zentriert|350x260pxWim Wenders gewinnt mit seinem Film Paris, Texas die Goldene Palme von Cannes. Dieser Artikel behandelt das Filmjahr 1984.
Ereignisse 6. April: Uraufführung von Die unendliche Geschichte (Regie: Wolfgang Petersen). Dieser nach dem gleichnamigen Roman Michael Endes entstandene Film erweist sich später als die erfolgreichste deutsche Produktion in den Vereinigten Staaten. 16. Mai: Im Rahmen des dritten Nationalen Spielfilmfestivals der DDR wird der DEFA-Jugendfilm Erscheinen Pflicht von Helmut Dziuba uraufgeführt. Trotz einer lobenden Erwähnung wird der Film wegen seines gesellschaftskritischen Inhalts erst nach der Wende1990 im DDR-Fernsehen gezeigt. 26. Oktober: James Camerons Science-Fiction-Film Terminator mit Arnold Schwarzenegger und Linda Hamilton in den Hauptrollen kommt in den Vereinigten Staaten in die Kinos. Der mit verhältnismäßig bescheidenem Budget gedrehte B-Movie mit Arnold Schwarzenegger und Linda Hamilton in den Hauptrollen entwickelt sich zu einem Kultfilm. 26. Oktober: Amadeus von Miloš Forman, die Verfilmung des in London und am Broadway gefeierten Bühnenstücks von Sir Peter Shaffer, kommt in Deutschland in die Kinos. Bei der Oscar-Verleihung 1985 erhält der Film acht Auszeichnungen. TriStar Pictures, ein Gemeinschaftsunternehmen von Columbia Pictures, HBO, und CBS veröffentlichen mit Where the Boys Are ’84 ihren ersten Film. Mit Richard Pearces Country, Robert Bentons Ein Platz im Herzen und Mark Rydells Menschen am Fluß starten gleich drei US-amerikanische Heimatmelodrame, die die Geschichte von störrischen und mutigen Farmern erzählen, die entschlossen sind, ihren Familienbesitz gegen die Ansprüche der Bank zu verteidigen. Mit Sissy Spacek (Menschen am Fluß), Jessica Lange (Country) und Sally Field (Ein Platz im Herzen) werden alle drei Hauptdarstellerinnen der so genannten „save the farm“-Filme für die renommierten US-amerikanischen Filmpreise Golden Globe und Oscar nominiert. Die Filmzeitschrift epd Film erscheint erstmals. Die Sieger der BRAVO-Otto-Leserwahl 1984: Kategorie – männliche Filmstars: Gold Harrison Ford, Silber Noah Hathaway, Bronze Kevin Bacon Kategorie – weibliche Filmstars: Gold Tami Stronach, Silber Jennifer Beals, Bronze Lori Singer
Erfolgreichste Filme
Top 10 in Deutschland
Die zehn erfolgreichsten Filme an den deutschen Kinokassen nach Besucherzahlen (Stand: 17. November 2018):
Platz Filmtitel Besucher 1. Police Academy – Dümmer als die Polizei erlaubt 5.187.443 2. Die unendliche Geschichte 4.822.676 3. Indiana Jones und der Tempel des Todes 3.852.364 4. Amadeus 3.627.063 5. Sag niemals nie 3.583.930 6. Gremlins – Kleine Monster 3.143.289 7. Auf dem Highway ist wieder die Hölle los 2.921.895 8. Zwei Nasen tanken Super 2.380.797 9. Es war einmal in Amerika 2.319.953 10. Didi – Der Doppelgänger 2.191.965 Kinostarts 1984
Top 10 in den Vereinigten Staaten Die zehn erfolgreichsten Filme an den US-amerikanischen Kinokassen nach Einspielergebnis. PlatzFilmtitelEinspielergebnis in US-Dollar1.Ghostbusters229.242.9892.Beverly Hills Cop224.760.4783.Indiana Jones and the Temple of Doom179.870.2714.Gremlins153.083.1025.The Karate Kid90.815.5586.Police Academy81.198.8947.Footloose80.035.4028.Romancing the Stone76.572.2389.Star Trek III: The Search for Spock76.471.07610.Splash69.821.334
In anderen Staaten LandFilmtitelEinspielergebnis/ BesucherBrasilienGremlins1.505.985 $FrankreichMarche à l'ombre6.168.425 Bes.IndienTohfa90.000.000 ₹ItalienIndiana Jones and the Temple of Doom838.309 Bes.JapanIndiana Jones and the Temple of Doom3.200.000.000 ¥SüdkoreaA計劃 (Der Superfighter)1.189.308.000 ₩ / 396.436 Bes.SowjetunionDisco Dancer60 Mio. Rubel / 60.900.000 Bes.SpanienGremlins4.255.642 $ / 3.202.047 Bes.
Filmpreise
Golden Globe Award
Am 28. Januar findet im Beverly Hilton Hotel in Los Angeles die Golden-Globe-Verleihung statt.
