mini|hochkant=0.65|Max Blondat mini|141px|Signatur Max Blondat Maximilien Blondat (* 3. September 1872 in Crain, Département Yonne; † 17. November 1925 in Paris) war ein französischer Bildhauer des Jugendstils und des Art déco.
Leben Max Blondat war der Sohn des Küfermeisters Alexandre Blondat (bei der Geburt seines Sohnes 29 Jahre alt), und dessen Ehefrau Philippine Lazarine Henry (23 Jahre alt bei der Geburt ihres Sohnes). Blondat studierte ab 1889 an der École Germain Pilon und ab 1892 an der École des beaux-arts de Paris, wo er seine ersten Werke mit dem mütterlichen Nachnamen Henry signierte. Er war Schüler von Mathurin Moreau und Charles Valton.
1906 war Blondat einer der Gründungsmitglieder der Société des arts décoratifs français. Er wurde 1914 mobilisiert und diente im Ersten Weltkrieg im Service du camouflage, dem „Tarnservice“ der französischen Armee; einer Künstlergruppe mit dem Namen Les Caméléons (). Ab 1919 leitete er die Kunstschule in Dijon. Er gehörte auch der von dem Éditeur d’art (Kunstverleger) und Bildgießer Arthur Goldscheider in den frühen 1920er Jahren gegründeten Künstlergruppe La Stèle an, deren Arbeiten Goldscheider 1925 auf der Pariser Exposition internationale des Arts Décoratifs et industriels modernes ausstellte.Robert E. Dechant, Filipp Goldscheider: Goldscheider. Firmengeschichte und Werkverzeichnis. Historismus, Jugendstil, Art Déco, 1950er Jahre. Arnold, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-89790-216-9.
Am 4. November 1918 heiratete Blondat in Paris Georgette Giraud. Dieser Verbindung entstammten drei Töchter. Am 17. November 1925 verstarb Blondat an einer Sepsis. Er wurde in Crain zur letzten Ruhe gelegt.
Werke (Auswahl) In Blondats bekanntestem Werk La Fontaine aux Grenouilles (Froschbrunnen) oder Fontaine de jeunesse (Jungbrunnen) sitzen drei Kinder auf einem Felsen und beobachten mit großem Vergnügen das Spiel dreier Frösche. Von diesem Werk wurden einige Reproduktionen oder Variationen angefertigt, die öffentliche Plätze und Gärten schmücken, so der
In den 1900er Jahren wurde Blondat mit verkleinerten Ausführungen vieler seiner Skulpturen bekannt, die häufig Frauen- oder Kinderakte im Jugendstil zum Thema hatten, aber auch mit dekorativer Kunst wie Kühlerfiguren, Uhren, Aschenbecher, Salièren und andere Gebrauchsgegenständen im Stil des Art déco. Er arbeitete mit Materialien wie Holz, Stein, Terracotta, Glas und Bronze, die er oft auch vergoldete. Bei der Fertigung von Keramiken arbeitete er mit Edmond Lachenal und der Manufacture royale de porcelaine de Sèvres zusammen, bei seinen schmiedeeisern Arbeiten mit dem Kunstschmied Edgar Brandt, bei seinen Güssen unter anderem mit den Gießereien Edmond Siot-Decauville, Valsuani In: Gazette Drouot, Hôtel Drouot und Max Le VerrierMax Blondat (French, 1879–1926). Enfants et Grenouilles inkwell. In: artinfo.com sowie bei seinen Schmuckentwürfen mit Hermès.
Nach dem Ersten Weltkrieg fertigte Blondat neun Denkmale für die Toten des Krieges:Max Blondat (1872–1925) In: reseaudescommunes.fr
Ausstellungen (Auswahl) Regelmäßige Ausstellungen auf dem Salon des Artistes Français. Bei seiner Premiere 1890 zeigte Blondat ein Gipsmedaillon. Weltausstellung Paris, 1900 Salon in Paris, 1904 Jeunesses, Salon des Artistes Français, Paris 1907Jean Laran: La sculpture aux Salons, Art et Décoration. Juni 1907, S. 197. Jeunesses, Jubiläumsausstellung Works of Modern Artists, Royal Glasgow Institute of the Fine Arts, Glasgow 1911Max Blondat. Mapping the Practice and Profession of Sculpture in Britain and Ireland 1851–1951, University of Glasgow History of Art and HATII, online database 2011. Jeunesses, Sommerausstellung der Royal Academy of Arts, London 1911 Musée départemental de l’Oise, Beauvais 1979Exposition Blondat, Max. Beauvais 1979. In: Katalog der Bibliothèque nationale de France Atlas, Exposition internationale des Arts Décoratifs et industriels modernes, Paris 1925 Einige seiner Werke sind im Musée des années 30 in Boulogne-Billancourt zu sehen,Josiane Maxel: Max Blondat, sculpteur venu de l’Yonne. La Gazette 89 Éditions, ISBN 978-2-916600-02-4, 24 S. darunter L’Amour endormi von 1910 und L’Equilibre von 1925.
Auszeichnungen Mention honorable auf der Weltausstellung Paris, 1900 Médaille de première classe, Salon in Paris, 1904 Croix de guerre 1914–1918 Offizier der Ehrenlegion, 1925LH/259/27, Blondat, Maximilien. In: Base Léonore Die Straßen Rue Max Blondat in AuxerreRue Max Blondat in Auxerre. In: Google Maps und Rue Max Blondat in Boulogne-BillancourtRue Max Blondat in Boulogne-Billancourt. In: Google Maps sind nach dem Künstler benannt.
Literatur Alice Fleury, Bruno Foucart, Claude Blondat: Le sculpteur Max Blondat, 1872–1925, du Modern Style à l'Art Déco. Édition Beauvais, Musée départemental de l’Oise, 1979, . Josiane Maxel: Max Blondat, sculpteur venu de l’Yonne. La Gazette 89 Éditions, 2008, ISBN 978-2-916600-02-4. Blondat, Max. In: Benezit Dictionary of Artists. 2010, ISBN 978-0-19-977378-7, doi:10.1093/benz/9780199773787.article.B00021087 (englisch, Artikelanfang).
Weblinks
Max Blondat (French, 1872–1925). In: artnet mit Bildern von Arbeiten Blondats Sculptures from „Academy architecture“, 1904–1908. A collection of all the sculptures published in vols. 25–34 of „Academy architecture“. S. 17–18. M.P. Verneuil: Max Blondat. Sculpteur. In: Art et Décoration. Revue Mensuelle d’Art Moderne–Arts. Juli 1908, S. 61–68.
Einzelnachweise
Kategorie:Bildhauer (Frankreich) Kategorie:Künstler des Jugendstils Kategorie:Bildhauer des Art déco Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Offizier) Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1872 Kategorie:Gestorben 1925 Kategorie:Mann