mini|200px|Historisches Logo der VKU Die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna mbH (VKU) ist ein Verkehrsunternehmen im Kreis Unna.

Gesellschafter (Stand: 31. Dezember 2025) Verwaltungs- und Beteiligungs- gesellschaft Kreis Unna mbH – 50 % Stadt Lünen – 16 % Stadt Unna – 9 % Stadt Kamen – 8 % Stadt Bergkamen – 8 % Stadt Werne – 5 % Gemeinde Bönen – 1 % Gemeinde Holzwickede – 1 % Stadt Selm – 1 %

Geschichte mini|hochkant=1.25|Betriebshof der VKU in Kamen Am 27. Juli 1907 wurde die Kleinbahn Unna–Kamen–Werne (U.K.W.) gegründet. Sie betrieb von 1909 bis Ende 1950 eine Überlandstraßenbahn zwischen diesen Städten. 1950 bekam das Unternehmen den Namen Verkehrsgesellschaft für den Kreis Unna m.b.H. (VKU), da sie den Betrieb nun mit Omnibussen durchführte. 1957–1959 wurde der von der U.K.W. übernommene Betriebshof an der Lünener Straße in Kamen besser für den Busbetrieb ausgerüstet und eine Wagenhalle mit Lackiererei und Abstellmöglichkeit für 24 Busse erstellt. 1959 betrieb die VKU 18 Buslinien, 1962 leistete die VKU mit 111 Beschäftigten 2,0289 Mio. Wagenkilometer und beförderte 6,5184 Mio. Fahrgäste. Von 1968 bis 1973 wurde der Betriebshof in Kamen nach Geländekauf erweitert und modernisiert.Vom Büssing-Schaffnerwagen zum Standardlinienbus. In: Zwischen Hellweg und Lippe. Von U.K.W. bis VKU – 75 Jahre Verkehrsgesellschaft Kreis Unna. Westfälische Verkehrsgesellschaft, Münster.

Nach der Kreisgebietsreform 1975 übernahm die VKU zum 1. Januar 1976 den Busverkehr der Stadtwerke Lünen mit dem Betriebshof an der Merschstraße und ihren Bussen.Verkehrsgesellschaft Kreis Unna. In: Strassenbahn Aktuell, Heft 2/76, Kölner Eisenbahn-Club, Bensberg-Frankenforst 1976, S. 27. Am 14. April 1978 wurde in Lünen ein neuer Betriebshof an der Kupferstraße eingeweiht.

Von 1980 bis 2025 arbeitete die VKU unter dem Dach der 1970 gegründeten Westfälischen Verkehrsgesellschaft (WVG), die als Servicegesellschaft für den Verkehrsbetrieb VKU und andere westfälische Schwester-Verkehrsbetriebe wie RLG und RVM fungierte.Die VKU. Ihr Verkehrsbetrieb für den Kreis Unna. In: vku-online.de, abgerufen am 1. August 2019 1982 hatte die VKU 173 Beschäftigte und 81 Busse, die auf 29 Linien verkehrten.

Zum 31. Dezember 2025 hat die VKU ihren Betriebs- und Geschäftsführungsvertrag mit der WVG gekündigt. Die Geschäftsanteile wurden auf die Schwesterunternehmen Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH, Regionalverkehr Münsterland GmbH und Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH übertragen.https://hochsauerlandkreis.ratsinfomanagement.net/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZTRZO8iq-BCuT26SNXOk0nM-atwmW2dIQ4lRrwL-LgVe/Vorlage_10-1187.pdf

Wie im April 2026 bekannt wurde, plant die VKU, an der Hansastraße in Unna einen dritten Betriebshof zu errichten, da sie mit dem Nahverkehrsplan 2026 auch den Linienverkehr im südlichen Teil des Kreises Unna übernommen hat und somit zusätzliche Möglichkeiten zur Unterbringung ihrer Fahrzeuge schaffen kann.

