Die Betway UK Championship 2017 war ein Snookerturnier im Rahmen der Snooker Main Tour der Saison 2017/18, das vom 28. November bis zum 10. Dezember 2017 im Barbican Centre im nordenglischen York ausgetragen wurde.
Titelverteidiger war der Weltranglistenerste Mark Selby. Er scheiterte bereits in Runde 2 an Scott Donaldson.
Sieger wurde Ronnie O’Sullivan, der mit seinem sechsten Sieg bei diesem Turnier mit dem Rekordsieger Steve Davis gleichzog. Außerdem errang er seinen 18. Triple-Crown-Titel und stellte so den Rekord von Stephen Hendry ein. O’Sullivan besiegte seinen Landsmann Shaun Murphy im Finale mit 10:5.
Preisgeld Gegenüber 2016 blieb das Preisgeld unverändert. Die Siegerprämie von 170.000 £ war nach der Weltmeisterschaft die zweithöchste der gesamten Tour. Preisgeld Sieger 170.000 £ Finalist 75.000 £ Halbfinalist 35.000 £ Viertelfinalist 22.500 £ Achtelfinalist 15.000 £ Letzte 32 10.000 £ Letzte 64 5.000 £ Höchstes Break 5.000 £ Insgesamt 850.000 £ Der „Rolling 147 Prize“ für ein Maximum Break stand bei 15.000 £
Turnierplan 128 Profispieler hatten für das Turnier gemeldet. Es kamen also keine Amateure als Nachrücker ins Spiel wie in den Vorjahren, es war aber auch keine Vorqualifikation notwendig, wie bei den Turnieren zuvor in dieser Saison. Die erste Runde wurde an den drei Novembertagen von Dienstag bis Donnerstag ausgetragen. Der Freitag war frei und ab Samstag spielten dann die verbliebenen 64 Spieler weiter. Auch die Fernsehübertragung begann mit Runde 2 am Samstag.
Erste Runde bis Achtelfinale In der ersten Runde gab es einige Überraschungssieger. So wurde der auf Platz 2 gesetzte Ding Junhui mit 6:5 von Leo Fernandez geschlagen, der auf Platz 127 gesetzt war. Für eine weitere Überraschung sorgte der auf Platz 118 gesetzte 1992er UK-Champion Jimmy White, der den auf Platz 11 gesetzten Ali Carter mit 6:2 schlug.
In der zweiten Runde schied der Vorjahressieger und amtierende Weltmeister Mark Selby gegen den auf Platz 64 gesetzten Scott Donaldson mit 3:6 aus.
Die Überraschung der dritten Runde war der 6:2-Sieg von Graeme Dott über den Weltranglistendritten Judd Trump, der zuvor seine beiden Matches noch mit 6:0 gewonnen hatte. Damit waren die drei Weltranglistenbesten bereits ausgeschieden. Daneben besiegte Lü Haotian (gesetzt auf Platz 104) den auf Platz 8 gesetzten Marco Fu mit 6:4. Außerdem verlor der Sieger von 2015 Neil Robertson mit 5:6 gegen Mark Joyce. Der Australier fiel dadurch nach mehr als 10 Jahren erstmals wieder aus den Top 16 der Weltrangliste heraus und konnte daher nicht am folgenden Masters teilnehmen.
Im Achtelfinale kam es fast zu einer Überraschung, weil Ronnie O’Sullivan (gesetzt auf Platz 7) sich nur mit Mühe gegen Akani Songsermsawad (gesetzt auf Platz 87) durchsetzen konnte, der zeitweise das Spiel dominierte und mehrfach in Führung ging.
Obere Hälfte 1
Obere Hälfte 2
Obere Hälfte 3
Obere Hälfte 4
Untere Hälfte 1
Untere Hälfte 2
Untere Hälfte 3
Untere Hälfte 4
A = Amateurspieler (qualifiziert über die Q-School-Order-of-Merit)
Viertelfinale bis Finale Nach dem frühen Ausscheiden der vier bestgesetzten Spieler (mit zuletzt John Higgins 5:6 im Achtelfinale gegen Mark King) konnten sich bis zum Finale die höherplatzierten Spieler durchsetzen.
Finale Trotz der etwas niedrigeren Platzierung Ronnie O’Sullivans startete dieser als klarer Favorit gegen Shaun Murphy. Nachdem Murphy mit einem hohen Century-Break den ersten Frame gewinnen konnte, endete die Nachmittagssession trotz einer kurzzeitigen 2-Frame-Führung O’Sullivans ausgeglichen 4:4 und spiegelte die ausgezeichnete Verfassung beider Kontrahenten wider. Nachdem die Abendsession ebenso ausgeglichen begonnen hatte, gelang es O’Sullivan zunehmend die Fehler seines Gegners zu nutzen und er gewann ab Stand 5:5 die letzten 5 Frames, um 24 Jahre nach seinem ersten UK-Championship-Sieg zum sechsten Mal die Trophäe zu gewinnen. Beide Spieler schlossen die Partie mit einer Lochquote von über 90 % ab und beeindruckten zeitweise durch glänzendes Safetyspiel und Lochen auch sehr langer Bälle.
Century-Breaks Im Turnierverlauf wurden 99 Century-Breaks erzielt. 43 Spieler erreichten oder übertrafen mindestens einmal die Marke von 100 Punkten. Turniersieger Ronnie O’Sullivan schaffte das 10 Mal, so oft wie kein anderer Spieler. Das höchste Turnierbreak erzielte in Runde 2 der Waliser Michael White.
Michael White 142, 103 Ryan Day 138, 128, 122, 111, 110 Joe Perry 137, 128, 114 Judd Trump 137 Mark Allen 135, 134, 127, 119, 104, 101, 100 Shaun Murphy 135, 129, 123, 114, 104 Martin Gould 135, 108, 101 Li Hang 134, 120, 108 Yan Bingtao 134, 103 Mark King 134, 101 Ronnie O’Sullivan 132, 121, 117, 111, 107, 106, 105, 104, 103 (2×) Liang Wenbo 130, 112, 110 Mark Joyce 130, 106, 101 Dominic Dale 130 Neil Robertson 129, 128, 126, 124, 118, 105, 102, 101 Scott Donaldson 129, 117 Chris Wakelin 129 Stephen Maguire 129, 128, 127, 117, 116 Akani Songsermsawad 128 Jimmy White 128 Jack Lisowski 124 Martin O’Donnell 123 Lü Haotian 121, 107, 106 Tom Ford 121 Robbie Williams 120 Ricky Walden 118, 116 Daniel Wells 117 Xu Si 115 Luca Brecel 114, 107 Matthew Selt 113 Anthony McGill 110, 108, 105 Marco Fu 110 Fergal O’Brien 109 Noppon Saengkham 109 Kyren Wilson 108, 101 Kurt Maflin 108 Yu Delu 108 Ashley Hugill 105 Niu Zhuang 103 David Gilbert 102, 101 Mark J. Williams 102 Peter Ebdon 101 Wang Yuchen 101
Quellen
Weblinks 2017 UK Championship bei CueTracker (englisch)
#2017 Kategorie:Snookerveranstaltung 2017 Kategorie:Billardturnier in York