Der Songnisan-Nationalpark () ist einer von 22 Nationalparks in Südkorea. Er wurde 1970 als sechster Nationalpark in der Mitte des Landes eingerichtet.
Namensherkunft Einer Legende nach soll Songnisan so viel wie „Berge, um die Welt zu verlassen“ bedeuten. Die Berge bekamen demnach ihren Namen, als ein Mönch im 5. Regierungsjahr der Königin Seondeok () von Silla () zum Tempel von Beopjusa () kam und seines Weges Ochsen vor ihm kniend niedergingen. Als die Bauern dies sahen, folgten die dem Mönch um den Buddhismus zu praktizieren.
Geographie Der Songnisan-Nationalpark befindet sich rund 40 km nordöstlich von Daejeon (), rund 35 km südwestlich von Cheongju () und rund 33 km westsüdwestlich von Mungyeong (), zu Teilen in der Provinz Chungcheongbuk-do () und Gyeongsangbuk-do ().
In dem Nationalpark befindet sich der Stausee Samgajeosuji (), der sich von der Staumauer aus nach Nordosten und Osten ausbreitet und Längen von 1,66 km und 1,83 km aufweist. Seine maximale Breite beträgt rund 420 m. Der Stausee, der nicht zur Stromerzeugung verwendet wird, verfügt über vier Abflüsse, über drei Himmelsrichtungen verteilt. Rund 5,5 km nördlich befindet sich mit der höchste Berg des Nationalparks, der Cheonwangbong (), um den sich herum der Nationalpark ausdehnt und acht Berggipfel sich in einem Bogen spannen.
Geschichte Am 24. Juni 1964 wurde Songnisan vom Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus als historisch und landschaftlich wertvoller Ort unter der Registrierungsnummer 4 gelistet. Knapp fünf Jahre später entschied das Ministerium für Land, Transport und maritime Angelegenheiten das Gebiet für den Tourismus auszuweisen und ein weiteres später, am 24. März 1970 erfolgte die Zuweisung als Nationalpark. Am 30. Dezember 1984 wurde die Fläche des Nationalparks von 106,18 km² auf 283,4 km² ausgeweitet und am 5. Oktober 2017 in Songnisan-Nationalpark umbenannt. Wann genau die Flächenänderung auf 274,541 km² ist nicht bekannt.
Flora und Fauna Als Besonderheit in dem Nationalpark gilt das Sibirische Gleithörnchen (Pteromys volans), das sich im Gleitflug von Baum zu Baum bewegen kann. Es gilt als eine gefährdete Art in Südkorea.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise Koordinaten und Längenbestimmungen wurden zum Teil über Google Earth Pro Version 7.3.0.3832 am 25. November 2017 vorgenommen.
Kategorie:Nationalpark in Südkorea Kategorie:Nationalpark in Asien Kategorie:Geographie (Chungcheongbuk-do) Kategorie:Geographie (Gyeongsangbuk-do) Kategorie:Schutzgebietsgründung 1970