mini|Drei Eiseneier, nach Rezept nachgekocht, im Vergleich mit einem gekochten und geschälten Hühnerei
Eiseneier () sind eine Eier-Spezialität aus Taiwan und gelten als Delikatesse. Das Rezept stammt aus dem Distrikt Tamsui von Neu-Taipeh.
Geschichte Nach der Überlieferung wurden die Eier ursprünglich vom Gastronomen Chang-nian Huang () kreiert. In der Stadt am Meer servierte er den Angestellten des Seehafens Snacks. An einem regnerischen Tag kamen weniger Kunden als gewöhnlich und Huang Zhangnian musste die lange gekochten, marinierten Eier (), die er aus der Würzbrühe genommen hatte, bei niederer Flamme weiterkochen, um sie warm und keimfrei zu halten. Dieses Rotkochen, auch Stewing genannt, führte zur Trocknung und schließlich zum Schrumpfen der Eier, die dunkel, schmackhaft und zäh wurden und bei den Einheimischen äußerst gut ankamen. Huang gründete im Jahr 1946Travel-Guide Taiwan, auf books.google.de. Abgerufen am 21. November 2017. ein neues Geschäft, das auf diesem Rezept beruhte und verkaufte diese Eiseneier unter der Marke Apotiedan (). Für das Rezept geeignet sind Hühner-, Tauben- oder Wachteleier, aber keine Enteneier. Die Popularität der Eiseneier dehnte sich bald weit über Taiwan aus und erreichte Afrika und den Nahen Osten.
Um 1980 begann eine Großproduktion der Eiseneier, die nach Fertigstellung vakuumverpackt und vor allem auf touristischen Märkten verkauft werden., abgerufen im November 2017.
Beschreibung Das Gericht besteht aus kleinen Eiern, die mehrmals in einer Gewürzmischung geschmort und luftgetrocknet werden. Die Eier werden dadurch außen dunkelbraun, zäh und im Vergleich zu handelsüblichen gekochten Eiern sehr aromatisch. Der Geschmack wird als süß, würzig, leicht salzig mit einem intensiven Geschmack nach Ei und als Snack zu Getränken passend beschrieben.
Die in verschiedenen Quellen angegebene Kochzeit der Hühnereier schwankt zwischen zwei und drei Stunden, danach werden sie in einem Sud aus Sojasauce und Kandiszucker weiter gekocht, in den Gewürze hineingegeben werden: Grüner Kardamom, Gewürznelken, Zimt, Sternanis, Süßholzwurzel, nach Variationen Tee und Sichuanpfeffer. Dadurch entstehen die gummiartige Konsistenz und der intensiv würzige Geschmack. Mit Kochen und Trocknen zieht sich die Zubereitung bis zu drei Tage hin. In Vakuumfolie eingeschweißt wird eine Haltbarkeit bis zu drei Monaten erreicht.Matthias Ilnicki, Timo Hinkelmann und Claire Oelkers: Iron Eggs: Eier aus Eisen? ProSieben – Galileo. Folge 269 Staffel 2017 vom 2. Oktober 2017 (Youtube) 26. Oktober 2017
Siehe auch Tausendjährige Eier
Weblinks
Matthias Ilnicki, Timo Hinkelmann, Claire Oelkers: Iron Eggs: Eier aus Eisen? ProSieben – Galileo. Folge 269 Staffel 2017 vom 2. Oktober 2017 (Youtube) 26. Oktober 2017 Fotos bei Flickr
Einzelnachweise
Kategorie:Taiwanische Küche Kategorie:Eierspeise Kategorie:Fast Food