 Millionen Haushalten mit Netflix-Abo gestreamt.

Mitte Oktober 2019 wurde von einem Sprecher der Produktionsfirma bestätigt, dass Netflix zwei weitere Teile der Serie sowie ein Spin-off in Auftrag gegeben habe. Der fünfte Teil sollte ursprünglich im September 2020 und der sechste Teil im März 2021 erscheinen. Wohl aufgrund der COVID-19-Pandemie entschied man sich gegen einen sechsten Teil, womit der fünfte mit zehn Folgen der letzte Teil ist. Die ersten fünf Folgen des fünften Teils wurden im September 2021 auf Netflix veröffentlicht und die letzten fünf Folgen erschienen am 3. Dezember desselben Jahres.

Handlung Teil 1 (Antena-3-Folgen 1–9, Netflix-Folgen 1–13)

Ein mysteriöser Mann, der sich selbst nur als den Professor bezeichnet, organisiert mit Hilfe von acht Spezialisten den größten Raubüberfall in der Geschichte Spaniens. Gemeinsam wollen sie die , die Banknotendruckerei Spaniens, infiltrieren, um sich somit selbst Geldscheine zu drucken. Um ihre Identität zu schützen und persönliche Bindungen zu vermeiden, benennen sich die acht anderen Verbrecher nach Großstädten: Tokio, Berlin, Rio, Helsinki, Oslo, Moskau, Denver und Nairobi; im Verlauf der Serie werden einige reale Namen bekannt. Das finanzielle Ziel des Raubs sind 2,4 Milliarden Euro. Dazu brauchen sie elf Tage Zugriff auf die Gelddrucker, was einen ausgeklügelten Plan erfordert, um die Spezialkräfte der spanischen Polizei zu täuschen.

In der Serie wird gezeigt, wie die Menschen in angespannten Situationen damit beginnen, sich gegen den Plan zu stellen, oder eben alles dafür tun, dass der Plan letztlich funktioniert. Eine der Geiseln, die zuvor ein Verhältnis mit dem Bankdirektor hatte, verliebt sich in Denver. Motiviert vom Direktor der Banknotendruckerei Arturo Román gelingt einer Gruppe Geiseln die Flucht, wobei sie Oslo schwer verletzen.

Teil 2 (Antena-3-Folgen 10–15, Netflix-Folgen 14–22) mini|Figur Berlin in Overall und Maske auf der Gamescom 2019 Die Geisel, die sich in Denver verliebt hatte, schließt sich den Bankräubern an und erhält fortan den Übernamen Stockholm als Referenz zum Stockholm-Syndrom. Oslo wird von Helsinki auf Grund seiner Verletzungen und Cousin-Liebe getötet, um ihn von seinem Leiden zu erlösen. Da auch der Professor in Schwierigkeiten gerät und seine Leute in der Bank eine Zeit lang nichts von ihm hören, zweifelt Tokio an ihm und will auf eigene Faust weitermachen. Berlin, der das Kommando hat, stellt sich dagegen und nach einer Auseinandersetzung mit Tokio liefert er sie an die Polizei aus. Mit Hilfe des Professors wird sie befreit und kehrt zurück, wobei Moskau im Kugelhagel tödlich verwundet wird.

Doch der Professor hat viel größere Probleme: Er verliebt sich in die leitende Polizistin, Inspectora Raquel Murillo, die seine Gefühle erwidert. Dabei ahnt sie nicht, dass ihr Freund der Professor ist. Nachdem sie ihn enttarnt hat, gelingt es ihm nach verbalen und körperlichen Auseinandersetzungen, sie auf seine Seite zu ziehen: Er und seine Leute wollen nichts Böses, lediglich Geld, das nicht einmal jemandem weggenommen wird, um aus ihren schlechten Verhältnissen zu entfliehen und ein neues Leben anzufangen. Die Inspectora entscheidet sich zu kooperieren und setzt ihren Job und das Sorgerecht für ihre Tochter aufs Spiel. Gegen Ende stellt sich Berlin als der Halbbruder des Professors heraus, der an einer unheilbaren Krankheit leidet. Um den anderen die Flucht zu ermöglichen, opfert er sich im Kugelhagel der sie verfolgenden Spezialeinheit.

Der Bande gelingt es, rechtzeitig mit dem Geld zu fliehen. Verkleidet verlassen sie einzeln oder paarweise nach und nach den Hangar mit gefälschten Ausweisen, um ihr neues Leben anzutreten. Das Geld wird von Helsinki und dem Professor in einem Lastwagen mitgenommen.

Es folgt ein Zeitsprung von einem Jahr; Raquel Murillo hat gekündigt. Im Fernsehen sieht sie einen Bericht vom Banküberfall. Sie sucht die Postkarten, die ihr der Professor geschenkt hat; sie hätte sich ein Reiseziel aussuchen sollen. Auf den Rückseiten der Karten entdeckt sie eine geheime Botschaft: Der Professor hat ihr die Koordinatenangabe 10°0′0″N 118°50′0″E hinterlassen. Sie fliegt an das Ziel (Palawan) und trifft den Professor, der auf sie gewartet hat.

Teil 3 (Netflix-Folgen 23–30)

Zwei Jahre nach dem Überfall sind die Mitglieder der Gruppe auf der ganzen Welt verstreut. Der Professor und die frühere Inspectora Raquel befinden sich in Palawan, Philippinen, Nairobi und Helsinki in La Pampa, Argentinien, Denver und Mónica auf Java, Indonesien, und Tokio und Rio auf einer Insel in Guna Yala, Panama. Tokio sehnt sich nach Abwechslung und plant die Insel zu verlassen. Um Kontakt halten zu können, gibt Rio ihr ein Satellitentelefon. Nach drei Tagen ruft er sie an, doch der Anruf kann zurückverfolgt werden und Rio wird festgenommen. Tokio kann gerade noch so entkommen und gelangt zum Professor nach Thailand, welcher daraufhin den Rest der Gruppe in einem Kloster in Italien versammelt, um Rios Rettung zu planen. Dieser wird derweil an einem unbekannten Ort (ähnlich einer Black Site) von der Inspectora Alicia Sierra gefoltert, um die Aufenthaltsorte der anderen Mitglieder zu verraten. Die Gruppe plant einen Einbruch in die Bank von Spanien, die spanische Zentralbank, und hat es offenbar auf das dort gelagerte Gold abgesehen. Der Plan stammt von Berlin, und der Professor will ihm so Tribut zollen. Durch den Einbruch möchten sie auch die Aufmerksamkeit der Regierung erhalten und öffentlich auf Rios Umstand rechtswidriger Behandlung aufmerksam machen und den Staat zwingen, ein ordentliches Gerichtsverfahren zu eröffnen. Beim Überfall sind diesmal auch Raquel, unter ihrem Decknamen Lissabon, ein Freund des verstorbenen Berlin und zwei neue Handlanger dabei. Der Professor leitet zusammen mit Raquel den Einbruch von außen aus einer mobilen Kommandozentrale.

Nachdem in die Bank eingebrochen wurde, und das Gold aus dem Tresorraum geborgen und eingeschmolzen wird, zeigt sich ein weiteres Ziel der Gruppe: geheime Regierungsdokumente, die ebenfalls im Tresorraum, zusätzlich geschützt, aufbewahrt werden. Durch Drohung mit Veröffentlichung derer will die Gruppe die Polizei zurückhalten. Diese lenkt dann allerdings die Öffentlichkeit mit falschen Angaben ab, und so werden die geheimen Dokumente aus dem Tresor nutzlos.

