Schönaich (fränkisch: SchännaichW. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 175. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „šənaíχ“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Oberscheinfeld im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Schönaich hat eine Fläche von 1,139 km². Sie ist in 140 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 8135,17 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Schönaichermühle.

Geografie Der Weiler liegt am Mordgrundbach (im Unterlauf Schönbach genannt), einem rechten Oberlauf der Scheine. Im Osten steigt das Gelände zum Hochberg () an, einer Erhebung des Steigerwaldes. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Herrnberg (1,2 km westlich) bzw. zur Kreisstraße NEA 28 (0,1 km nordöstlich).

Geschichte

Der Ort wurde im würzburgischen Lehenbuch, das im Zeitraum von 1317 bis 1322 entstanden ist, als „Schoneich“ erstmals erwähnt. Der ursprüngliche Flurname bezeichnet einen schönen Eichenwald. Schönaich bestand damals aus vier Mansen. Das Hochgericht übte das bambergische Amt Oberscheinfeld aus. 1597/98 gelangte „Schonaich“ durch Tausch an die Herren von Castell.W. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 175f.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 167f.

Im Rahmen des Gemeindeedikts (frühes 19. Jahrhundert) wurde der Steuerdistrikt Schönaich gebildet. Zugleich wurde der Ort der Ruralgemeinde Oberscheinfeld zugeordnet. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Krettenbach, zu der Schönaich gehörte. Am 1. Januar 1972 wurde Schönaich im Zuge der Gebietsreform in Bayern wieder nach Oberscheinfeld eingemeindet.

Baudenkmäler In Schönaich gibt es vier Baudenkmäler: Haus Nr. 1: Wohnhaus Haus Nr. 2: Wohnstallhaus Haus Nr. 3: Wohnhaus und Backhaus Haus Nr. 6: Ehemaliges Wohnstallhaus

ehemaliges Baudenkmal Haus Nr. 8: Ursprünglich erdgeschossiges, dann im vorderen Teil aufgestocktes und jetzt zweigeschossiges Wohnstallhaus von drei zu drei Achsen im Wohnteil. Im Türsturz bezeichnet „Bau Herr / Johann Adam / Ullerich 1800“. Zweiteilige Tür mit konzentrisch um eine auf der Spitze stehende Raute aufgedoppelten Leisten. Das massive Erdgeschoss ist verputzt; Fachwerkobergeschoss mit Satteldach.G. Hojer: Landkreis Scheinfeld, S. 271f. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1852 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 53 54 64 63 67 57 41 33 32 30 24HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1852 als Häuser und von 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 10 9 12 9 8 6 7 9Quelle

Religion Schönaich ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Michael (Schnodsenbach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Oberscheinfeld) Kategorie:Weiler im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1317 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim