miniatur|Campagne Hölziger Ofen von Norden (um 1860) mini|Kachel aus dem Kaminaufsatz aus dem Hölzigen Ofen (1743) Die Campagne Hölziger Ofen ist ein ehemaliger Landsitz in der Stadt Bern im Schweizer Kanton Bern. miniatur|hochkant|links|Bureau en armoire, sogenannter «Hölziger Ofen» (1743)

Geschichte Das ehemalige Landgut Hölziger Ofen, zwischen Sandrain und Mon Repos, an der Stelle der heutigen Adresse Holzikofenweg 1, verdankte seinen Namen einem Verwandlungsmöbel, einem Schreibmöbel in Kaminform.Mathäus und Johann Friedrich Funk I (zugeschrieben), Bureau en armoire (sogenannter «Hölziger Ofen»), datiert 1743, 232,5 × 103 × 55,5 cm, Stiftung Schloss Jegenstorf, Inv. Nr. 1990, Nadelholz und Nussbaum, polychrom gefasst.Herzog 1983, S. 17–19. Das Verwandlungsmöbel hatte an seinem ursprünglichen Standort ein funktionierendes Gegenstück, einen Kamin mit gekacheltem Aufsatz.Die Frontkachel des Gegenstücks befindet sich in der Sammlung der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte, Winterthur, Inv. Nr. 36423, digital.skkg.ch; Kehrli 2008, S. 21. Der Offizier Niklaus Wyttenbach (1698–1768) kam 1742 in den Besitz der Campagne und dürfte damit Auftraggeber des 1743 datierten Möbels und Kamins sein.

Der 1875 angelegte Holzikofenweg in Bern ist nach der «Campagne Hölziger Ofen» benannt. Der 1882 künstlich geschaffene Name ist ein Anachronismus zu alemannischen Ortsnamen wie Etzelkofen, Zollikofen etc.

Literatur Georges Herzog: Schloss Jegenstorf. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 339). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1983, ISBN 978-3-85782-339-8. Manuel Kehrli, Monika Bürger: Berner Schreibmöbel des 18. Jahrhunderts. (Katalog zur Ausstellung). Stiftung Schloss Jegenstorf, Jegenstorf 2008.

Einzelnachweise

Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Bern Hoelziger Ofen