Zickhusen ist eine Gemeinde im Landkreis Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Lützow-Lübstorf mit Sitz in der Gemeinde Lützow verwaltet.

Geografie mini|Zickhusen, Luftaufnahme (2014)mini|Schwarzer See an der B 106 bei Zickhusen

Die Gemeinde Zickhusen liegt 14 Kilometer nördlich von Schwerin in einem Grundmoränengebiet, dessen Hügel den Spiegel des Schweriner Sees im Osten und das Tal der oberen Stepenitz im Westen um etwa 30 Meter überragen. Die Gemeinde hat einen Anteil an den Dambecker Seen, die als Vogelschutzgebiet unter Naturschutz stehen. Südlich davon schließt sich das Naturschutzgebiet Drispether Moor an, in dem Torf abgebaut wird. Der Schwarze See befindet sich mehrheitlich auf Zickhusener Gemeindegebiet.

Umgeben wird Zickhusen von den Nachbargemeinden Bobitz im Nordwesten, Bad Kleinen im Nordosten, Lübstorf im Südosten und Süden sowie Alt Meteln im Westen.

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Drispeth und Zickhusen.

Geschichte Zickhusen wurde 1284 erstmals urkundlich als Tsikhusen genannt. Bis ins 16. Jahrhundert blieb es Sitz der Adelsfamilie von Zickhusen. Heinrich von Zickhusen verkaufte 1489 eine Rente aus seinem Hof an die Kalandsbruderschaft zu Schwerin. Eine Aufstellung aller verpfändeten Pachten aus der Zeit um 1520 deutet auf den Niedergang der Adelsfamilie hin. Rechtsnachfolger der Familie wurden Anfang des 17. Jahrhunderts die von Sperlings. Jedoch erwarb Herzog Adolf Friedrich bereits 1618 den Meierhof für 9000 Gulden. Hatte Zickhusen im hohen Mittelalter noch seine eigenen Geistlichen, ist die örtliche Kapelle bereits Anfang des 16. Jahrhunderts Filiale der Kirchgemeinde Alt Meteln. Der klassizistische Neubau der Dorfkirche wurde 1827 abgeschlossen.Schlie, S. 640

Drispeth war ein früheres slawischen Fischerdorf. Hier wird Gartentorf gestochen.

Politik Wappen

Flagge Die Flagge ist am Liek gleichmäßig längs gestreift von Rot und Gelb, das fliegende Ende ist Blau. In der Mitte eines jeden der drei Felder liegt eine Figur des Gemeindewappens: in der Oberecke ein weißer Ziegenkopf; im unteren Viertel zwei schräg gekreuzte schwarze Torfspaten, die zwei Drittel der Höhe des jeweiligen Streifens einnehmen; im fliegenden Ende ein klassizistischer weißer Kirchturm, der fünf Sechstel der Höhe des Flaggentuchs einnimmt. Die Höhe des Flaggentuchs verhält sich zur Länge wie 3:5. (PDF).

Dienstsiegel Das Dienstsiegel zeigt das Gemeindewappen mit der Umschrift „• GEMEINDE ZICKHUSEN • LANDKREIS NORDWESTMECKLENBURG“.

Sehenswürdigkeiten mini|Dorfkirche in Zickhusen von 1827

Klassizistische Dorfkirche in Zickhusen an Stelle eine Vorgängerbaus aus dem 16. Jahrhundert, als Saalkirche von 1827 mit halbrundem Altarraum und dem schmalen Westturm wie ein Campanile.

Verkehrsanbindung Zickhusen liegt an der Bundesstraße 106 zwischen der Landeshauptstadt Schwerin und der Hansestadt Wismar. Die Anschlussstelle Bobitz (Ostseeautobahn A 20) liegt etwa 12 Kilometer von Zickhusen entfernt, in den Nachbargemeinden Lübstorf und Bad Kleinen befinden sich die nächsten Bahnhöfe (Bahnlinie Schwerin – Wismar).

Persönlichkeiten Friedrich Ludwig von Mecklenburg (* 1821 in Zickhusen; † 1884), preußischer Offizier, zuletzt Oberst

Literatur Friedrich Schlie: Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg-Schwerin. II. Band: Die Amtsgerichtsbezirke Wismar, Grevesmühlen, Rehna, Gadebusch und Schwerin. Schwerin 1898, Neudruck Schwerin 1992, S. 640 f. ISBN 3-910179-06-1

Weblinks

Siehe auch Künstlerkolonie Drispeth

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Nordwestmecklenburg