Rudolf Friedrich Selmar Ludloff (* 12. Februar 1868 in Mönchröden bei Coburg; † nach 1912) war ein deutscher Architekt.

Leben

Herkunft Rudolf Ludloff war der jüngste Sohn vom Domänenpächter und Rittergutsbesitzer Otto Ludloff (1830–1890) und Clara, geb. Beyer (1832–1878). Die Familie lebte später in Billmuthausen, dessen Gut sein Großvater, Rudolf Friedrich Ludloff, 1834 gekauft hatte. Sein Onkel war der sachsen-meiningischer Landtagsabgeordnete Hermann Ludloff.

Werdegang Rudolf Ludloff besuchte ab 1880 das Gymnasium Georgianum in Hildburghausen.Festschrift zur hundertjährigen Jubelfeier des herzoglichen Gymnasium Georgianum zu Hildburghausen. II. Teil, Schülerverzeichnis. Gabow, Hildburghausen 1913, S. 42 (eingeschränkte Vorschau auf Google Bücher).

Nach seiner Ausbildung zum Architekten siedelte er nach München über. Er war dort bis mindestens 1913 tätig und wurde in den Bund Deutscher Architekten berufen.Dresslers Kunstjahrbuch, 7. Ausgabe 1913, S. 760. Die letztendlich realisierten Bauten sind hauptsächlich in Suhl zu finden.

Familie Rudolf Ludloff heiratete am 14. Oktober 1897 in Schwarza Helene Lieber (* 1864). Das Paar hatte ein Kind (* 1900). Der Bruder seiner Frau, Emil (* 1855), war mit Rudolf Ludloffs Schwester Johanna (* 1864) verheiratet.

Bauten und Entwürfe 1900: Wohn- und Geschäftshaus mit Nebengebäude, Steinweg 20 in Suhl (unter Denkmalschutz) 1902/03: Umbau des Rathauses in Suhl, Marktplatz 1 1903: Wettbewerbsentwurf (Kennwort „Viel Licht und schlicht“) für ein Realgymnasium in Koblenz (angekauft, nicht ausgeführt)Zentralblatt der Bauverwaltung, 23. Jahrgang 1903, Nr. 37 (vom 9. Mai 1903), S. 236. (Notiz zum Wettbewerbsergebnis in der Rubik „Vermischtes“; Digitalisat bei der ZLB) 1903: Waffenschmied-Brunnen auf dem Marktplatz in Suhl (gemeinsam mit Bildhauer Georg Ringel) 1906: Wettbewerbsentwurf für das Progymnasium in Pasing bei München (prämiert mit einem von zwei 1. Preisen, nicht ausgeführt)Deutsche Bauzeitung. 39. Jahrgang 1905, Nr. 90, 11. November 1905, S. 548. (Notiz zum Wettbewerbsergebnis in der Rubrik „Wettbewerbe“, Nrn. 87–95 [November 1905] PDF, ca. 17,6 MB beim KOBV). 1906: Lauterschule in Suhl (unter Denkmalschutz) 1906: Entwurf für einen Monumentalbrunnen mit Bismarck-Standbild in Arnstadt (nicht ausgeführt) 1907: Restaurant am Hammerteich in Giersdorf im Riesengebirge

Literatur Rudolf Friedrich Ludloff: Geschichte der Familie Ludolf-Ludloff. Roßteutscher, Coburg 1910, S. 62.

Einzelnachweise

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