Pipemidsäure ist eine synthetisch hergestellte chemische Verbindung aus der Gruppe der Pyridopyrimidine. Die Verbindung ist ein Gyrase-Hemmer und wird daher als Chemotherapeutikum bei Harnwegsinfektionen eingesetzt.Pipemidsäure im Lexikon der Biologie, Spektrum.de. Pipemidsäure ist strukturell ähnlich zu Chinolonen; im Vergleich zur Nalidixinsäure trägt sie – neben einem weiteren Stickstoffatom im sekundären Ring (Pyrimidin) – einen zusätzlichen Piperazin-Substituenten.

Geschichte 1974 erhielt Dainippon Pharmaceutics das Patent auf Pipemidsäure. In Europa war das Antibiotikum unter dem Handelsnamen Deblaston (Madaus) verfügbar.

Eigenschaften und Nebenwirkungen Pipemidsäure ist in Wasser nur minimal (322 mg·l−1 bei 23 °C) löslich und wird daher in Form des besser löslichen Megluminsalzes oder des Trihydrats vorwiegend bei Harnwegsinfekten eingesetzt. Als Nebenwirkungen können Störungen des Magen-Darm-Traktes und allergische Reaktionen auftreten. Der Einsatz ist für Kinder sowie Schwangere kontraindiziert.

Einzelnachweise

Kategorie:Gyrasehemmer Kategorie:Pyridinon Kategorie:Ketocarbonsäure Kategorie:Piperazin Kategorie:Pyrimidin