Nach Gefangennahme eines Sondereinsatzkommandos durch die Gruppe verhandelt der Professor um die Freilassung Rios: 40 Geiseln sowie das Sonderkommando. Nachdem der Tausch vollzogen ist, springt Arturo Román in letzter Sekunde durch die schließende Sicherheitstür in die Bank. Er hat ein Buch über seine Geiselnahme geschrieben und sieht sich selbst als Held, sehnt sich jedoch nach Stockholm bzw. Mónica Gaztambide. Diese hat jedoch kein Interesse mehr an ihm und möchte auch nicht, dass Arturo auf ihren gemeinsamen Sohn trifft. Der Professor und Raquel werden fernab der Bank von der Polizei verfolgt. Der Professor schafft es gerade so, sich auf einem Baum zu verstecken, Raquel zieht sich in eine Scheune zurück. Nachdem Rio zurück zur Gruppe gelassen wird, macht er mit Tokio Schluss, die sich daraufhin betrinkt. Raquel wird von zwei Bauern entdeckt, die es auf die ausgesetzte Belohnung in Höhe von 10 Millionen € abgesehen haben, und schließlich von der Polizei festgenommen. Die Inspectora Alicia Sierra lässt eine Erschießung von Raquel durch die Polizei fingieren, um durch ihren Tod den Professor und somit die Gruppe psychologisch zu brechen. Nairobi wird derweil von Sierra mit einer List an ein Fenster gelockt und von einem Scharfschützen angeschossen. Die Gruppe versucht alles, um die stark blutende Nairobi zu retten, währenddessen plant die Polizei den Trubel zu nutzen, um mit einem Panzerwagen in die Bank zu brechen. Als Reaktion auf Raquels angebliche Tötung ruft der Professor Krieg aus und genehmigt so den Einsatz sämtlicher Mittel. Rio und Tokio feuern mit Panzerabwehrhandwaffen auf das gepanzerte Fahrzeug und verhindern so das Eindringen in letzter Sekunde, verstoßen so aber gegen ihre goldene Regel, dass kein Blut fließen darf.

Teil 4 (Netflix-Folgen 31–38)

Nachdem die Protagonisten das Feuer auf die Polizei eröffnet haben, versuchen sie, Nairobi mit einer provisorischen Operation zu retten, indem sie die Kugel und den Teil der Lunge, in dem die Kugel feststeckt, herausholen. Nachdem dies, trotz gekappter Verbindung zu einem Chirurgen, gelingt, bricht ein Streit aus. Palermo, dem das Kommando entzogen und an Tokio übergeben wurde, tauscht seinen roten Overall gegen einen Anzug aus und will die Bank verlassen. Er wird in letzter Sekunde von Tokio und Helsinki aufgehalten, die ihn mit Ketten fesseln und zu den Geiseln setzen lassen. In der Zwischenzeit wird Lissabon in die Polizeiverhandlungszentrale vor der Bank gebracht. Sie wird dort in Isolationshaft von Sierra verhört, die sie mit der Festnahme ihrer Mutter und Tochter erpresst.

Der Professor kann vor den Polizisten flüchten und mit Hilfe eines neuen Komplizen, „Marseille“, zurück in die Basis gelangen. Mit Marseille zusammen erpresst er einen Polizisten, der im Zelt der Polizeizentrale vor der Bank arbeitet. Von ihm erfährt er, dass Lissabon noch am Leben ist. Er plant eine komplizierte Befreiungsaktion.

Der Sicherheitschef Gandía des Gouverneurs der Bank von Spanien, der unter den Geiseln mit Handschellen gefesselt ist, wird von Palermo angestachelt, sich aus den Handschellen durch Auskugeln des Handgelenks zu befreien. Es gelingt ihm. Rio will ihn aufhalten, kann es allerdings nicht über sich bringen, die Geisel zu erschießen, da er aufgrund seiner Folter in Teil 3 an einer PTBS leidet.

Der Sicherheitschef Gandía verschanzt sich im Panikraum und beginnt eine systematische Jagd nach den Geiselnehmern. Er entführt Tokio in seinen Panikraum und hält sie dort gefangen.