Der ist der längste Fluss in Neuseeland. Er befindet sich im Zentrum der Nordinsel – größtenteils in der Region Waikato – und ist insgesamt 425 Kilometer lang.

Namensherkunft Der Begriff ist und bedeutet „fließendes Wasser“.

Geographie Der Ursprung des Flusses reicht bis weit in das der neuseeländischen Nordinsel hinauf. Der in diesem Gebiet häufig noch als bezeichnete Fluss entsteht aus dem Zusammenfluss verschiedener Quellen an den Hängen des hohen . Weiter nördlich mündet der in den , den größten See des Pazifikstaates. Am nordöstlichen Ufer bei der Stadt bildet der nun ausschließlich als bezeichnete Fluss den Ablauf des . Nach den spektakulären orientiert sich der Fluss nach Nordwesten, wo er erstmals das gebirgige Terrain verlässt und von den ausgedehnten, fast vollständig landwirtschaftlich bewirtschafteten flankiert wird. In dieser äußerst fruchtbaren Ebene befinden sich zahlreiche kleinere Siedlungen und die Großstadt mit etwa 141.000 Einwohnern.

Zwischen und dient der Fluss als Wasserspeicher und zur Stromgewinnung durch die acht Stauseen , , , , , , , . Nach insgesamt 425 Flusskilometern mündet der bei in die Tasmansee. Schiffbar ist der Fluss von bis nach .

Der weist mit 14.456 km2 das zweitgrößte Wassereinzugsgebiet aller Flüsse in Neuseeland auf.

Geschichte Das Gebiet um den Fluss wurde bereits von den kultiviert und landwirtschaftlich genutzt. Besonders der ließ sich entlang des Flusslaufes in der Ebene nieder. Während der Neuseelandkriege war der zwischen 1863 und 1865 Schauplatz einiger Scharmützel zwischen den Ureinwohnern und britischen Soldaten. Auch heute gehört das -Gebiet und auch die südlich des Flusses gelegene, als bezeichnete Gegend zu den Regionen mit den meisten . Der -Stamm reichte eine Petition beim ein, die Hoheit über alle Ufergebiete des Flusses zu erhalten. Die Königsbewegung der aus den 1850er Jahren hat ihren Ursprung in der Region. Noch heute residiert der offizielle Repräsentant der , seit September 2024 Ngā Wai Hono i te Pō im in .

Flora & Fauna Flora Vor der Ankunft der Menschen bestand die Gegend um den Fluss zu großen Teilen aus Süßwasser-Feuchtgebieten, die von einheimischen Pflanzen bewachsen waren. Von den 1840 in der ganzen Region vorhandenen 110.000 ha sind nur noch 30.000 ha Sumpfgebiete vorhanden. Die massive Verkleinerung des Lebensraums für Wasser- und Moorpflanzen ist nur ein Problem der endemischen Flora. Das andere ist die Einführung von nicht einheimischen Pflanzen. Ein Beispiel in Bezug auf den ist das , eine Unterart des Papageienblattes (aus der Familie der Amaranthaceae), das zu den aggressivsten Schädlingspflanzen der Erde zählt.

Fauna Auf ganzer Länge des leben mindestens 19 verschiedene einheimische und 10 eingeführte Fischarten sowie eine Vielzahl an wirbellosen Tieren. Dabei muss man die Spezies im Fluss selbst von denen in den Stauseen unterscheiden. Beispiele für heimische Fische sind zahlreiche Arten der Galaxien, der Flussaale (v. a. Neuseeland-Aale) sowie verschiedene Arten der Schläfergrundeln.

Heutige Situation Bedeutung Der hat nicht nur geschichtlich, kulturell und ökologisch eine große Bedeutung für Neuseeland, sondern ist auch infrastrukturell und als Erholungsraum wichtig. Insgesamt befinden sich entlang des Flusses acht Wasserkraftwerke, die einen großen Teil der Nordinsel mit Elektrizität versorgen. Mit einer jährlichen Produktion von 4.000 Gigawattstunden wird durch diese Kraftwerke 13 % des Landesstromverbrauchs gedeckt. Dadurch entstehen auch acht Stauseen, die ein beliebtes Erholungsgebiet darstellen. Weiterhin stellt der Trinkwasser für über 140.000 Menschen bereit.

Wasserqualität Die Wasserqualität des wird durch die teilweise nur leicht geklärten Abwässer der großen Städte sowie über zehn großer Fabriken stark beeinträchtigt. Außerdem befindet sich in das mit Kohle und Erdgas betriebene Kraftwerk Huntly, mit Stand 2014 Neuseelands größtes Kraftwerk, mit einer installierten Leistung von 1,2 GW. Zur Kühlung wird im Moment (2006) ausschließlich das Wasser des Flusses benutzt. Strenge Vorschriften in Bezug auf die Höchsttemperatur des Wassers, um die Tierwelt im Fluss zu schützen, führten dazu, dass das Kraftwerk an heißen Tagen oft nicht mit Maximalleistung laufen konnte. Abhilfe soll ein neuer Kühlturm bringen. Weitere Probleme, die den Fluss betreffen, sind landwirtschaftliche Verschmutzungen, die Bedrohung der Schifffahrt durch Bodenerosion sowie das Vorhaben, große Mengen Wasser des Flusses in die Millionenmetropole zu pumpen.

Siehe auch Liste der Flüsse in Neuseeland

Weblinks

Einzelnachweise Koordinaten und Längenbestimmungen wurden mittels Google Earth Pro Version 7.3.2.5776 am 3. Januar 2020 vorgenommen