Als Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder Mitgliedsländer der EU, kurz EU-Mitgliedstaaten, EU-Mitgliedsstaaten oder EU-Mitgliedsländer,Vgl. Alle EU-Länder im Überblick (hier bei den einzelnen Ländern: EU-Mitgliedsland), Die EU – kurz gefasst (hier: (EU-)Mitgliedsländer, Mitgliedstaaten), Suche nach Mitgliedsland; Website der europäischen Union, abgerufen am 22. Juni 2019. werden die 27 europäischen Staaten bezeichnet, die Mitglied der Europäischen Union (EU) sind. Man bezeichnet sie auch als Unionsmitglieder und seltener als Unionsmitgliedstaaten.
Mitgliedstaaten der EU Übersicht Karte Canarias = Kanaren (ES) Mad. = Madeira (PT) GP = Guadeloupe (FR) MQ = Martinique (FR) Açores = Azoren (PT) GF = Französisch-Guayana (FR) RE = Réunion (FR) YT = Mayotte (FR)
Mitglieder Land Name in Landessprache Code 1 • • Belgien BE 2 BG 3 DK 4 Deutschland DE 5 EE 6 • FI 7 FR 8 / GR 9 • IE 10 IT 11 HR 12 LV 13 LT 14 • Luxemburg • LU 15 MT 16 NL 17 Österreich AT 18 PL 19 PT 20 RO 21 SE 22 SK 23 SI 24 ES 25 CZ 26 HU 27 • CY
Kandidaten Aktuell in Beitrittsverhandlungen (sortiert nach Verhandlungsfortschritt): Aktuelle Beitrittsverhandlungen Land Name in Landessprache Code 1 • ME 2AL 3MD 4UA
Beitrittsverhandlungen pausiert (-) bzw. eingefroren (*): Pausierte / eingefrorene Beitrittsverhandlungen Land Name in Landessprache Code - • BA *GE - • • MK - • RS *TR
Ehemalige Mitglieder Ehemalige Mitglieder GB
Liste der Mitgliedstaaten
Als Bezeichnung für statistische Bemessungen sind amtlich:Glossary:EU enlargements. und Glossary:Euro area enlargements. beide Eurostat, ec.europa.eu/eurostat.
EU-12: 1. November 1993 bis einschließlich 1994 (Österreich, Finnland und Schweden traten zum 1. Januar 1995 der EU bei) EU-15: bis einschließlich April 2004 (EU-Erweiterung 2004) EU-25: bis einschließlich 2006 (dann wurden Rumänien und Bulgarien aufgenommen) EU-27_2007 (ursprünglich EU-27): bis einschließlich Juni 2013 (dann wurde Kroatien aufgenommen) EU-28: bis einschließlich Januar 2020 EU-27 seit 1. Februar 2020 (siehe EU-Austritt des Vereinigten Königreichs, der sog. „Brexit“) Siehe auch EA/Euro-11 bis 21 für die Eurozone
Durch Sortieren der Liste nach Beitrittsjahr lassen sich die einzelnen Länder dieser statistischen Gruppen ablesen; ausführlicher siehe EU-Erweiterung. Kurzübersicht: Chronik der europäischen Integration
Tabellenzeilen gereiht nach Beitrittsdatum und weiter nach Landesnamen. Das Beitrittsgebiet kam erst mit der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 zur EU.
Anmerkungen zur Liste Ursprünglich bezeichnete das Kürzel EU-27 die 27 Mitgliedstaaten vor dem Beitritt Kroatiens. Da aufgrund des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der EU (Brexit) diese Bezeichnung nicht eindeutig ist, hat das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) beschlossen, die Bezeichnung EU-27_2007 zu verwenden. In den Datenbanken von Eurostat wurde diese Änderung am 3. März 2020 wirksam.
Kandidatenländer (Beitrittskandidaten)
Ein potenzieller Beitrittskandidat ist darüber hinaus (Beitrittsantrag vom 15. Dezember 2022).
Spezielle Gebiete
Einige Gebiete, die zu EU-Staaten gehören oder von diesen verwaltet werden, haben einen speziellen Rechtsstatus gegenüber der Europäischen Union. In vielen Fällen handelt es sich dabei um Übersee- und ehemalige Kolonialgebiete.
