Corbès (okzitanisch Corbés) ist eine ehemalige französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im Département Gard in der Region Okzitanien (vor 2016 Languedoc-Roussillon). Sie gehörte zum Arrondissement Alès. Die Bewohner werden Corbèsiens und Corbèsiennes genannt.

Der Erlass des Präfekten vom 6. August 2024 legte mit Wirkung zum 1. Januar 2025 die Eingliederung von Corbès als Commune déléguée zusammen mit der früheren Gemeinde Thoiras zur Commune nouvelle Thoiras-Corbès fest.

Geografie

Corbès liegt am Fuß der Cevennen etwa 11 Kilometer südwestlich von Alès und etwa 42 Kilometer nordwestlich von Nîmes am Gardon de Saint-Jean. Das Zentrum liegt auf einer Höhe von etwa . Das Relief des Gebiets steigt beiderseits des Gordontals an mit maximal im äußersten Nordwesten und über im Süden. Der tiefste Punkt liegt auf beim Austritt des Gardon aus dem Gemeindegebiet.

Teile des Gebiets von Corbès gehören zum Natura-2000-Schutzgebiets „Vallée du Gardon de Saint-Jean“ (FR9101368) und von drei ZNIEFF-Naturzonen. Rund 78 % der Fläche von Corbès sind bewaldet, rund 23 % entfallen auf heterogen bewirtschaftete landwirtschaftliche Gebiete (Stand: 2018).

Umgeben wird Corbès von den beiden Nachbargemeinden und der Commune déléguée:

Geschichte Im Jahr 1345 erscheint der Name der "Parochia di corbessio" fest, was bedeutet, dass es im Mittelalter ein Priorat in Corbès gab. Es ist denkbar, dass die Kirche von Saint Michel de Corbès von Mönchen aus Aniane gegründet wurde.

1564 bürgerte sich die Reformation in Corbès ein und zerstörte dort das religiöse Gebäude. Im Jahr 1674 gab es den Bau einer kleinen Kapelle neben der Kirche. Ab dem Jahr 1685 bekannten sich alle Einwohner der Gemeinde Corbès der katholischen, apostolischen und römischen Religion. Im Jahr 1704 erklärten sich die Einwohner offen für die Kamisarden, so dass das Dorf am 27. August 1704 geplündert und verbrannt wurde nach einem Scharmützel mit den königlichen Truppen, die 20 Rebellen erschossen. Die protestantische Kirche wurde aufgegeben. 100 Jahre später, im Jahr 1808, wurde sie wieder eingeweiht.

Bevölkerungsentwicklung

Sehenswürdigkeiten Eisenbahnbrücke Pont du Mescladou aus dem frühen 20. Jahrhundert Geschlossener Garten von 1774 Getreidemühle und Pyrit-, Blei- und Zinkmine im Weiler Les Adams aus dem 19. Jahrhundert Walkmühle, genannt Mühle Baron, später Papierfabrik, errichtet 1791 Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Okzitanien Kategorie:Commune déléguée im Département Gard Kategorie:Gemeindeauflösung 2024 Kategorie:Ersterwähnung 1345 Kategorie:Thoiras-Corbès