Wagenpark Von der U.K.W. wurden 1950 die vorhandenen Omnibusse und Personenanhänger übernommen. Dazu gehörten besonders die Vorkriegsfahrzeuge von Krupp mit Bauer-Aufbauten, aber auch einige gerade für die Umstellung des letzten Streckenabschnitts der Straßenbahn auf Busbetrieb in Betrieb genommene Büssing-Trambusse mit 135-PS-Dieselmotor, eingebaut unterflur hinter der Vorderachse. Mindestens ein Magirus-Deutz O3000 war ebenfalls vorhanden. In der Folge wurden verschiedene Bauserien von Büssing-Trambussen beschafft, aber auch einige Mercedes-Benz O 3500, O321H und O302 sowie einzelne kleine Busse (Borgward B2000O und Kässbohrer Setra S6). Nach dem Verbot des Einsatzes von Personenanhängern Anfang der 1960er Jahre wurden auch Büssing-Gelenkbusse mit Emmelmann-Aufbau und Sitzschaffner an der hinteren Tür zur Bewältigung der Hauptlinien mit großem Fahrgastandrang eingesetzt. Sonst verkehrten die Solobusse im Einmannbetrieb, ab Mitte der 1960er Jahre teilweise auch die Gelenkbusse. Ab Sommer 1963 erfolgte die Fahrscheinausgabe in den Bussen durch Fahrscheindrucker. Nach der deutschlandweiten Einführung der Standard-Linienbusse ab 1968 wurden zunächst solche von Büssing, nach deren Übernahme durch MAN mehrere Serien von Mercedes-Benz O 305 und auch neue Gelenkbusse von Vetter mit Fahrgestellen der Typen Mercedes-Benz O 317 und Mercedes-Benz O305G beschafft. mini|Elektrobus der VKU in Bergkamen Gegen Ende der 2010er Jahre hat die VKU ihren eigenen Wagenpark vollständig auf Busse des Herstellers Mercedes-Benz umgestellt, seitdem sind im Kreis Unna Solo- und Gelenkwagen dieses Herstellers in verschiedenen Ausführungen unterwegs, bspw. der Citaro O 530 oder der Citaro C2. Am 4. Oktober 2024 nahm der erste elektrisch betriebene eCitaro G von Mercedes-Benz, begleitet von der Kampagne „Mit Spannung erwartet“, den Betrieb auf. Zur Vorbereitung darauf wurde der Betriebshof in Kamen im Voraus mit der entsprechenden Ladeinfrastruktur und höheren Unterstellhallen ausgestattet. Im Mai 2026 besaß die VKU bereits 19 eCitaro’s sowie sieben Elektro-Midibusse des Typs Mellor Sigma 7 und verfolgte das Ziel, bis zum Jahr 2037 ihren gesamten Fuhrpark auf alternative Antriebe umzustellen.

Angebotsstruktur Die VKU beförderte im Jahr 2025 rund 13 Mio. Fahrgäste (2019: 14,85 Mio.). Die Betriebsleistung lag bei 8,378 Mio. Wagen-Kilometern, davon 8,283 Mio. im öffentlichen Linienverkehr. Die Linienlänge von zusammen 1.902 km bei 103 Linien wurde mit 110 eigenen und 94 bei etwa zehn privaten Unternehmen angemieteten, im Auftrag für die VKU fahrenden Bussen bedient. Die angemietete Leistung lag bei knapp der Hälfte des Fahrdienstes. Die Zahl der Beschäftigten lag bei 277 Vollzeitstellen; 7 Personen wurden dazu ausgebildet.

Am 25. Mai 2026 trat der Nahverkehrsplan 2026 in Kraft, durch den das gesamte Linienkonzept erneuert und übersichtlicher gestaltet wurde. Hierzu sind aus den bisherigen Stadt-, Regional- und Schnellbuslinien neue Linienarten wie Städtische (Zweistellige Nummer) und Regionale Verbindungen (Dreistellige Nummer) sowie schnelle und schienenorientierte Expressverbindungen (Buchstabe X + Nummer) hervorgegangen. Darüber hinaus sind auch Verbindungen mit Bestellfahrten vorhanden, welche wie die regionalen Verbindungen mit einer dreistelligen Nummer gekennzeichnet sind, wobei die erste Ziffer allerdings eine 3 ist. Bürgerbusse und Nachtverbindungen sowie AnrufSammelTaxis wurden in ihrer bisherigen Form mit ihrer Kennzeichnung beibehalten.