Überseegebiete, die vollständig in die Strukturen der EU integriert sind Ein EU-Mitgliedstaat besitzt Überseegebiete, die vollständig in dessen Staatsgefüge eingebunden sind und auch innerhalb der EU keine Sonderrolle einnehmen. Sie haben den gleichen Status wie Regionen auf dem europäischen Festland. Dabei handelt es sich um: Portugal Azoren Madeira
Gebiete, die Teil der EU, jedoch nicht in das Zollgebiet und/oder die Mehrwertsteuerunion eingebunden sind Einige Gebiete gehören EU-Mitgliedstaaten an und sind auch Teil der EU, deren Binnenmarkt und der Eurozone, jedoch nicht des Zollgebietes und/oder der Mehrwertsteuerunion.Territorialer Status der EU-Länder und besonderen Gebiete.
Gebiete, die weder Teil des Zollgebietes der Union noch der Mehrwertsteuerunion sind:
Deutschland Büsingen am Hochrhein Helgoland Italien Livigno Spanien Ceuta Melilla
Gebiete, die Teil des Zollgebietes, jedoch nicht der Mehrwertsteuerunion sind:
Finnland Åland Frankreich Französisch-Guayana Guadeloupe Martinique Mayotte Réunion Saint-Martin Griechenland Athos Italien Campione d’Italia Spanien Kanarische Inseln
Assoziierte Gebiete Einige Überseegebiete von EU-Mitgliedstaaten sind als Überseeische Länder und Hoheitsgebiete im Sinne des 4. Teils des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union mit dieser assoziiert, ihr aber nicht angehörig. In diesen Ländern und Hoheitsgebieten gelten nur einzelne Aspekte des Europarechts, z. B. vereinzelt Zugehörigkeit zur Eurozone (Kennzeichnung mit *) Französische Gebiete: Französisch-Polynesien (Pazifik) Französische Süd- und Antarktisgebiete (Indischer Ozean)* Neukaledonien (Pazifik) Saint-Barthélemy (Karibik)* Saint-Pierre und Miquelon (Nordatlantik)* Wallis und Futuna (Pazifik) Niederländische Gebiete: Aruba (Karibik) Curaçao (Karibik) Sint Maarten (Karibik) Karibische Niederlande = Bonaire, Sint Eustatius und Saba (Karibik) Dänisches Autonomiegebiet: Grönland (Nordatlantik, 1985 aus den EG ausgeschieden)
Gebiete, die nicht zur EU gehören Einige andere Gebiete werden außenpolitisch von EU-Mitgliedstaaten vertreten, gehören aber nicht zum Territorium der EU und sind mit dieser auch nicht assoziiert: Färöer als dänisches Autonomiegebiet (war nie Teil der EWG, EG, EU)ec.europa.eu Faroe Islands. Grönland als dänisches Autonomiegebiet (war bis 1985 Teil der EWG)Aufgrund der Zugehörigkeit zu Dänemark war Grönland ebenfalls Mitglied der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, trat aber nach erfolgreichen Autonomiebestrebungen und nach einem Referendum 1982 aus. Siehe Grönland-Vertrag.
Siehe auch Liste der Regierungen der Staaten der Europäischen Union Zusammensetzung des Europäischen Parlaments nach Mitgliedstaaten
Literatur Andreas von Gehlen: Parteiendemokratien. Zur Legitimation der EU-Mitgliedstaaten durch politische Parteien. De Gruyter Oldenbourg, Berlin / Boston 2017, ISBN 978-3-11-056412-9. Armin von Bogdandy, Pedro Cruz Villalón, Peter M. Huber (Hrsg.): Handbuch Ius Publicum Europaeum: Band 1. Diana Zacharias, Leonard Besselink: Grundlagen und Grundzüge staatlichen Verfassungsrechts. C.F. Müller, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-8114-3541-4. Band 2. Diana Zacharias, Stanisław Biernat: Offene Staatlichkeit; Wissenschaft vom Verfassungsrecht. C.F. Müller, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-8114-6301-1. Band 3. Diana Zacharias, Jean-Bernard Auby: Verwaltungsrecht in Europa: Grundlagen. C.F. Müller, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-8114-9808-2. Verfassungen der EU-Mitgliedstaaten. Textausgabe, Einführung und Sachverzeichnis von Adolf Kimmel und Christiane Kimmel (dtv 5554: Beck-Texte im dtv). 6., aktualisierte Auflage, dtv / Beck, München 2005, ISBN 3-423-05554-5 (dtv) / ISBN 3-406-53461-9 (Beck).
Weblinks Offizielle Website der Europäischen Union im gemeinsamen Onlineportal der Institutionen und Einrichtungen der EU (europa.eu), verwaltet von der Generaldirektion Kommunikation (COMM) der Europäischen Kommission.
Einzelnachweise
Mitgliedstaaten der Europaischen Union