Die Präsidentschafts- und Parlamentswahl in Chile 2017 fand am 19. November statt. Die Stichwahl der Präsidentenwahl wurde am 17. Dezember durchgeführt.
Bei ihr wurden der Präsident der Republik und die Mitglieder des Nationalkongresses (155 Mandate in der Abgeordnetenkammer und 23 von 50 Mandate im Senat) gewählt.
Gleichzeitig wurden auch die Abgeordneten der Regionalräte (Consejos regionales) der 16 Regionen gewählt.
Im ersten Wahlgang am 19. November 2017 erreichte keiner der sieben Kandidaten die absolute Stimmenmehrheit, weswegen am 17. Dezember 2017 eine Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten Kandidaten Sebastián Piñera und Alejandro Guillier stattfand. Piñera siegte nach Auszählung fast aller Stimmen (54,6 Prozent). Sein Herausforderer Guillier (45,4 Prozent) räumte eine „schmerzhafte Niederlage“ ein.„Konservativer Piñera gewinnt Präsidentenwahl in Chile“. tagesschau.de. Zugegriffen 18. Dezember 2017.
Am 11. März 2018 übernahm Piñera sein Amt.
Im Gegensatz zum vorherigen Parlament konnte sich in Chile 2017 eine relativ starke dritte Kraft etablieren. Das erst im Januar 2017 gegründete linke Parteienbündnis Frente Amplio verbuchte ein von Beobachtern nicht erwartet gutes Ergebnis und stellte ab sofort 20 Abgeordnete im Parlament und mit Juan Ignacio Latorre Riveros einen Senator für den Wahlbezirk Valparaíso. Es konnte sich damit als dritte politische Kraft in Chile etablieren. Der größte Teil der Abgeordneten stammt aus der Partei Revolución Democrática (RD).
Präsidentschaftskandidaten mini|Stimmzettel des ersten Wahlgangs mini|Stimmzettel des zweiten Wahlgangs Die folgenden acht Personen wurden vom Servel, der chilenischen Wahlbehörde, als Präsidentschaftskandidaten akzeptiert und am 12. September 2017 offiziell registriert.
Ergebnis Präsidentschaftswahl
a Dabei 39.137 Wähler aus dem Ausland. b Dabei 23.308 Stimmen aus dem Ausland.
Parlamentswahl Abgeordnetenkammer
Senat
Einzelnachweise
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