Die folgenden Angaben beziehen sich auf den Fahrplan ab dem 25. Mai 2026; dabei sind Schulverbindungen nicht einzeln aufgeführt.

Angaben zu den Fahrtintervallen der einzelnen Linien tagsüber werden nach dem Schema (montags bis freitags / samstags / sonn- und feiertags) dargestellt.

* Abschnittsweise

EF: Einzelfahrt(en)

Expressverbindungen Expressverbindungen schaffen schnelle und direkte Verbindungen in Anlehnung an die Fahrwege des motorisierten Individualverkehrs und bündeln sowie verbinden den Schienen- und Expressbusverkehr an zentralen ÖPNV-Knoten.

X1: Lünen, Hauptbahnhof Nord – Lünen-Wethmar – Werne, Stadthaus – Werne-Stockum – Hamm-Bockum – Hamm, Hauptbahnhof (60/60/-)

X2: Lünen, Hauptbahnhof Nord – Lünen-Wethmar – Lünen-Beckinghausen – Bergkamen-Oberaden – Bergkamen, Busbahnhof (60/60/-)

X3: Lünen, Hauptbahnhof Nord – Lünen-Wethmar – Lünen-Beckinghausen – Bergkamen-Oberaden – Bergkamen-Weddinghofen – Kamen, Bahnhof – Unna-Königsborn – Unna, Bahnhof (60/60/60)

X4: Bönen, Bahnhof – Bönen-Altenbögge – Kamen-Heeren – Unna-Königsborn – Kamen, Bahnhof – Bergkamen, Busbahnhof – Bergkamen-Rünthe – Hamm-Sandbochum – Hamm-Herringen – Hamm, Hauptbahnhof (60/60/60*)

X5: Unna, Bahnhof – Unna-Königsborn – Kamen, Bahnhof – Bergkamen, Busbahnhof – Bergkamen-Rünthe – Werne, Stadthaus (60/60/60*)

X6: Bergkamen, Busbahnhof – Bergkamen-Weddinghofen – Kamen-Methler – Dortmund-Grevel – Dortmund-Eving – Dortmund, Hauptbahnhof (30*/30*/60*)

X9: Kamen, Bahnhof – Bergkamen-Rünthe – Werne, Stadthaus – Selm-Cappenberg – Selm-Bork – Selm-Beifang, Bahnhof (60/60/-)

Städtische und Regionale Verbindungen Städtische und Regionale Verbindungen dienen als Zu- und Abbringer zu den Knoten des Schienen- und Expressbusverkehrs sowie zur Verbindung weiterer relevanter Achsen, Stadtteilen und Zentren. Sie bedienen dabei im Gegensatz zu den Expressverbindungen alle Haltestellen entlang des Linienweges. Einzelne Fahrten werden am Wochenende und in Tagesrandlagen auch als Bestellfahrten angeboten, diese sind in der Taktangabe nachfolgend mit einem B gekennzeichnet.

Städtische Verbindungen verkehren hierbei meist nur innerhalb einer Kommune und sind durch eine zweistellige Nummer erkennbar.

10: Selm-Beifang, Bahnhof – Bork, Amtshaus – Cappenberg, Kreutzkamp (60/-/-)

11: Werne, Holtkamp – Stadthaus – Krankenhaus (60/-/-)

21: Lünen, ZOB-Hauptbahnhof – Lippholthausen, Buddenburg – Brambauer, Verkehrshof – Emil-Stade-Platz (20/20/30)

22: Lünen-Nord, Schulzentrum Brusenkamp – ZOB-Hauptbahnhof – Süd, Bürgerplatz – Horstmar, Preußen Bahnhof – Niederaden, In der Heide (30*/60*/60*)

23: Lünen-Alstedde, Mitte – ZOB-Hauptbahnhof – Süd, Bürgerplatz – Gahmen, Karlstraße – Dortmund-Derne, Auf dem Brink – Eving, Schulte Rödding (30/30/60)

