Die Holbeinstraße ist eine Innerortsstraße im Stadtteil Bogenhausen von München.
Verlauf Die Straße führt durch das Ensemble Altbogenhausen. Sie zweigt auf Höhe Ismaninger Straße 65 rechtwinklig von dieser nach Osten ab, wird bis zur Schumannstraße von gründerzeitlicher Mietshausbebauung gesäumt, auf der Nordseite bis zur Lamontstraße von Verwaltungs- und Geschäftsgebäuden (ehemalige Landesversicherungsanstalthttp://www.nordostkultur-muenchen.de/architektur/landesversicherungsanstalt.htm, jetzt gewerblich genutzt). Östlich der Lamontstraße ist die Holbeinstraße mit Villen bebaut. Ab der Possartstraße ist ihr Verlauf um einige Meter nach Süden versetzt; an der Nordseite folgt die Freifläche des Shakespeareplatzes. Zwischen Keplerstraße und dem Straßenende an der Beetzstraße folgt wieder beidseitige Villenbebauung. Dem Ende der Straße gegenüber liegt das Grundstück des Max-Josef-Stifts. An der Stelle des kriegsbeschädigten Hauses Nr. 16 wurde um 1954 ein fünfstöckiges Wohnhaus errichtet.NordOstMagazin 2023 S. 46, Verein Nordostkultur
Bezeichnung Die erst nach der Eingemeindung Bogenhausens im Jahr 1892 im Zug der flächenhaften Bebauung des östlichen Bogenhausen auf Grund der Stadterweiterungsplanung unter Theodor Fischer ausgebaute Straße trägt ihre Bezeichnung nach dem Maler Hans Holbein dem Jüngeren. Die Benennung der Straße geht auf das Jahr 1899 zurück.
Baudenkmäler in der Holbeinstraße Nr. 1 Mietshaus, neubarocker Eckbau mit Eckturm, 1901 von Max Kirschner und Sigmund Waidenschlager Nr. 2 neubarockes Mietshaus mit Eckturm, 1903 von Georg Müller Nr. 3/5 Doppelmietshaus, Jugendstil mit Loggien-/Balkongruppe, von Max Kirschner, 1909/10 Nr. 4 Mietshaus, Jugendstil, von Sigmund Waidenschlager und Max Kirschner, 1907 Nr. 6 Mietshaus, Jugendstil, von Sigmund Waidenschlager und Max Kirschner, 1907 Nr. 7 Mietshaus, Jugendstil, von Emil Ludwig, 1903 Nr. 8 Mietshaus, Jugendstil, von Sigmund Waidenschlager und Max Kirschner, 1907: Bemerkenswert die sehr deutliche Aufgliederung des Hauses in den Teil, der Treppenhaus und Wirtschaftsräume enthält (links) und den Trakt mit den repräsentativen Wohnräumen (rechts).Habel u. a., Münchner Fassaden, Abb. 155 Nr. 9 ehemalige Landesversicherungsanstalt von Oberbayern, 1905, von Heilmann & Littmann Nr. 10 Mietshaus, Jugendstil, von Paul Vincent Paravicini, 1900 für den Direktor Gustav Nassauer errichtet. Eines der frühen vollkommen unhistorischen, betont und eigenwillig asymmetrischen Wohnhäuser in München.Habel u. a., Münchner Fassaden, Abb. 156Petra Hamburger: Holbeinstraße 10. Ein Altbogenhauser Haus im Wandel der Zeit. Verein NordOstKultur: NordOstMagazin 2017, 21. Nr. 12 Mietshaus, Jugendstil, von Lorenz Kirschner, 1911 Nr. 14 Mietshaus, Jugendstil-Eckbau, von Sigmund Waidenschlager, 1910 Nr. 17 Villa, um 1910 Nr. 22/24 Doppelmietshaus in barockisierenden Formen, um 1910/20 Nr. 26 Villa, Walmdach-Eckbau in historisierenden Formen, Anfang 20. Jh.
siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Bogenhausen
Literatur Hans Dollinger: Die Münchner Straßennamen. 6. Aufl. 2007, Südwest Verlag, München, ISBN 978-3-517-08370-4, S. 147. Dorle Gribl: 100 Jahre Rentenversicherung in der Holbeinstraße. Hrsg. von der Landesversicherungsanstalt Oberbayern. Willibald Karl, Karin Pohl: Bogenhausen. Volk Verlag, München 2014, ISBN 978-3-86222-113-4. Heinrich Habel, Klaus Merten, Michael Petzet, Siegfried von Quast: Münchner Fassaden. Bürgerhäuser des Historismus und des Jugendstils. Prestel Verlag, München 1974, ISBN 3-7913-0048-2, S. 291 und Abb. 153–155. Winfried Nerdinger: Theodor Fischer – Architekt und Städtebauer 1862–1938. Ausstellungskatalog, Ernst und Sohn, Verlag für Architektur und technische Wissenschaften, Berlin 1988, ISBN 3-433-02085-X, insbes. S. 135 f.
Einzelnachweise
Weblinks
Holbeinstraße im München Wiki http://www.nordostkultur-muenchen.de/architektur/landesversicherungsanstalt.htm Stadtgeschichte München: Gebäude der ehemaligen Landesversicherungsanstalt in der Holbeinstraße 9
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