Bestes Drama: Zeit der Zärtlichkeit von James L. Brooks Bestes Musical/Komödie: Yentl von Barbra Streisand Bester Schauspieler (Drama): Tom Courtenay in Ein ungleiches Paar und Robert Duvall in Comeback der Liebe Beste Schauspielerin (Drama): Shirley MacLaine in Zeit der Zärtlichkeit Bester Schauspieler (Musical/Komödie): Michael Caine in Rita will es endlich wissen Beste Schauspielerin (Musical/Komödie): Julie Walters in Rita will es endlich wissen Bester Nebendarsteller: Jack Nicholson in Zeit der Zärtlichkeit Beste Nebendarstellerin: Cher in Silkwood Bester Regisseur: Barbra Streisand für Yentl Cecil B. DeMille Award: Paul Newman
Academy Awards
Die Oscarverleihung findet am 9. April im Dorothy Chandler Pavilion in Los Angeles statt. Moderator ist Johnny Carson
Bester Film: Zeit der Zärtlichkeit von James L. Brooks Bester Hauptdarsteller: Robert Duvall in Comeback der Liebe Beste Hauptdarstellerin: Shirley MacLaine in Zeit der Zärtlichkeit Bester Regisseur: James L. Brooks für Zeit der Zärtlichkeit Bester Nebendarsteller: Jack Nicholson in Zeit der Zärtlichkeit Beste Nebendarstellerin: Linda Hunt in Ein Jahr in der Hölle Beste Filmmusik: Bill Conti für Der Stoff, aus dem die Helden sind Bester fremdsprachiger Film: Fanny und Alexander von Ingmar Bergman Ehrenoscar: Hal Roach
Vollständige Liste der Preisträger
Internationale Filmfestspiele von Cannes 1984
Das Festival beginnt am 11. Mai und endet am 23. Mai. Die Jury unter Präsident Dirk Bogarde vergibt folgende Preise:
Goldene Palme: Paris, Texas von Wim Wenders Bester Schauspieler: Francisco Rabal und Alfredo Landa in Die heiligen Narren Beste Schauspielerin: Helen Mirren in Cal Beste Regie: Bertrand Tavernier für Ein Sonntag auf dem Lande Großer Preis der Jury: Tagebuch meiner Kindheit von Márta Mészáros
Internationale Filmfestspiele Berlin 1984
Das Festival beginnt am 17. Februar und endet am 28. Februar. Die Jury unter Präsidentin Liv Ullmann vergibt folgende Preise:
Goldener Bär: Love Streams von John Cassavetes Bester Schauspieler: Albert Finney in Ein ungleiches Paar Beste Schauspielerin: Inna Churikova in Frontromanze
Filmfestspiele von Venedig mini|hochkant|Pascale Ogier mit ihrer Auszeichnung für Vollmondnächte in Venedig Die Jury unter Präsident Michelangelo Antonioni vergibt folgende Preise:
Goldener Löwe: Ein Jahr der ruhenden Sonne von Krzysztof Zanussi Bester Schauspieler: Naseeruddin Shah in Paar Beste Schauspielerin: Pascale Ogier in Vollmondnächte Großer Preis der Jury: Die Günstlinge des Mondes (Les favoris de la lune) von Otar Iosseliani
Deutscher Filmpreis
Bester Film: Wo die grünen Ameisen träumen von Werner Herzog Beste Regie: Josef Rusnak für Kaltes Fieber und Uwe Schrader für Kanakerbraut Beste Hauptdarstellerin: Marie Colbin für Der Fall Bachmeier – Keine Zeit für Tränen und Nina Hoger für Flucht nach vorn Bester Hauptdarsteller: Horst Buchholz für Wenn ich mich fürchte
Nationales Spielfilmfestival der DDR
Bester Film: Der Aufenthalt von Frank Beyer Beste Regie: Frank Beyer für Der Aufenthalt Bester Hauptdarsteller: Franciszek Pieczka in Fariaho Beste Hauptdarstellerin: Inge Keller und Judy Winter in Ärztinnen und Marion Wiegmann in Kaskade rückwärts Bester Nebendarsteller: Peter Sodann in Erscheinen Pflicht Beste Nebendarstellerin: Monika Lennartz in Insel der Schwäne und Simone von Zglinicki in Erscheinen Pflicht
César
Bester Film: Le Bal – Der Tanzpalast von Ettore Scola und Auf das, was wir lieben von Maurice Pialat Beste Regie: Ettore Scola für Le Bal – Der Tanzpalast Bester Hauptdarsteller: Coluche für Am Rande der Nacht Beste Hauptdarstellerin: Isabelle Adjani für Ein mörderischer Sommer Bester Nebendarsteller: Richard Anconina für Am Rande der Nacht Beste Nebendarstellerin: Suzanne Flon für Ein mörderischer Sommer Bester ausländischer Film: Fanny und Alexander von Ingmar Bergman
British Academy Film Award
Bester Film: Rita will es endlich wissen von Lewis Gilbert Beste Regie: Bill Forsyth für Local Hero Bester Hauptdarsteller: Michael Caine für Rita will es endlich wissen und Dustin Hoffman für Tootsie Beste Hauptdarstellerin: Julie Walters für Rita will es endlich wissen Bester Nebendarsteller: Denholm Elliott für Die Glücksritter Beste Nebendarstellerin: Jamie Lee Curtis für Die Glücksritter Bester fremdsprachiger Film: Danton von Andrzej Wajda
New York Film Critics Circle Award
Bester Film: Reise nach Indien von David Lean Beste Regie: David Lean für Reise nach Indien Bester Hauptdarsteller: Steve Martin in Solo für 2 Beste Hauptdarstellerin: Peggy Ashcroft in Reise nach Indien Bester Nebendarsteller: Ralph Richardson in Greystoke – Die Legende von Tarzan, Herr der Affen Beste Nebendarstellerin: Christine Lahti in Swing Shift – Liebe auf Zeit Beste Kamera: Chris Menges für The Killing Fields – Schreiendes Land Bester ausländischer Film: Ein Sonntag auf dem Lande von Bertrand Tavernier
National Board of Review
Bester Film: Reise nach Indien von David Lean Beste Regie: David Lean für Reise nach Indien Bester Hauptdarsteller: Victor Banerjee in Reise nach Indien Beste Hauptdarstellerin: Peggy Ashcroft in Reise nach Indien Bester Nebendarsteller: John Malkovich in Ein Platz im Herzen Beste Nebendarstellerin: Sabine Azéma in Ein Sonntag auf dem Lande Bester fremdsprachiger Film: Ein Sonntag auf dem Lande von Bertrand Tavernier
Los Angeles Film Critics Association Awards
Bester Film: Amadeus von Miloš Forman Beste Regie: Miloš Forman für Amadeus Bester Hauptdarsteller: F. Murray Abraham in Amadeus und Albert Finney in Unter dem Vulkan Beste Hauptdarstellerin: Kathleen Turner in China Blue bei Tag und Nacht und Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten Bester Nebendarsteller: Adolph Caesar in Sergeant Waters – Eine Soldatengeschichte Beste Nebendarstellerin: Peggy Ashcroft in Reise nach Indien Bester fremdsprachiger Film: Der vierte Mann von Paul Verhoeven
Weitere Filmpreise und Auszeichnungen AFI Life Achievement Award: Lillian Gish Brussels International Fantastic Film Festival: Nightmares von Joseph Sargent David di Donatello: Le Bal – Der Tanzpalast und Fellinis Schiff der Träume (Bester italienischer Film) und Fanny und Alexander (Bester ausländischer Film) Deutscher Kritikerpreis: Edgar Reitz Directors Guild of America Award: James L. Brooks für Zeit der Zärtlichkeit, Orson Welles (Lebenswerk) Ernst-Lubitsch-Preis: Gerhard Polt für Kehraus Evening Standard British Film Award: The Ploughman's Lunch von Richard Eyre Gilde-Filmpreis: Carmen von Carlos Saura und Gandhi von Richard Attenborough (beide Gold ausländischer Film), Kehraus von Hanns Christian Müller (Gold deutscher Film), Die Heartbreakers von Peter F. Bringmann (Silber deutscher Film) Goldener Leopard: Stranger than Paradise von Jim Jarmusch Helmut-Käutner-Preis: Wolfgang Staudte Jupiter: Die Rückkehr der Jedi-Ritter von Richard Marquand (Bester Film), Jennifer Beals (Beste Darstellerin), Dustin Hoffman (Bester Darsteller) Internationales Filmfestival Karlovy Vary: Lew Tolstoi von Sergei Gerassimow Louis-Delluc-Preis: Gefährliche Züge von Richard Dembo Nastro d’Argento: Una gita scolastica von Pupi Avati, Fellinis Schiff der Träume von Federico Fellini und Fanny und Alexander von Ingmar Bergman National Society of Film Critics Award: Die Nacht von San Lorenzo von Paolo und Vittorio Taviani People’s Choice Award: Die Rückkehr der Jedi-Ritter von Richard Marquand (populärster Film), Clint Eastwood und Burt Reynolds (populärster Schauspieler), Meryl Streep (populärste Schauspielerin) Polnisches Filmfestival Gdynia: Austeria von Jerzy Kawalerowicz Robert: Lieber Vater, ich bin sechzehn (Skønheden og udyret) von Nils Malmros (Bester dänischer Film), Sophies Entscheidung von Alan J. Pakula (Bester ausländischer Film) Toronto International Film Festival: Ein Platz im Herzen von Robert Benton (Publikumspreis)