24: Lünen, ZOB-Hauptbahnhof – Kupferstraße – An der Wethmarheide – Brambauer, Verkehrshof – Friedhof (60/-/-)

31: Bergkamen, Busbahnhof – Ebertstraße (Nordberg) – Einkaufszentrum Nordfeld (60/-/-)

32: (Kamen, Bahnhof –) Markt – Lünener Straße (West) (30/30/60)

33: (Kamen, Markt –) Bahnhof – Südkamen, Perthes-Werk (60/60B/-)

34: (Kamen, Markt –) Bahnhof – Methler, Lutherplatz – Bahnhof – Schmiedeweg (60/60/-)

41: Bönen, Bahnhof – Abzweig Am Mersch – Nordbögge, Bahnhof (60/-/-)

42: Bönen, Bahnhof – Woortstraße – Bramey, Dorfstraße – Lenningsen, Alter Bahnhof (60/-/-)

43: (Bönen, Inlogparc –) Abzweig Am Mersch – Bahnhof – Altenbögge, Markt – Kamen-Heeren, Denkmal (60/60/60B)

51: Unna, Bahnhof – Ahornstraße – Talstraße – Hertinger Tor (60/60/60B)

52: Unna, Bahnhof – Ahornstraße – Eibenweg (60/60/-)

54: Unna, Bahnhof – Afferde, Afferder Weg 55 – Königsborn, Katernborn – Knappenstraße (60/-/-)

55: Unna, Bahnhof – Uelzen, Mitte – Mühlhausen, In den Bruchgärten – Nordlünern, Ruhekopf – Lünern, Bahnhof (– Stockum, Hellweg – Westhemmerde – Hemmerde, Bahnhof) (60/60/60B)

56: Unna, Bahnhof – Massen, Bahnhof – Dortmund-Wickede, Dollersweg (60/60/60)

57: Unna, Bahnhof – Massen, Bürgerhaus – Holzwickede, Wickeder Straße – Dortmund, Flughafen – Holzwickede, Nordschule (60/-/-)

58: Unna, Bahnhof – Talstraße – Billmerich, Kirche – Unna, Südfriedhof – Bahnhof (60/60*/60B)

71: Schwerte, Schwerterheide – Bahnhof – Dortmund-Holzen, Heideweg (30/30/60)

72: Schwerte, Bahnhof – Villigst, Bachstraße – Ergste, Bahnhof – Im Wietloh (30/30/60)

73: Schwerte, Bahnhof – Ostpreußenweg – Bahnhof (60/60B/-)

74: Schwerte, Bahnhof – Geisecke, Schulberg – Dortmund-Lichtendorf – Sölderholz, Mitte (60/60/60*)

76: Holzwickede-Opherdicke, Haus Opherdicke – Hengsen – Holzwickede, Bahnhof – Nordschule (30*/60*/60B)

77: Holzwickede, Bahnhof – ECO PORT West – ECO PORT Ost (EF/-/-)

81: Fröndenberg, Bahnhof – Löhnbad – Pater-Delp-Straße – Bahnhof (30/60/60B)

82: Fröndenberg, Mitte – Ardey, Bahnhof – Langschede, Bahnhof – Dellwig, Kirche – Strickherdicke, Böckelmannweg (60/60B/60B)

84: Fröndenberg, Bahnhof – Frohnhausen – Warmen, Finger – Bentrop, Feuerwehr (60/60B/60B)

Regionale Verbindungen verkehren interkommunal und sind durch eine dreistellige Nummer erkennbar.

210: Lünen, Persiluhr – ZOB-Hauptbahnhof – Nord – Selm-Cappenberg, Kreutzkamp (60/60/60B)

211: Lünen, In der Geist – ZOB-Hauptbahnhof – Nord – Selm-Bork – Selm, Bahnhof – Lüdinghausen, Busbahnhof (60/60*/60*)

215: Werne, Bahnhof – Stadthaus – Stockum – Hamm-Bockum – Hövel – Hamm, Hauptbahnhof (60/60/60*)

219: Schwerte, Bahnhof – Unna, Bahnhof – Königsborn – Kamen, Bahnhof – Bergkamen – Rünthe – Werne, Stadthaus – Amazon (EF/EF/-)