Unter Absätzigkeit versteht man die unstete Verteilung der Mineralisationen in einem Erz oder bei anderen bergmännisch interessanten Mineralen.Definition nach Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren und teilkonzentriertes Genehmigungsverfahren Semmering-Basistunnel, Fortgesetztes Verfahren: Ergänzung der Umweltverträglichkeitsprüfung, BMVIT, März 2014, S.o.A.
Stark absätzige Vorkommen sind schlecht erschließbar, und die Erze schlecht verhüttbar. Absätzigkeit bildet darum in der Prospektion und Exploration einen der klassischen Mängel und Unzulänglichkeiten eines Vorkommens.
In einer veralteten Bedeutung findet sich das Wort allgemeiner als ‚(ungünstiger) Gesteinswechsel‘, insbesondere zu festerem Gestein (Bergfeste),; Heinrich August Pierer: Universal-Lexikon der Vergangenheit und Gegenwart oder neuestes encylopädisches Wörterbuch der Wissenschaften, Künste und Gewerbe. 1. Band (Altenburg, 1857), 1. Auflage S. 51 (Viewer, digitale-bibliothek-mv.de; 2. Auflage S. 56, ).; Absätzig und Absatz 2) In: Johann Samuel Schröter: Mineralogisches und Bergmännisches Wörterbuch, Band 1, 1789, S. 17 (). oder taubem Gestein,; Absatz. In: Carl-Friedrich-Alexander Hartmann: Handwörterbuch der Mineralogie, Berg-, Hütten- und Salzwerkskunde, nebst der französischen Synonymie. Band 1, Verlag Voigt, 1825, S. 10 f (). aber auch noch allgemeiner als Adjektiv zu Absatz in Bezug auf Richtungswechsel, hangend/liegend-Wechsel, Klüfte und andere Störungen des Gangs.
Einzelnachweise
Kategorie:Markscheidewesen Kategorie:Bergbautechnik